Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenz![]()
mail.de
Neulingen: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
Seggel (Diskussion | Beiträge) Abschnitt Neidlingen entfernt, wikilinks |
||
| Zeile 31: | Zeile 31: | ||
Alle drei Ortsteile liegen auf der ''Bauschlotter Platte'', einer wasserarmen Karsthochfläche, und haben eine Gesamtfläche von 2.338 ha. |
Alle drei Ortsteile liegen auf der ''Bauschlotter Platte'', einer wasserarmen Karsthochfläche, und haben eine Gesamtfläche von 2.338 ha. |
||
== Das einstige Dorf Neidlingen == |
|||
Von allen abgegangenen Siedlungen aus der Umgebung von [[Pforzheim]] ist Neidlingen die bekannteste. Es war einst Pfarrdorf und Mutterkirche von [[Ispringen]] und scheint zeitweilig aus zwei Orten, aus Unter- und Oberneidlingen bestanden zu haben. Ab [[13. Jahrhundert]] wird ein Ortsadel, die Herren von Neidlingen, erwähnt, die zu Anfang des [[15. Jahrhundert]]s ausgestorben zu sein scheinen.. Die Burg der Herren von Neidlingen stand wahrscheinlich im heutigen Neulinger Wald, wo auch Mauereste gefunden wurden. Das Dorf Neidlingen lag wohl in einem Wiesengelände nördlich vom Walde. [[1365]] verkauften die Edelknechte Berthold Göler und seine Brüder Konrad und Hans von [[Enzberg]] an die Priorin und den Konvent des Prediger-Frauenklosters in Pforzheim ihre Kirchensätze zu Ispringen und Neidlingen um 1500 Gulden. Fünf Jahre später,[[1370]], wird Neidlingen als vollständig zerstört bezeichnet. |
|||
Wie ist die Zerstörung erfolgt? Ist es in kriegerischen Fehden niedergebrannt worden? Dies wäre nicht ausgeschlossen, denn damals herrschten unruhige Zeiten. Die Kriege wurden meist in der Weise geführt, dass man in die ungeschützten Dörfer des Gegners einfiel und sie niederbrannte. |
|||
In der Zeit als Neidlingen abging, fällt der aus [[Uhland]]s Ballade bekannte Überfall in [[Wildbad]] ([[1367]]) statt. Daran beteiligt waren auch die Wunnsteiner, die nach einer Urkunde aus dem Jahre 1428 in Neidlingen begütert waren. Was lag also näher, als dass sie [[Eberhard der Greiner]] für den Überfall durch Zerstörung wunnsteinischer Dörfer rächte? Die ist nur eine Vermutung, und selbst wenn sie zutreffen sollte, wäre immer noch nicht geklärt, warum der Ort nach der Zerstörung nicht wieder aufgebaut wurde, wie es in den meisten Fällen geschah. |
|||
Es mussten also noch andere Ursachen dazu geführt haben, dass die Bewohner zum dauernden Verlassen des Ortes nötigten. Wer schon einmal im Frühjahr zur Zeit der Schneeschmelze über die Neulinger Wiesen gegangen ist, der weiß, wie dort an mehreren Stellen das Wasser in gurgelnden Tönen in die Tiefe verschwindet. Ein eigentümliches und unsicheres Gefühl beschleicht uns, und man verlässt wieder rasch den unsicheren Boden, von dem man nie weiß, ob und wann er unter unseren Füßen wieder einbricht. Die Gegend ist eine typische Kalk- und Karstlandschaft mit unterirdischen Flussläufen, Erdfällen und Quelltöpfen, in denen die unterirdischen Wasserläufe zutage treten (Ispringen). Die Bildung von Erdfällen geht in dieser Gegend immer noch vor sich, wie man aus Beobachtungen weiß. Diese Gegebenheiten könnten natürlich auch ein Grund dafür gewesen sein, dass die Bewohner von Neidlingen ihren Ort aufgaben. |
|||
Die Gemarkung Neidlingen wird noch lange als Gemarkung erwähnt. Später wurde sie mit der Gemarkung [[Göbrichen]] vereinigt. Daher erklärt sich die eigenartige Gestalt der Gemarkung Göbrichen und die Lage des Ortes. Die Sage will wissen, dass die Bewohner von Neidlingen nach Göbrichen gezogen seien. Dies ist möglich. Doch sollte man bei Sagen vorsichtig sein, dies zeigt eine andere Sage, die Neidlingen im 30-jährigen Kriege zerstören lässt und zwar deswegen, weil die Bewohner der Einführung der Reformation Widerstand geleistet hätten; dabei wird aber der Ort schon 200 Jahre vorher als zerstört bezeichnet, und die Reformation ist [[1556]] in der Gegend zur Einführung gelangt. |
