Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
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Rudersberg: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Rudersberg''' in [[Calw]] liegt in einer Flussschleife der [[Nagold (Fluss)|Nagold]] und erhebt sich etwa 80 Meter über die Talsohle. |
Der '''Rudersberg''' in [[Calw]] liegt in einer Flussschleife der [[Nagold (Fluss)|Nagold]] und erhebt sich etwa 80 Meter über die Talsohle. Der Umlaufberg am Ostrand des Schwarzwaldes liegt etwa 1,5 Kilometer südlich von Calw und ict 410 Meter hoch. |
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Nach West-Süd-West ist der Ruderberg mit dem [[Schwarzwald]] verbunden, ansonsten von der Nagold umflossen. |
Nach West-Süd-West ist der Ruderberg mit dem [[Schwarzwald]] durch einen schmalen Sattel verbunden, ansonsten von der Nagold umflossen. Der Gipfel des Berges wird von einer länglichen Kuppe von ca. 1 ha gebildet. |
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Richtung Schwarzwald und auf der Nordseite gibt es Reste einer doppelten Wallanlage. Der innere Wall hat an der Westseite noch die maximale Höhe von etwa 5,80 Meter. An der Nordseite ist er deutlich schwächer erhalten. Der äußere Wall verläuft cirka zehn Meter tiefer und ist etwa 2,5 Meter hoch. |
Richtung Schwarzwald und auf der Nordseite gibt es Reste einer doppelten Wallanlage. Der innere Wall hat an der Westseite noch die maximale Höhe von etwa 5,80 Meter. An der Nordseite ist er deutlich schwächer erhalten. Der äußere Wall verläuft cirka zehn Meter tiefer und ist etwa 2,5 Meter hoch. |
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Der einzig erkennbare Zugang befindet sich an der Südseite aus Richtung [[Kentheim]] kommend. |
Der einzig erkennbare Zugang befindet sich an der Südseite aus Richtung [[Kentheim]] kommend. Der Steilhang im Süden der Bergkuppe zeigt keine Spuren einer Befestigung. Entweder war es topoghrafisch unnötig den Steilhang zu befestigen, oder die Befestigung ist im Laufe der Zeit abgerutscht. |
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Auf dem Berg gab es einige Jungsteinzeitliche (4./3. Jahrtausend v.Chr.) Funde. Aus der Urnenfelderkultur (12. – 8. Jahrhundert v.Chr.) sind einige mehr Funde vorhanden. Die meisten Funde stammen aus der [[Kelten|keltischen]] Frühlatènezeit (5./4. Jahrhundert v.Chr.). |
Auf dem Berg gab es einige Jungsteinzeitliche (4./3. Jahrtausend v.Chr.) Funde. Aus der Urnenfelderkultur (12. – 8. Jahrhundert v.Chr.) sind einige mehr Funde vorhanden. Die meisten Funde stammen aus der [[Kelten|keltischen]] Frühlatènezeit (5./4. Jahrhundert v.Chr.). |
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Die ersten großen Untersuchungen fanden 1921 durch Prof. Steudel und F. Hertlein am inneren Wall statt. |
Die ersten großen Untersuchungen fanden 1921 durch Prof. Steudel und F. Hertlein am inneren Wall statt. |
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1984 wurde im Rahmen des Schwerpunktprogramms ''Atlas der archäologischen Geländedenkmäler in Baden-Württemberg'' eine rechteckige Struktur von etwa 18 x 15 m dokumentiert. |
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Als im Dezember 2000 der Orkan [[Lothar]] das gesamte westliche Drittel der Gipfelkuppe entwaldete wurden dabei im Bereich der rechteckigen Struktur Teile von Mauerwerk freigelegt. |
