Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Siegbert Levy: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Die Seite wurde neu angelegt: „'''Siegbert Levy'''(geboren 1923 in Mühlbach) war Schüler in Pforzheim Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft. == Leben == ===Disk…“
 
M (Diskussion | Beiträge)
überarbeitet
Zeile 1: Zeile 1:
'''Siegbert Levy'''(geboren [[1923]] in Mühlbach) war Schüler in [[Pforzheim]] Opfer der [[antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft]].
'''Siegbert Levy''' (geboren [[1923]] in Mühlbach bei [[Eppingen]]) war Schüler in [[Pforzheim]] und Opfer der [[Judenverfolgung|antisemitischen Maßnahmen]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]].


== Leben ==
==Diskriminierung==


Siegbert später Steven muss ab 1936 das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder [[Osterfeld-Schule]] besuchen.
===Diskriminierung===

Siegbert - später Steven - muss ab 1936 das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.

Sein Vater war Kultusbeamter an der Synagoge.
Seine Schwester musste das Hilda-Gymnasium verlassen und versuchte, eine Berufsausbildung als Schneiderin in Karlsruhe zu beginnen


Sein Vater war Kultusbeamter an der [[Synagoge]].
Seine Schwester musste das [[Hilda-Gymnasium]] verlassen und versuchte, eine Berufsausbildung als Schneiderin in [[Karlsruhe]] zu beginnen


==Erinnerung==
==Erinnerung==


Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Siegbert Levy am 27.01.2010 ein Stein vor seiner früheren Schule in den Boden eingelassen.
Im Rahmen der [[Stolpersteine|Aktion „Stolpersteine“]] wurde für Siegbert Levy am [[27. Januar]] [[2010]] ein Stein vor seiner früheren Schule in den Boden eingelassen.


Sein Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der [[Osterfeld-Schule]] und des Kulturhauses Osterfeld.
Sein Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der [[Osterfeld-Schule]] und des [[Kulturhaus Osterfeld|Kulturhauses Osterfeld]].


Aus dem Brief seiner Schwester Herta:
Aus dem Brief seiner Schwester Herta:
:''„Leider ist mein einziger Bruder letztes Jahr (1998) gestorben. Ich kann mich erinnern, dass er in die jüdische Schule ging. Sein Name war Siegbert (Steven) Levy. Er war befreundet mit Jenny Hausspiegel und sie war auch in der Schule mit ihm und nach so vielen Jahren haben sich die beiden bei der Zusammenkunft in Pforzheim wiedergesehen und blieben befreundet.''

:''Ich selbst ging in die Hildaschule, bis man mich nicht mehr behalten durfte...“.''
„Leider ist mein einziger Bruder letztes Jahr (1998) gestorben. Ich kann mich erinnern, dass er in die jüdische Schule ging. Sein Name war Siegbert (Steven) Levy. Er war befreundet mit Jenny Hausspiegel und sie war auch in der Schule mit ihm und nach so vielen Jahren haben sich die beiden bei der Zusammenkunft in Pforzheim wiedergesehen und blieben befreundet.

Ich selbst ging in die Hildaschule, bis man mich nicht mehr behalten durfte…“.



==Literatur==
==Literatur==
* {{Brändle 2000}}
- Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte
- Gerhard Brändle: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
* Gerhard Brändle: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten"'', in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
- Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schul-getto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936 - 1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. 2011
* Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schul-getto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936 - 1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. 2011



== Weblinks ==
== Weblinks ==
* {{Gedenkverzeichnis|L/Levy,_Siegbert}}
Eintrag Siegbert Levy in der Datenbank der zwischen 1919 und 1945 in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen.
{{SORTIERUNG:Levy, Siegbert}}

[[Kategorie:Mann]]
{{SORTIERUNG:Siegbert, Levy}}
[[Kategorie:Herr]]
[[Kategorie:Schüler der Osterfeldschule]]
[[Kategorie:Schüler]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]

Version vom 20. Januar 2011, 17:28 Uhr

Siegbert Levy (geboren 1923 in Mühlbach bei Eppingen) war Schüler in Pforzheim und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten.

Diskriminierung

Siegbert – später Steven – muss ab 1936 das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.

Sein Vater war Kultusbeamter an der Synagoge. Seine Schwester musste das Hilda-Gymnasium verlassen und versuchte, eine Berufsausbildung als Schneiderin in Karlsruhe zu beginnen

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Siegbert Levy am 27. Januar 2010 ein Stein vor seiner früheren Schule in den Boden eingelassen.

Sein Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Aus dem Brief seiner Schwester Herta:

„Leider ist mein einziger Bruder letztes Jahr (1998) gestorben. Ich kann mich erinnern, dass er in die jüdische Schule ging. Sein Name war Siegbert (Steven) Levy. Er war befreundet mit Jenny Hausspiegel und sie war auch in der Schule mit ihm und nach so vielen Jahren haben sich die beiden bei der Zusammenkunft in Pforzheim wiedergesehen und blieben befreundet.
Ich selbst ging in die Hildaschule, bis man mich nicht mehr behalten durfte...“.

Literatur

  • Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
  • Gerhard Brändle: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
  • Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schul-getto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936 - 1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. 2011

Weblinks