|||
Quelle ''Der Enz- und Pfinzgau aus dem Jahr 1925'' - bearbeitet von R. Cölsch |
|||
== Ausflugsziele == |
== Ausflugsziele == |
||
| Zeile 61: | Zeile 52: | ||
== Schulen == |
== Schulen == |
||
* Friedrich-Weinbrenner-Schule Bauschlott (Haupt-/Werkrealschule) |
* [[Friedrich-Weinbrenner-Schule]] Bauschlott (Haupt-/Werkrealschule) |
||
* Astrid-Lindgren-Schule Nußbaum (Grundschule) |
* Astrid-Lindgren-Schule Nußbaum (Grundschule) |
||
* Grundschule Göbrichen |
* Grundschule Göbrichen |
||
| Zeile 67: | Zeile 58: | ||
== Partnerschaft == |
== Partnerschaft == |
||
Neulingen unterhält seit 1990 eine Gemeindepartnerschaft mit Rubiera in der Reggio Emilia in Italien. |
Neulingen unterhält seit [[1990]] eine Gemeindepartnerschaft mit Rubiera in der Reggio Emilia in Italien. |
||
== Sonstiges == |
== Sonstiges == |
||
* [[Flugmodellsportclub Neulingen]][http://www.fsc-neulingen.de/] mit einem Flugplatz für Modellflugzeuge zwischen Bauschlott und Nußbaum |
* [[Flugmodellsportclub Neulingen]][http://www.fsc-neulingen.de/] mit einem Flugplatz für Modellflugzeuge zwischen Bauschlott und Nußbaum |
||
* [[Neidlingen]], eine [[Wüstung]] auf Neulinger Gebiet |
|||
== Weblinks == |
== Weblinks == |
||
* {{Homepage|www.neulingen.de}} |
* {{Homepage|www.neulingen.de}} |
||
| Zeile 80: | Zeile 72: | ||
[[Kategorie:Kraichgau]] |
[[Kategorie:Kraichgau]] |
||
[[Kategorie:Stromberg-Enztal-Radweg]] |
[[Kategorie:Stromberg-Enztal-Radweg]] |
||
[[Kategorie:Wüstung]] |
|||
Version vom 24. Oktober 2010, 10:02 Uhr
Die Gemeinde Neulingen im Enzkreis wurde 1974 im Zuge der Gemeindereform aus den Gemeinden Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum gebildet.
| Neulingen | |
| Kreis: | Enzkreis |
| Koordinaten: | 48° 97′ N, 8° 70′ O |
| Höhe: | 325 m ü. NN |
| Fläche: | 23,38 km² |
| Einwohner: | 6.531 Stand: 30.06.2010 |
| Bevölkerungsdichte: | 284 Einwohner/km² Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 75245 |
| Vorwahl: | 0 72 37 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schloßstraße 2 75245 Neulingen |
| Webpräsenz: | www.neulingen.de |
| Bürgermeister: | Michael Schmidt |
Bürgermeister der Gemeinde Neulingen ist Michael Schmidt, stellvertretender Bürgermeister ist Heinrich Furrer. Sie beherbergt 6.531 Einwohner (Stand 30.06.2010). Davon leben in Bauschlott 3.149 Personen, in Göbrichen 2.106 Personen und in Nußbaum 1.276 Personen.
Alle drei Ortsteile liegen auf der Bauschlotter Platte, einer wasserarmen Karsthochfläche, und haben eine Gesamtfläche von 2.338 ha.
Ausflugsziele
Sehenswürdigkeiten
Verwaltung
Das Rathaus ist im KOMM-IN dem neuen Dienstleistungszentrum und Verwaltungszentrum in der Gemeinde Neulingen.
- KOMM-IN
- Schloßstraße 2
- 75245 Neulingen
- Telefon: (0 72 37) 4 28 - 44
- Telefax: (0 72 37) 4 28 - 45
- E-Mail:
info
neulingen.de
Öffnungszeiten:
- Montag bis Freitag 08:30 - 12:00 und 14:30 - 18:00 Uhr
- Samstag 08:30 - 12:00 Uhr
Schulen
- Friedrich-Weinbrenner-Schule Bauschlott (Haupt-/Werkrealschule)
- Astrid-Lindgren-Schule Nußbaum (Grundschule)
- Grundschule Göbrichen
- Friedrich-Weinbrenner-Schule Bauschlott (Grundschule)
Partnerschaft
Neulingen unterhält seit 1990 eine Gemeindepartnerschaft mit Rubiera in der Reggio Emilia in Italien.
Sonstiges
- Flugmodellsportclub Neulingen[1] mit einem Flugplatz für Modellflugzeuge zwischen Bauschlott und Nußbaum
- Neidlingen, eine Wüstung auf Neulinger Gebiet
Weblinks
Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Illingen, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Kieselbronn, Knittlingen, Königsbach-Stein, Maulbronn, Mönsheim, Mühlacker, Neuenbürg, Neuhausen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Remchingen, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg bilden den Enzkreis.
