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Pforzheimer Kleinbahn: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Die Kleinbahn wurde am [[2. Januar]] [[1900]] mit der Strecke Ittersbach - Brötzingen eröffnet. Am [[2. Juli]] [[1901]] fuhr sie erstmals bis zum [[Leopoldsplatz]].
Die Kleinbahn wurde von der [[Badischen Lokal-Eisenbahnen AG]] (BLEAG) am [[2. Januar]] [[1900]] im Streckenabschnitt Ittersbach - [[Brötzingen]] als Zweigstrecke der [[Albtalbahn]] eröffnet. Am [[2. Juli]] [[1901]] fuhr sie erstmals bis zum [[Leopoldsplatz]]. Der Abschnitt Brötzingen - Pforzheim Leopoldsplatz wurde [[1909]] von der Stadt Pforzheim erworben und in die [[1911]] eröffnete [[Pforzheimer Straßenbahn]] integriert.


Die Strecke wurde ursprünglich von Dampfzügen befahren, erst [[1910]] wurde die Strecke elektrifiziert.
Die Strecke wurde ursprünglich von Dampfzügen befahren, erst 1911 wurde die Strecke elektrifiziert. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde der elektrische Betrieb jedoch wieder aufgegeben, die Fahrleitung [[1918]] abgebaut.


Der defizitäre Streckenabschnitt Ittersbach - Brötzingen wurde während der Weltwirtschaftskrise zum [[1. Februar]] [[1931]] von der BLEAG aus Geldmangel eingestellt. Innerhalb kurzer Zeit übernahm die Stadt Pforzheim die für die Arbeiterbeförderung wichtige Strecke, ließ sie wieder elektrifizieren und eröffnete sie am [[24. Mai]] 1931 als „Städtische Kleinbahn Pforzheim“ neu. Am [[26. September]] 1931 meldete die BLEAG Konkurs an, und ihre verbleibenden Strecken wurden zum [[1. Januar]] [[1932]] von der ''Deutschen Eisenbahn-Betriebsgesellschaft'' (DEBG) übernommen.
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kam die Betreibergesellschaft, die ''Badische Lokaleisenbahn-Aktiengesellschaft'' (Bleag), in eine aussichtslose Lage, so dass die Stadt Pforzheim die Bahn kaufte, erneut elektrifizierte und am [[24. Mai]] [[1931]] eröffnete man die Strecke erneut, diesemal unter dem Namen '''Kleinbahn der Stadt Pforzheim'''.


Zurückgehende Fahrgastzahlen wegen einer ungünstigen Trassierung und zunehmende Individualmotorisierung führten in den [[1960er]]-Jahren zum Beschluss, die Bahn durch eine Buslinie zu ersetzen. Der [[Tornado#1968|Tornado]] im Sommer [[1968]] zerstörte den Streckenabschnitt [[Brötzingen]] Dietlingen.
Zurückgehende Fahrgastzahlen wegen einer ungünstigen Trassierung und zunehmende Individualmotorisierung führten in den [[1960er]]-Jahren zum Beschluss, die Bahn durch eine Buslinie zu ersetzen. Der [[Tornado#1968|Tornado]] im Sommer [[1968]] zerstörte den Streckenabschnitt Brötzingen - Dietlingen.


Man entschied sich gegen eine Reparatur der zerstörten Gleistrasse und legte die Kleinbahn am [[3. August]] [[1968]] still.
Man entschied sich gegen eine Reparatur der zerstörten Gleistrasse und legte die Kleinbahn am [[3. August]] [[1968]] still.
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== Zukunft ==
== Zukunft ==
Es ist geplant, die Bahnverbindung Pforzheim Ittersbach mit Normalspur und ''DUEWAG GT 8-100''-Triebwagen wiederzubeleben, allerdings mit einer südöstlicheren Streckenführung von Ittersbach über [[Straubenhardt]] nach [[Neuenbürg]], wo die Strecke in die [[Enztalbahn]] einmünden könnte. Eine standardisierte Bewertung hat allerdings ergeben, dass der Trassenbau zwischen Ittersbach und Pforzheim in Zeiten knapper Fördermittel zu kostspielig ist.
Es gibt Überlegungen, die Bahnverbindung Pforzheim - Ittersbach mit Normalspur und ''DUEWAG GT 8-100''-Triebwagen wiederzubeleben, aber mit einer südöstlicheren Streckenführung von Ittersbach über [[Straubenhardt]] nach [[Neuenbürg]], wo die Strecke in die [[Enztalbahn]] einmünden könnte. Eine standardisierte Bewertung hat allerdings ergeben, dass der Trassenbau zwischen Ittersbach und Pforzheim in Zeiten knapper Fördermittel zu kostspielig ist.


