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Eutingen

Von PFENZ
Version vom 24. Juni 2008, 20:33 Uhr von CorneliusWasmund (Diskussion | Beiträge) (+ Navigationsleiste Stadtteile Pforzheim)
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Eutingen an der Enz
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Eutingen ist der östlichste Stadtteil von Pforzheim. Es war eine ursprünglich selbstständige Gemeinde und hat daher eine eigene Ortsverwaltung. Ortsvorsteher ist Helge Hutmacher (Stand: 2007). Mit 7930 Einwohnern (Stand: 31.12.2006) ist Eutingen der größte Pforzheimer Stadtteil. Über das Geschehen im Ort informiert das Mitteilungsblatt Eutingen.

In der kommunalen Statistik zählt Mäuerach zu Eutingen.

Lage

Eutingen schließt sich in nur 1 Kilometer Entfernung an die Pforzheimer Oststadt an und liegt an der Enz.

Geschichte

Die erste Erwähnung Eutingens als "Utingen" ist in einem Güterverzeichnis des Klosters Reichenbach von 1143 zu finden. 1279, mittlerweile im Besitz der Ritterfamilie von Roßwag, wurde der Ort an die Gebrüder Gunther und Emhard, zwei wohlhabende Pforzheimer Privatleute, verkauft. Nach deren Ableben wurde Eutingen unter den Erben aufgeteilt und die Besitzer wechselten häufig. Im Laufe der Zeit gingen die einzelnen Eutinger Besitzungen ins Eigentum des Klosters Maria Magdalena der Dominikanerinnen zu Pforzheim über. Der letzte urkundlich erwähnte Verkauf fand 1454 statt. Nach der Auflösung des Pforzheimer Frauenklosters in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde Eutingen ein Teil des badischen Lands. Der Dreißigjährige Krieg mit dem Einfall der Truppen Tillys und den folgenden Morden, Brandstiftungen und Plünderungen bewirkte, dass ein Großteil der Eutinger Einwohner nach Pforzheim flohen. Den Verwüstungen des Krieges folgte die Pest, die zahlreiche Opfer forderte.

Nach dem Krieg waren Eutingen und seine Einwohner durch Hunger und Krieg geschwächt. Noch vor der Erholung von den Kriegsfolgen wurden Eutingen und Umgebung von weiteren Kriegen überzogen. 1689 brachte der Orléanssche Krieg das Niederbrennen Pforzheims und Eutingens mit sich. Auch die darauf folgenden Spanischer Erbfolgekrieg, Polnischer Erbfolgekrieg und Österreichischer Erbfolgekrieg trotzten Eutingen viel ab. 1748 zog der Frieden ein. 1783 wurde die Leibeigenschaft durch Markgraf Karl Friedrich aufgehoben, was von der Eutinger Bevölkerung mit einem Denkmal neben der Kirche gewürdigt wurde. Im Zuge der Französischen Revolution litt Eutingen ab 1792 wieder durch Truppendurchmärsche und -einquartierungen sowie Viehlieferungen und Kriegsfronden in größerem Umfang. Auch die nachfolgenden Napoleonischen Kriege gingen nicht spurlos an dem Ort vorbei.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich Eutingen vom Bauerndorf zur Arbeiterwohngemeinde. Durch den Wandel setzte umfangreiche Bautätigkeit und ungewöhnliches Bevölkerungswachstum ein. Von 1871 bis 1910 stieg die Einwohnerzahl Eutingens von 1286 auf 3000. Diese Entwicklung wurde vom Ersten Weltkrieg beendet. Im Zweiten Weltkrieg marschierten am 10. April 1945 die Franzosen ein, setzten das Rathaus in Flammen und sprengten alle Brücken über die Enz.

In der Nachkriegszeit setzte wieder eine Aufwärtsentwicklung ein. Handwerk und Gewerbe verzeichneten Zuwächse und es neue Wohngebiete wurden erschlossen. Im Zuge der Gemeindereform wurde Eutingen an der Enz am 20. September 1975 in die Stadt Pforzheim eingegliedert.

Verkehr

Eutingen ist über die Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Ost der Bundesautobahn 8 angebunden. Die Bundesstraße 10 quert das Gebiet Eutingens in Ost-West-Richtung.

Eutingen hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Karlsruhe - Pforzheim - Mühlacker - Stuttgart. Dieser wird von der Stadtbahnline S 5 und den RegionalExpress-Zügen der Deutschen Bahn bedient.

Per Bus erreicht man Eutingen mit Stadtbuslinie 1 und Buslinie 735. Vor der Eingemeindung nach Pforzheim bediente das Busunternehmen Flitsch die Strecke Kühler Grund - Marktplatz.

Wappen

Datei:Wappen Eutingen.png
Das Wappen von Eutingen

Das Wappen zeigt ein goldenes Hufeisen auf rotem Hintergrund.

Sehenswürdigkeiten

Schule

Sport

Stadtteilbad Eutingen

Vereine

Gastronomie

Unternehmen

Adresse

Rathaus Eutingen
Hauptstraße 93
75181 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 39 10 71
Telefax: (0 72 31) 39 17 52
E-Mail: ov-eutingenstadt-pforzheim.de

Namensgleichheit

Es gibt auch eine Stadt Eutingen im Gäu. Zur Unterscheidung hiervon führte der heutige Pforzheimer Stadtteil früher als selbstständige Gemeinde die Bezeichnung Eutingen an der Enz; der Bahnhof allerdings hieß und heißt noch heute Eutingen (Baden).

Stadtteile der Großstadt Pforzheim

Au, Brötzingen, Buckenberg, Büchenbronn, Dillweißenstein, Eutingen, Hohenwart, Huchenfeld, Innenstadt, Nordstadt, Oststadt, Südoststadt, Südweststadt, Weststadt und Würm bilden zusammen die Stadt Pforzheim.