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Gaststätte Kupferhammer (Pforzheim): Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Die '''Gaststätte Kupferhammer''' ist ein Ausflugsziel in [[Pforzheim]] mit angeschlossenem [[Biergarten]].
Die '''Gaststätte Kupferhammer''' ist ein Ausflugsziel in [[Pforzheim]] mit angeschlossenem [[Biergarten]].
Die Gaststätte geht auf die historische Hammerschmiede [[Kupferhammer]] zurück.
Die Gaststätte geht auf die historische Hammerschmiede [[Kupferhammer]] zurück.























== Die Gaststätte „Kupferhammer“ während des Kriegs 1942 bis 1945 ==
== Die Gaststätte „Kupferhammer“ während des Kriegs 1942 bis 1945 ==


In der Gaststätte Kupferhammer existierte von 1942-1945 ein Lager für 80 – 90 Zwangsarbeiterinnen und deren Kinder aus Russland und der Ukraine. Die
In der Gaststätte Kupferhammer existierte von 1942-1945 ein Lager für 80 – 90 Zwangsarbeiterinnen und deren Kinder aus Russland und der Ukraine. Die Silberwarenfabrik [[Lutz & Weiss GmbH]] ließ den Verbindungsbau zwischen der Wirtschaft und dem hinteren quer stehenden Gebäude, einer Eisstangenfabrik, zu einem Lager umbauen. In dem 160 Quadratmeter großen Raum standen 44 Stockbetten. Ein Waschraum, Toiletten und eine kleine Küche waren in der Veranda über dem Mühlenkanal eingerichtet.
Silberwarenfabrik [[Lutz & Weiss GmbH]] ließ den Verbindungsbau zwischen der Wirtschaft und dem hinteren quer stehenden Gebäude, einer Eisstangenfabrik zu einem Lager umbauen. In dem 160 Quadratmeter großen Raum standen 44 Stockbetten. Ein Waschraum, Toiletten und eine kleine Küche waren in der Veranda über dem Mühlenkanal eingerichtet.
Die Fenster zur Straße hin wurden nicht nur vergittert, sondern auch blau angestrichen, um die Sicht von außen in das Lager zu verwehren. Nur die Oberlichter konnten zur Belüftung geöffnet werden.
Die Fenster zur Straße hin wurden nicht nur vergittert, sondern auch blau angestrichen, um die Sicht von außen in das Lager zu verwehren. Nur die Oberlichter konnten zur Belüftung geöffnet werden.


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; Zerstörung des Lagers im Kupferhammer am 4. März 1945
; Zerstörung des Lagers im Kupferhammer am 4. März 1945
Der Kupferhammer wurde durch „Fliegerangriffe oder Artilleriebeschuss teilzerstört“
Der Kupferhammer wurde durch „Fliegerangriffe oder Artilleriebeschuss teilzerstört“.<ref>Stadtarchiv: Schadenskarte 1944-1945.</ref> Zerstört wurde der Verbindungsbau zwischen den zwei Hauptgebäuden – also der Saal, in dem die Zwangsarbeiterinnen mit ihren Kindern hausen mussten.
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Am 4.&nbsp;März 1945 flogen um 10.24&nbsp;Uhr Bomber der amerikanischen Airforce die Stadt an und warfen in der Gegend der [[Bleichstraße]] und beim Kupferhammer Explosiv- und Brandbomben ab. Begleitende Jagdbomber schossen dort auf die Menschenmenge und töteten nach Zeugenaussagen mehr als 100&nbsp;Personen.
<ref>&nbsp;Stadtarchiv: Schadenskarte 1944-1945.</ref>. Zerstört wurde der Verbindungsbau zwischen den zwei Hauptgebäuden – also der Saal, in dem die Zwangsarbeiterinnen mit ihren Kindern hausen mussten.
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Die Zwangsarbeiterinnen, die die [[Luftangriff auf Pforzheim|Bombardierung am 23.&nbsp;Februar 1945]] überlebt hatten, waren als Gefangene der Firma Lutz&nbsp;&&nbsp;Weiss im vergitterten Zwischenbau den Luftangriffen ausgesetzt. Wahrscheinlich sind sie mit ihren Kindern unter den Opfern gewesen.
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Am 4. März 1945 flogen um 10.24 Uhr Bomber der amerikanischen Airforce die Stadt an und warfen in der Gegend der Bleichstraße und beim Kupferhammer Explosiv- und Brandbomben ab. Begleitende Jagdbomber schossen dort auf die Menschenmenge und töteten nach Zeugenaussagen mehr als 100 Personen.
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Opfer waren auch Menschen, die dort auf Verpflegung warteten, denn am Kupferhammer befand sich für die Ausgebombten eine Essens-Ausgabe-Stelle mit Suppenküche.
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:Die Zwangsarbeiterinnen, die die Bombardierung am 23. Februar 1945 überlebt hatten, waren als Gefangene der Firma Weiß&Lutz im vergitterten Zwischenbau den Luftangriffen ausgesetzt. Wahrscheinlich sind sie mit ihren Kindern unter den Opfern gewesen.
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Opfer waren auch Menschen, die dort auf Verpflegung warteten, denn am Kupferhammer befand sich für die Ausgebombten eine Essens-Ausgabe-Stellen mit Suppenküche.