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In den Jahren [[2002]] - [[2003]] gab es durch as Landesdenkmalamt mit Unterstützung des Schwarzwaldvereins Calw und der Stadt Calw erneute Untersuchungen. Dabei wurden zwei Bauphasen festgestellt. Eine eine Holz-Erde-Stein Mauer aus der Frühlatènezeit und eine auf der Ruine errichtete zweite Trockenmauer aus dem frühen Mittelalter (7./8. Jahrhundert). Aus dieser Zeit stammt auch ein noch erkennbarer rechteckiger Gebäudegrundriss. |
In den Jahren [[2002]] - [[2003]] gab es durch as Landesdenkmalamt mit Unterstützung des Schwarzwaldvereins Calw und der Stadt Calw erneute Untersuchungen. Dabei wurden zwei Bauphasen festgestellt. Eine eine Holz-Erde-Stein Mauer aus der Frühlatènezeit und eine auf der Ruine errichtete zweite Trockenmauer aus dem frühen Mittelalter (7./8. Jahrhundert). Aus dieser Zeit stammt auch ein noch erkennbarer rechteckiger Gebäudegrundriss. |
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Version vom 25. Februar 2009, 10:33 Uhr
Der Rudersberg in Calw liegt in einer Flussschleife der Nagold und erhebt sich etwa 80 Meter über die Talsohle. Der Umlaufberg am Ostrand des Schwarzwaldes liegt etwa 1,5 Kilometer südlich von Calw und ict 410 Meter hoch.
Nach West-Süd-West ist der Ruderberg mit dem Schwarzwald durch einen schmalen Sattel verbunden, ansonsten von der Nagold umflossen. Der Gipfel des Berges wird von einer länglichen Kuppe von ca. 1 ha gebildet.
Richtung Schwarzwald und auf der Nordseite gibt es Reste einer doppelten Wallanlage. Der innere Wall hat an der Westseite noch die maximale Höhe von etwa 5,80 Meter. An der Nordseite ist er deutlich schwächer erhalten. Der äußere Wall verläuft cirka zehn Meter tiefer und ist etwa 2,5 Meter hoch.
Der einzig erkennbare Zugang befindet sich an der Südseite aus Richtung Kentheim kommend. Der Steilhang im Süden der Bergkuppe zeigt keine Spuren einer Befestigung. Entweder war es topoghrafisch unnötig den Steilhang zu befestigen, oder die Befestigung ist im Laufe der Zeit abgerutscht.
Auf dem Berg gab es einige Jungsteinzeitliche (4./3. Jahrtausend v.Chr.) Funde. Aus der Urnenfelderkultur (12. – 8. Jahrhundert v.Chr.) sind einige mehr Funde vorhanden. Die meisten Funde stammen aus der keltischen Frühlatènezeit (5./4. Jahrhundert v.Chr.).
Die ersten großen Untersuchungen fanden 1921 durch Prof. Steudel und F. Hertlein am inneren Wall statt.
1984 wurde im Rahmen des Schwerpunktprogramms Atlas der archäologischen Geländedenkmäler in Baden-Württemberg eine rechteckige Struktur von etwa 18 x 15 m dokumentiert.
Als im Dezember 2000 der Orkan Lothar das gesamte westliche Drittel der Gipfelkuppe entwaldete wurden dabei im Bereich der rechteckigen Struktur Teile von Mauerwerk freigelegt.
In den Jahren 2002 - 2003 gab es durch as Landesdenkmalamt mit Unterstützung des Schwarzwaldvereins Calw und der Stadt Calw erneute Untersuchungen. Dabei wurden zwei Bauphasen festgestellt. Eine eine Holz-Erde-Stein Mauer aus der Frühlatènezeit und eine auf der Ruine errichtete zweite Trockenmauer aus dem frühen Mittelalter (7./8. Jahrhundert). Aus dieser Zeit stammt auch ein noch erkennbarer rechteckiger Gebäudegrundriss.
Aus dem späten Mittelalter oder noch jünger sind die Spuren von Ackerterrassen auf der westlichen Hochfläche.
Im Sattel gegen die westliche Hochfläche finden sich deutliche Spuren von Ackerterrassen, die aber wohl erst im späten Mittelalter oder der frühen Neuzeit angelegt wurden.
