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Ölbronn: Unterschied zwischen den Versionen

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Einzelne Funde legen schon eine sporatische Besiedelung in der jüngeren Steinzeit (4000 bis 2000 vor Christus) nahe. Aus der [[Kelten]]zeit ist eine relativ dichte Besiedelung nach zu weisen. Im Erlenbachtal und Mühlau gibt es einige keltische Grabhügel. Aus [[Römer|römischer Zeit]] sind ebenfalls Funde vorhanden. Die Römer wurden dann von den Alemannen (etwa 260 nach Christus) verdrängt und die meisten Zeugnisse römischer Besiedlung zerstört. Als nächstes kamen die Franken (etwa 496) und christianisierten die Gegend.
Einzelne Funde legen schon eine sporatische Besiedelung in der jüngeren Steinzeit (4000 bis 2000 vor Christus) nahe. Aus der [[Kelten]]zeit ist eine relativ dichte Besiedelung nach zu weisen. Im Erlenbachtal und Mühlau gibt es einige keltische Grabhügel. Aus [[Römer|römischer Zeit]] sind ebenfalls Funde vorhanden. Die Römer wurden dann von den Alemannen (etwa 260 nach Christus) verdrängt und die meisten Zeugnisse römischer Besiedlung zerstört. Als nächstes kamen die Franken (etwa 496) und christianisierten die Gegend.


Das Dorf ''[[Mühlhausen am Brühl|Mulinhusen (=Mühlhausen)]]'' lag auf der Ölbronner Gemarkung, es wurde [[790]] erstmals und [[892]] letztmals im [[Lorscher Codex]] erwähnt.
Das Dorf ''[[Mühlhausen am Brühl|Mulehusen (=Mühlhausen)]]'' lag auf der Ölbronner Gemarkung, es wurde [[790]] erstmals und [[892]] letztmals im [[Lorscher Codex]] erwähnt.


Ölbronn ist als Nachfolgesiedlung für das vermutlich [[926]] zerstörte Mühlhausen an zu sehen. Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen ''Elebrunnen'' stammt aus dem Jahr [[1244]]. Ab diesem Jahr gehörte Ölbronn zum [[Kloster Maulbronn]]. [[1504]] kam der Ort unter pfälzischer Schirmherrschaft.
Ölbronn ist als Nachfolgesiedlung für das vermutlich [[926]] zerstörte Mühlhausen an zu sehen. Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen ''Elebrunnen'' stammt aus dem Jahr [[1244]]. Ab diesem Jahr gehörte Ölbronn zum [[Kloster Maulbronn]]. [[1504]] kam der Ort unter pfälzischer Schirmherrschaft.


Im [[dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigem Krieg]] wurde das Dorf am [[13. Juli]] [[1622]] überfallen und gänzlich niedergebrannt. Ein Haus in der Oberen Steinbeisstraße 32 blieb übrig, es ist mit [[1562]] bezeichnet. Es gab von etwa [[1300]] bis [[1350]] eine Kirche, die ebenfalls 1622 zerstört wurde. Vor [[1690]] wurde sie, teilweise auf den alten Grundmauern, wieder als Wehrkirche aufgebaut. Die Kirche wurde [[1748]] deutlich erweitert. [[1881]] wurde der sechzehm Meter hohe Turm abgerissen und ein 36 Meter hoher Turm erbaut. Im [[19. Jahrhundert]] gab es größere Auswanderungswellen in Ölbronn.
Im [[dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigem Krieg]] wurde das Dorf am [[13. Juli]] [[1622]] überfallen und gänzlich niedergebrannt. Ein Haus in der Oberen Steinbeisstraße 32 blieb übrig, es ist mit [[1562]] bezeichnet. Es gab von etwa [[1300]] bis [[1350]] eine Kirche, die ebenfalls 1622 zerstört wurde. Vor [[1690]] wurde sie, teilweise auf den alten Grundmauern, wieder als Wehrkirche aufgebaut. Die Kirche wurde [[1748]] deutlich erweitert. [[1881]] wurde der sechzehn Meter hohe Turm abgerissen und ein 36 Meter hoher Turm erbaut. Im [[19. Jahrhundert]] gab es größere Auswanderungswellen in Ölbronn.
Der Ort erlebte [[1853]] einen wesentlichen Aufschwung durch den Bahnhaltepunkt der Eisenbahnlinie [[Mühlacker]] - Bruchsal. Ölbronn wandelte sich schnell von einer kleinbäuerlichen Wirtschafts- und Sozialstruktur zur Arbeiterwohngemeinde. Dieser Bahnhaltepunkt wurde [[1993]] geschlossen. [[2004]] wurde wieder ein Haltepunkt, an der Stadtbahnstrecke [[Bretten]]-Mühlacker, eingerichtet. In beiden Weltkriegen hatte Ölbronn einige Opfer zu verbuchen. In den letzten Tagen des [[zweiter Weltkrieg|zweiten Weltkriegs]] wurde noch um Ölbronn gekämpft und der Ort beschoße und geplündert.
Der Ort erlebte [[1853]] einen wesentlichen Aufschwung durch den Bahnhaltepunkt der Eisenbahnlinie [[Mühlacker]] - Bruchsal. Ölbronn wandelte sich schnell von einer kleinbäuerlichen Wirtschafts- und Sozialstruktur zur Arbeiterwohngemeinde. Dieser Bahnhaltepunkt wurde [[1993]] geschlossen. [[2004]] wurde wieder ein Haltepunkt, an der Stadtbahnstrecke [[Bretten]]-Mühlacker, eingerichtet. In beiden Weltkriegen hatte Ölbronn einige Opfer zu verbuchen. In den letzten Tagen des [[zweiter Weltkrieg|zweiten Weltkriegs]] wurde noch um Ölbronn gekämpft und der Ort beschossen und geplündert.