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Aktuelle Version vom 21. Oktober 2026, 12:34 Uhr

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Die Gaststätte Kupferhammer
Die Gaststätte beim Kupferhammer 1914

Die Gaststätte Kupferhammer ist ein Ausflugsziel in Pforzheim mit angeschlossenem Biergarten. Die Gaststätte geht auf die historische Hammerschmiede Kupferhammer zurück.

Die Gaststätte „Kupferhammer“ während des Kriegs 1942 bis 1945

In der Gaststätte Kupferhammer existierte von 1942-1945 ein Lager für 80 – 90 Zwangsarbeiterinnen und deren Kinder aus Russland und der Ukraine. Die Silberwarenfabrik Lutz & Weiss GmbH ließ den Verbindungsbau zwischen der Wirtschaft und dem hinteren quer stehenden Gebäude, einer Eisstangenfabrik, zu einem Lager umbauen. In dem 160 Quadratmeter großen Raum standen 44 Stockbetten. Ein Waschraum, Toiletten und eine kleine Küche waren in der Veranda über dem Mühlenkanal eingerichtet. Die Fenster zur Straße hin wurden nicht nur vergittert, sondern auch blau angestrichen, um die Sicht von außen in das Lager zu verwehren. Nur die Oberlichter konnten zur Belüftung geöffnet werden.

Kleinkinder und Babys starben

1944 starben in dem Lager sechs Kinder im Alter von fünf Wochen bis vier Jahren. Geburt und Tod sind beim Standesamt Pforzheim beurkundet. Auf ihr Schicksal weisen „Stolpersteine“ vor der Wirtschaft hin.

Zerstörung des Lagers im Kupferhammer am 4. März 1945

Der Kupferhammer wurde durch „Fliegerangriffe oder Artilleriebeschuss teilzerstört“.[1] Zerstört wurde der Verbindungsbau zwischen den zwei Hauptgebäuden – also der Saal, in dem die Zwangsarbeiterinnen mit ihren Kindern hausen mussten. Am 4. März 1945 flogen um 10.24 Uhr Bomber der amerikanischen Airforce die Stadt an und warfen in der Gegend der Bleichstraße und beim Kupferhammer Explosiv- und Brandbomben ab. Begleitende Jagdbomber schossen dort auf die Menschenmenge und töteten nach Zeugenaussagen mehr als 100 Personen. Die Zwangsarbeiterinnen, die die Bombardierung am 23. Februar 1945 überlebt hatten, waren als Gefangene der Firma Lutz & Weiss im vergitterten Zwischenbau den Luftangriffen ausgesetzt. Wahrscheinlich sind sie mit ihren Kindern unter den Opfern gewesen. Opfer waren auch Menschen, die dort auf Verpflegung warteten, denn am Kupferhammer befand sich für die Ausgebombten eine Essens-Ausgabe-Stelle mit Suppenküche.

Adresse

Gaststätte Kupferhammer
Am Kupferhammer 1
75181 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 67 71 2

ÖPNV

(H)  nächste Haltestelle: Kupferhammer    


Einzelnachweise

  1. ↑ Stadtarchiv: Schadenskarte 1944-1945.