== Nutzung als Radweg ==
== Nutzung als Radweg ==
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== Quellen ==
== Quellen ==
* "Der Blick zurück", [[Pforzheimer Zeitung]], Ausgabe 176 vom [[3. August]] [[1978]], Seite 21
* "Der Blick zurück", [[Pforzheimer Zeitung]], Ausgabe 176 vom [[3. August]] [[1978]], Seite 21
* [[Kurt Schwab]]: ''Straßen- und Kleinbahn in Pforzheim.'' Nordhorn: Verlag Kenning, 1997, ISBN 3-927587-64-8
* Klaus Bindewald: ''Die Albtalbahn: Geschichte mit Zukunft - Von der Schmalspurbahn zur modernen Stadtbahn.'' Ubstadt-Weiher: Verlag Regionalkultur, 1998, ISBN 3-929366-79-7


[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]

Version vom 19. Juli 2009, 12:42 Uhr

Bildergalerie: weitere Bilder zu diesem Artikel finden sich auf Pforzheimer Kleinbahn (Galerie)
Museal erhaltener Kleinbahn-Triebwagen und Beiwagen am Omnibusbetriebshof, Juli 1996
Mastfundament der Oberleitung auf dem früheren Bahndamm am Radweg EllmendingenWeiler

Die Pforzheimer Kleinbahn war eine 19 km lange Schmalspurbahn, die Pforzheim mit Dietlingen, Ellmendingen und Ittersbach verband. Ihrer idyllischen Streckenführung hat sie den Beinamen Panoramabahn zu verdanken.

Geschichte

Die Kleinbahn wurde von der Badischen Lokal-Eisenbahnen AG (BLEAG) am 2. Januar 1900 im Streckenabschnitt Ittersbach - Brötzingen als Zweigstrecke der Albtalbahn eröffnet. Am 2. Juli 1901 fuhr sie erstmals bis zum Leopoldsplatz. Der Abschnitt Brötzingen - Pforzheim Leopoldsplatz wurde 1909 von der Stadt Pforzheim erworben und in die 1911 eröffnete Pforzheimer Straßenbahn integriert.

Die Strecke wurde ursprünglich von Dampfzügen befahren, erst 1911 wurde die Strecke elektrifiziert. Im Ersten Weltkrieg wurde der elektrische Betrieb jedoch wieder aufgegeben, die Fahrleitung 1918 abgebaut.

Der defizitäre Streckenabschnitt Ittersbach - Brötzingen wurde während der Weltwirtschaftskrise zum 1. Februar 1931 von der BLEAG aus Geldmangel eingestellt. Innerhalb kurzer Zeit übernahm die Stadt Pforzheim die für die Arbeiterbeförderung wichtige Strecke, ließ sie wieder elektrifizieren und eröffnete sie am 24. Mai 1931 als „Städtische Kleinbahn Pforzheim“ neu. Am 26. September 1931 meldete die BLEAG Konkurs an, und ihre verbleibenden Strecken wurden zum 1. Januar 1932 von der Deutschen Eisenbahn-Betriebsgesellschaft (DEBG) übernommen.

Zurückgehende Fahrgastzahlen wegen einer ungünstigen Trassierung und zunehmende Individualmotorisierung führten in den 1960er-Jahren zum Beschluss, die Bahn durch eine Buslinie zu ersetzen. Der Tornado im Sommer 1968 zerstörte den Streckenabschnitt Brötzingen - Dietlingen.

Man entschied sich gegen eine Reparatur der zerstörten Gleistrasse und legte die Kleinbahn am 3. August 1968 still.

Gegenwart

Nachfolger der Kleinbahn wurde die Omnibuslinie A der Stadtwerke Pforzheim Verkehrsbetriebe von Pforzheim nach Ittersbach, heute die Buslinie 720 der Städtischen Verkehrsbetriebe Pforzheim.

Zukunft

Es gibt Überlegungen, die Bahnverbindung Pforzheim - Ittersbach mit Normalspur und DUEWAG GT 8-100-Triebwagen wiederzubeleben, aber mit einer südöstlicheren Streckenführung von Ittersbach über Straubenhardt nach Neuenbürg, wo die Strecke in die Enztalbahn einmünden könnte. Eine standardisierte Bewertung hat allerdings ergeben, dass der Trassenbau zwischen Ittersbach und Pforzheim in Zeiten knapper Fördermittel zu kostspielig ist.

Nutzung als Radweg

Einige kleinere Abschnitte der Strecke können als Radweg genutzt werden. So stellt der Aufstieg der Bahn von Brötzingen aus parallel zum Arlinger eine relativ gemächliche Möglichkeit, das Enztal per Rad Richtung Pfinztal und Karlsruhe zu verlassen. Innerhalb des Baugebiets muss dabei einmal auf eine parallele Straße ausgewichen werden.

Karte

OpenStreetMap
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Weblinks

Quellen

  • "Der Blick zurück", Pforzheimer Zeitung, Ausgabe 176 vom 3. August 1978, Seite 21
  • Kurt Schwab: Straßen- und Kleinbahn in Pforzheim. Nordhorn: Verlag Kenning, 1997, ISBN 3-927587-64-8
  • Klaus Bindewald: Die Albtalbahn: Geschichte mit Zukunft - Von der Schmalspurbahn zur modernen Stadtbahn. Ubstadt-Weiher: Verlag Regionalkultur, 1998, ISBN 3-929366-79-7