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Der Königsbacher Kaufmann Löw Stern machte den Kauf des Grundstücks für den Friedhof möglich. Bis dahin mußten die Toten der jüdischen Gemeinde Königsbach nach Obergrombach gebracht werden um dort Beigesetzt zu werden. Löw Stern ist einer der circa 140 in Königsbach beerdigten Juden. |
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Version vom 31. März 2007, 13:52 Uhr
Juden gehören seit dem Mittelalter zur Bevölkerung in der Region.
Pforzheim
Geschichte bis 1945
Aus dem Mittelalter gibt es spärliche Hinweise auf eine jüdische Gemeinde in Pforzheim. Juden werden in den Berichten um die als Märtyrerin verehrte Margaretha von Pforzheim für ihre Ermordung im Jahr 1260 oder 1267 verantwortlich gemacht; siehe dazu auch Das von den Juden getötete Mägdlein (Sage). Aus dem späten Mittelalter ist der Straßenname "Judengasse" oder "Judengässlein" überliefert, bei dem es sich wahrscheinlich um den westlichen Teil der heutigen Barfüßergasse handelte.
Die älteste bekannte Erwähnung eines jüdischen Betsaals in Pforzheim stammt von 1709. Im Jahr 1810 zählt die Jüdische Gemeinde in Pforzheim 95 Mitglieder; ihre erste Synagoge richtet sie 1812 an der Metzgerstraße ein.
Der repräsentative Nachfolgebau wird 1893 an der Zerrennerstraße 26, am heutigen Platz der Synagoge, eingeweiht. Um 1900 zählt die Jüdische Gemeinde knapp 450 Mitglieder.
Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus am 30. Januar 1933 setzt die staatlich organisierte Judenverfolgung ein. Juden werden auch in Pforzheim aus dem Wirtschaftsleben gedrängt und vom öffentlichen Leben ausgeschlossen. Die jüdische Bevölkerung Pforzheims umfasst im Juni 1933 770 Personen.
In der Reichspogromnacht vom 9. November auf den 10. November 1938 verwüstet die SA die Pforzheimer Synagoge. In der Folgezeit wandert ein Großteil der in Pforzheim lebenden Juden ins Ausland aus. Die Synagoge wird 1939 abgerissen, die Kosten hierfür der Jüdischen Gemeinde auferlegt.
Am 15. Oktober 1940 weist das badische Innenministerium die ihm unterstellten Polizeidirektionen an, alle Juden auszuweisen, ausgenommen nur transportunfähige Kranke, ausländische Staatsangehörige und mit "Ariern" verheiratete Juden. Am 22. Oktober werden 182 Juden aus Pforzheim abtransportiert, darunter auch einige Personen, die zuvor in Königsbach wohnhaft waren. Nur wenige bleiben zurück, nach einem Bericht von 1941 leben noch 33 Juden in Pforzheim.
Die aus Baden und zur gleichen Zeit aus der Pfalz deportierten Juden kommen in das südfranzösische Lager Gurs und vegetieren dort unter katastrophalen hygienischen und sanitären Bedingungen, denen zahlreiche Lagerinsassen zum Opfer fallen. Die noch im Lager befindlichen Überlebenden werden ab 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz abtransportiert.
Gegenwart
Siehe Synagoge.
Königsbach
In Königsbach gab es bis zur Judenverfolgung im Nationalsozialismus eine jüdische Gemeinde. Ihre 1834 erbaute Synagoge wurde ebenfalls in der Reichspogromnacht 1938 zerstört.
Ein jüdischer Friedhof ist in Königsbach noch erhalten. Am Rande des Wohngebiets "Steidig" liegt der 1872 gegründete jüdische Friedhof, auf dem 1940 die letzte Bestattung stattfand. Der Königsbacher Kaufmann Löw Stern machte den Kauf des Grundstücks für den Friedhof möglich. Bis dahin mußten die Toten der jüdischen Gemeinde Königsbach nach Obergrombach gebracht werden um dort Beigesetzt zu werden. Löw Stern ist einer der circa 140 in Königsbach beerdigten Juden. Für die Opfer der NS-Zeit wurde auf dem Friedhof ein Gedenkstein errichtet.
siehe auch
Literatur
- Hans Georg Zier: Geschichte der Stadt Pforzheim, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0234-6
- Gerhard Brändle, Jüdische Gotteshäuser in Pforzheim, Verlag der Stadt Pforzheim (1990), ISBN 978-3980084352
- Gerhard Brändle, Die jüdischen Mitbürger der Stadt Pforzheim, Verlag der Stadt Pforzheim (1985)
Weblinks
- - - - Vorlage veraltet, bitte nicht mehr benutzen! - - - Weiteres siehe Vorlage:Homepage2 - - - Link war: Offizielle Webpräsenz „Israelitische Kultusgemeinde Pforzheim”
- - - - Vorlage veraltet, bitte nicht mehr benutzen! - - - Weiteres siehe Vorlage:Homepage2 - - - Link war: Offizielle Webpräsenz „Alemannia Judaica” – Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
- - - - Vorlage veraltet, bitte nicht mehr benutzen! - - - Weiteres siehe Vorlage:Stadtwiki Karlsruhe2 - - - Link war: Das Stadtwiki Karlsruhe zum Thema „Juden in Karlsruhe”
- - - - Vorlage veraltet, bitte nicht mehr benutzen! - - - Weiteres siehe Vorlage:Wikipedia2 - - - Link war: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Judentum”