Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenz![]()
mail.de
Rudolf Pöhler: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
wikifiziert |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
'''Rudolf Pöhler''' (1874 |
'''Rudolf Pöhler''' (* [[1874]], † [[1961]]) war [[SPD]]-[[Stadtverordneter]] in [[Pforzheim]], Gegner der [[Nationalsozialist]]en und [[1944]] Opfer der „[[Aktion Gitter]]“. |
||
== Leben == |
== Leben == |
||
Rudolf Pöhler ist Metall- |
Rudolf Pöhler ist Metall-[[Gewerkschaft]]s-Sekretär, von [[1922]] bis [[1925]] SPD-Stadtverordneter und ab 1926 SPD-[[Stadtrat (Weimarer Republik)|Stadtrat]]. Am 1. Mai 1928 spricht er auf dem Marktplatz gegen die „militärischen Ambitionen der Regierenden“, d.h. die Aufrüstung der Reichswehr mit Panzerkreuzern, [[1932]] gehört er zu den Rednern der SPD vor den Reichstagswahlen im April u.a. mit folgenden prophetische Worten: |
||
- ''„Hitler heißt Vernichtung der sozialen Einrichtungen ! |
- ''„Hitler heißt Vernichtung der sozialen Einrichtungen ! |
||
| Zeile 13: | Zeile 13: | ||
== Nach 1945 == |
== Nach 1945 == |
||
Von 1945 bis 1947 ist |
Von [[1945]] bis [[1947]] ist Rudolf Pöhler kommissarischer Leiter des Pforzheimer [[Arbeitsamt (Pforzheim)|Arbeitsamt]]es. Er gehört zu den Mitbegründern der gemeinnützigen [[Baugenossenschaft Arlinger]]. |
||
Im August 1945 beruft ihn die US-Militärregierung in den Stadtrat, 1947 bei den ersten freien Wahlen nach der Nazi-Diktatur wird er für die SPD in den Stadtrat gewählt, 1946 bis 1948 ist er Landtagsabgeordneter. |
Im August 1945 beruft ihn die [[US-Militärregierung]] in den [[Gemeinderat Pforzheim|Stadtrat]], [[1947]] bei den ersten freien Wahlen nach der Nazi-Diktatur wird er für die SPD in den Stadtrat gewählt, [[1946]] bis [[1948]] ist er [[Mitglied des Landtags|Landtagsabgeordneter]]. |
||
Seit 1966 ist |
Seit [[1966]] ist die [[Geehrt mit Straße::Rudolf-Pöhler-Straße]] im Stadtteil [[Arlinger]] nach ihm benannt. |
||
== Literatur == |
== Literatur == |
||
<references/> |
<references/> |
||
{{DEFAULTSORT:Poehler, Rudolf}} |
|||
Weitere Literaturangaben und andere Biografien im Zusammenhang mit der „Aktion Gitter“ befinden sich in dem Artikel „Aktion Gitter“. |
|||
[[Kategorie:Pforzheimer]] |
|||
[[Kategorie:Politiker]] |
|||
[[Kategorie:SPD]] |
|||
[[Kategorie:NS-Gegner]] |
|||
Version vom 22. März 2008, 10:56 Uhr
Rudolf Pöhler (* 1874, † 1961) war SPD-Stadtverordneter in Pforzheim, Gegner der Nationalsozialisten und 1944 Opfer der „Aktion Gitter“.
Leben
Rudolf Pöhler ist Metall-Gewerkschafts-Sekretär, von 1922 bis 1925 SPD-Stadtverordneter und ab 1926 SPD-Stadtrat. Am 1. Mai 1928 spricht er auf dem Marktplatz gegen die „militärischen Ambitionen der Regierenden“, d.h. die Aufrüstung der Reichswehr mit Panzerkreuzern, 1932 gehört er zu den Rednern der SPD vor den Reichstagswahlen im April u.a. mit folgenden prophetische Worten:
- „Hitler heißt Vernichtung der sozialen Einrichtungen !
- Hitler heißt Inflation !
- Hitler heißt Krieg, Not, Hunger und Elend für das ganze deutsche Volk !“ [1]
Im Zuge der „Aktion Gitter“ ist Rudolf Pöhler im August 1944 im Konzentrationslager Dachau eingesperrt.
Nach 1945
Von 1945 bis 1947 ist Rudolf Pöhler kommissarischer Leiter des Pforzheimer Arbeitsamtes. Er gehört zu den Mitbegründern der gemeinnützigen Baugenossenschaft Arlinger. Im August 1945 beruft ihn die US-Militärregierung in den Stadtrat, 1947 bei den ersten freien Wahlen nach der Nazi-Diktatur wird er für die SPD in den Stadtrat gewählt, 1946 bis 1948 ist er Landtagsabgeordneter.
Seit 1966 ist die Rudolf-Pöhler-Straße im Stadtteil Arlinger nach ihm benannt.
Literatur
- ↑ Schroth 1977, S. 285