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Erschießung französischer Widerstandskämpfer: Unterschied zwischen den Versionen
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== Das Ereignis == |
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Am 30. November 1944 wurden 25 im Pforzheimer [[Justizvollzugsanstalt Pforzheim|Gefängnis]] internierte Mitglieder der französischen Widerstandsgruppe ''Réseau Alliance'' von der Gestapo in den Hagenschieß gebracht und mit Genickschüssen getötet. |
Am 30. November 1944 wurden 25 im Pforzheimer [[Justizvollzugsanstalt Pforzheim|Gefängnis]] internierte Mitglieder der französischen Widerstandsgruppe ''Réseau Alliance'' von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in den Hagenschieß gebracht und mit Genickschüssen getötet. |
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Bei den Getöteten handelte es sich um 18 Männer und sieben Frauen, darunter eine Engländerin. Die Leichen wurden in einen Bombentrichter geworfen und mit Sand abgedeckt.<ref name="pz0801119">[[Pforzheimer Zeitung]] vom 19. Januar 2008, S. 28</ref> |
Bei den Getöteten handelte es sich um 18 Männer und sieben Frauen, darunter eine Engländerin. Die Leichen wurden in einen Bombentrichter geworfen und mit Sand abgedeckt.<ref name="pz0801119">[[Pforzheimer Zeitung]] vom 19. Januar 2008, S. 28</ref> |
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Während des Zweiten Weltkrieges war eine große Anzahl Widerstandskämpfer der ''Réseau Alliance'' im besetzten Frankreich durch die Gestapo verhaftet worden. Sie waren dann zunächst in verschiedenen französischen Gefängnissen, danach im Lager Schirmeck inhaftiert und wurden schließlich auf verschiedene Gefängnisse in [[Baden]] verteilt, darunter auch das Pforzheimer Gefängnis, wo die meisten der später im Hagenschieß Erschossenen am [[25. Januar]] 1944 eingeliefert wurden. Die Inhaftierten sollten in Scheinverfahren zum Tod verurteilt werden, wozu es jedoch aufgrund des Kriegsverlaufs größtenteils nicht mehr kam. Angesichts der näher rückenden alliierten Truppen wurden die noch nicht Verurteilten in Pforzheim und sechs weiteren badischen Städten durch ein Mordkommando der Gestapo beseitigt.<ref>[http://www.pforzheim.de/pls/portal/docs/PAGE/PRESSE/ARCHIV_PRESSEMITTEILUNGEN/PM_JAHR_2008/JAN_2008/GEDENKSTEINWIDERSTANDSK%C4MPFER.PDF ''Stadt Pforzheim gedenkt 25 erschossener Widerstandskämpfer''], Pressemitteilung der Stadt Pforzheim, 16. Januar 2008 (PDF, 75 kB)</ref> |
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Am 25. Januar [[2008]] wurde bei der Omnibuswendeschleife an der Haltestelle [[Hochschule Pforzheim|Hochschule]] der [[Buslinie 5]], etwa 1 km vom Ort des damaligen Geschehens entfernt, ein Gedenkstein zum Andenken an das Schicksal der französischen Widerstandskämpfer eingeweiht. |
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== Weblinks == |
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* [http://www.pforzheim.de/pls/portal/docs/PAGE/PRESSE/ARCHIV_PRESSEMITTEILUNGEN/PM_JAHR_2008/JAN_2008/GEDENKSTEINWIDERSTANDSK%C4MPFER.PDF |
* [http://www.pforzheim.de/pls/portal/docs/PAGE/PRESSE/ARCHIV_PRESSEMITTEILUNGEN/PM_JAHR_2008/JAN_2008/GEDENKSTEINWIDERSTANDSK%C4MPFER.PDF ''Stadt Pforzheim gedenkt 25 erschossener Widerstandskämpfer''], Pressemitteilung der Stadt Pforzheim, 16. Januar 2008 (PDF, 75 kB) |
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* [http://www.mil-blog.de/?p=831 Video von der Gedenkfeier mit Enthüllung des Gedenksteins] (ca. 30 Minuten) auf ''MIL-Blog'' |
* [http://www.mil-blog.de/?p=831 Video von der Gedenkfeier mit Enthüllung des Gedenksteins] (ca. 30 Minuten) auf ''MIL-Blog'' |
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* {{Wikipedia|Geheime_Staatspolizei|Gestapo}} |
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== Einzelnachweise == |
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Version vom 31. Januar 2008, 20:17 Uhr
Die Erschießung französischer Widerstandskämpfer im Hagenschießwald bei Pforzheim am 30. November 1944 geschah gegen Ende des Zweiten Weltkrieges.