== Landwirtschaft ==
== Landwirtschaft ==

Version vom 11. November 2012, 19:40 Uhr

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Die Ortsmitte Richtung Westen

Ölbronn ist ein Teilort der Gemeinde Ölbronn-Dürrn.

Geschichte

Einzelne Funde legen schon eine sporatische Besiedelung in der jüngeren Steinzeit (4000 bis 2000 vor Christus) nahe. Aus der Keltenzeit ist eine relativ dichte Besiedelung nach zu weisen. Im Erlenbachtal und Mühlau gibt es einige keltische Grabhügel. Aus römischer Zeit sind ebenfalls Funde vorhanden. Die Römer wurden dann von den Alemannen (etwa 260 nach Christus) verdrängt und die meisten Zeugnisse römischer Besiedlung zerstört. Als nächstes kamen die Franken (etwa 496) und christianisierten die Gegend.

Das Dorf Mulehusen (=Mühlhausen) lag auf der Ölbronner Gemarkung, es wurde 790 erstmals und 892 letztmals im Lorscher Codex erwähnt.

Ölbronn ist als Nachfolgesiedlung für das vermutlich 926 zerstörte Mühlhausen an zu sehen. Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Elebrunnen stammt aus dem Jahr 1244. Ab diesem Jahr gehörte Ölbronn zum Kloster Maulbronn. 1504 kam der Ort unter pfälzischer Schirmherrschaft.

Im dreißigjährigem Krieg wurde das Dorf am 13. Juli 1622 überfallen und gänzlich niedergebrannt. Ein Haus in der Oberen Steinbeisstraße 32 blieb übrig, es ist mit 1562 bezeichnet. Es gab von etwa 1300 bis 1350 eine Kirche, die ebenfalls 1622 zerstört wurde. Vor 1690 wurde sie, teilweise auf den alten Grundmauern, wieder als Wehrkirche aufgebaut. Die Kirche wurde 1748 deutlich erweitert. 1881 wurde der sechzehn Meter hohe Turm abgerissen und ein 36 Meter hoher Turm erbaut. Im 19. Jahrhundert gab es größere Auswanderungswellen in Ölbronn. Der Ort erlebte 1853 einen wesentlichen Aufschwung durch den Bahnhaltepunkt der Eisenbahnlinie Mühlacker - Bruchsal. Ölbronn wandelte sich schnell von einer kleinbäuerlichen Wirtschafts- und Sozialstruktur zur Arbeiterwohngemeinde. Dieser Bahnhaltepunkt wurde 1993 geschlossen. 2004 wurde wieder ein Haltepunkt, an der Stadtbahnstrecke Bretten-Mühlacker, eingerichtet. In beiden Weltkriegen hatte Ölbronn einige Opfer zu verbuchen. In den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs wurde noch um Ölbronn gekämpft und der Ort beschossen und geplündert.

Landwirtschaft

Der Ort war geprägt von der Landwirtschaft. Noch 2012 gibt es viele landwirtschaftlich genutzte Flächen um Ölbronn. Manche Höfe haben teilweise durch den Pferdesport und Bau von Stallungen und Koppeln für Pferde sich einen zusätzlichen Zuverdienst geschaffen.

Berühmte Persönlichkeiten

Ferdinand von Steinbeis (Württembergischer Wirtschaftspionier)
Gottlob Frick (Kammersänger)

Erntedankfest

Jedes Jahr im Anfang Oktober zum Erntedank veranstaltet der Musikverein Ölbronn ein Erntedankfest mit Umzug, an dem viele Vereine Ölbronns teilnehmen. Festzelt und Kirmes auf dem Parkplatz/Verkehrsübungsplatz der Eichelbergschule gehören traditionell auch dazu.

Sonstiges

Weblinks



Städte und Gemeinden (inklusive Stadtteile, Teilorte und Orte) im Enzkreis

Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Illingen, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Kieselbronn, Knittlingen, Königsbach-Stein, Maulbronn, Mönsheim, Mühlacker, Neuenbürg, Neuhausen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Remchingen, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg bilden den Enzkreis.


Die Orte Ölbronn und Dürrn bilden die Gemeinde Ölbronn-Dürrn.