Das Ereignis
Am 30. November 1944 wurden 25 im Pforzheimer Gefängnis internierte Mitglieder der französischen Widerstandsgruppe Réseau Alliance von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in den Hagenschieß gebracht und mit Genickschüssen getötet.
Bei den Getöteten handelte es sich um 18 Männer und sieben Frauen, darunter eine Engländerin. Die Leichen wurden in einen Bombentrichter geworfen und mit Sand abgedeckt.[1]
Während des Zweiten Weltkrieges war eine große Anzahl Widerstandskämpfer der Réseau Alliance im besetzten Frankreich durch die Gestapo verhaftet worden. Sie waren dann zunächst in verschiedenen französischen Gefängnissen, danach im Lager Schirmeck inhaftiert und wurden schließlich auf verschiedene Gefängnisse in Baden verteilt, darunter auch das Pforzheimer Gefängnis, wo die meisten der später im Hagenschieß Erschossenen am 25. Januar 1944 eingeliefert wurden. Die Inhaftierten sollten in Scheinverfahren zum Tod verurteilt werden, wozu es jedoch aufgrund des Kriegsverlaufs größtenteils nicht mehr kam. Angesichts der näher rückenden alliierten Truppen wurden die noch nicht Verurteilten in Pforzheim und sechs weiteren badischen Städten durch ein Mordkommando der Gestapo beseitigt.[2]
Französische Reaktion
Nach der Besetzung Pforzheims durch französische Truppen im Frühjahr 1945 ließen diese Ende Mai die Toten exhumieren. Ihren ersten Plan, als Vergeltung 25 Pforzheimer Bürger erschießen zu lassen, konnte der kommissarische Oberbürgermeister Wilhelm Becker durch couragiertes Auftreten abwenden. Die Pforzheimer Bevölkerung wurde per Plakatanschlag aufgefordert, am Samstag, dem 26. Mai, das Massengrab persönlich in Augenschein zu nehmen und am Sonntag, dem 27. Mai, an der militärischen Beisetzungsfeier vor dem Hauptfriedhof teilzunehmen. Im Jahr 1947 wurden die Toten nach Frankreich überführt.[1]
Gedenken
Am 25. Januar 2008 wurde bei der Omnibuswendeschleife an der Haltestelle Hochschule der Buslinie 5, etwa 1 km vom Ort des damaligen Geschehens entfernt, ein Gedenkstein zum Andenken an das Schicksal der französischen Widerstandskämpfer eingeweiht.
Weblinks
- Stadt Pforzheim gedenkt 25 erschossener Widerstandskämpfer, Pressemitteilung der Stadt Pforzheim, 16. Januar 2008 (PDF, 75 kB)
- Video von der Gedenkfeier mit Enthüllung des Gedenksteins (ca. 30 Minuten) auf MIL-Blog
- Wikipedia zum Thema „Gestapo”
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Pforzheimer Zeitung vom 19. Januar 2008, S. 28
- ↑ Stadt Pforzheim gedenkt 25 erschossener Widerstandskämpfer, Pressemitteilung der Stadt Pforzheim, 16. Januar 2008 (PDF, 75 kB)