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Hauptbahnhof: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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* [http://www.railfaneurope.net/pix/de/station/Pforzheim/pix.html Bilder Pforzheimer Bahnhöfe auf Railfaneurope.net]


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Version vom 11. September 2007, 13:37 Uhr

Bildergalerie: weitere Bilder zu diesem Artikel finden sich auf Hauptbahnhof (Galerie)
Hauptbahnhof von Südwesten, Mai 2001
Hauptbahnhof vom Sparkassenturm, September 2006

Der Hauptbahnhof in Pforzheim (Bezeichnung bei der Deutschen Bahn: Pforzheim Hbf) ist der wichtigste Bahnhof der Stadt.

Verkehrsbedeutung

Pforzheim Hbf verknüpft die Bahnlinie Karlsruhe - Pforzheim - Mühlacker - Stuttgart mit der Enztalbahn Pforzheim - Bad Wildbad und der Nagoldtalbahn Pforzheim - Calw - Horb.

Im Fernverkehr halten hier die Züge der Intercity-Linie 61 (Karlsruhe - Pforzheim - Stuttgart - Nürnberg u. z.) sowie der Orient-Express (Paris - Wien u. z.). Im Nahverkehr wird Pforzheim Hbf bedient von:

  • der Regionalbahn-Linie R 5 (Karlsruhe - Pforzheim - Mühlacker - Stuttgart) mit Inter-Regio-Express- und Regional-Express-Zügen
  • der Regionalbahn-Linie R 52 (Pforzheim - Horb - Tübingen)
  • der Stadtbahn-Linie S 5 (Wörth - Karlsruhe - Pforzheim - Mühlacker - Bietigheim-Bissingen)
  • der Stadtbahn-Linie S 6 (Pforzheim - Bad Wildbad).

Im innerstädtischen Busverkehr wird der Hauptbahnhof bedient von den Haltestellen Hauptbahnhof und Bahnhofstraße (früher: Hauptpost) der SVP. Die Überlandbuslinien, die Pforzheim anfahren, beginnen und enden an einem der drei Busbahnhöfe Nord, Mitte und Süd, die ebenfalls in der Nachbarschaft des Hauptbahnhofs angesiedelt sind.

Bestehende Linienartikel dazu:

Geschichte

Der Bahnhof Pforzheim, der heutige Hauptbahnhof, wurde am 3. Juli 1861 durch die Badische Staatsbahn mit Inbetriebnahme des Streckenabschnitts Wilferdingen - Pforzheim eröffnet. Bereits 1859 war der Abschnitt Durlach - Wilferdingen in Betrieb gegangen. Am 1. Juni 1863 wurde auch der Streckenabschnitt Pforzheim - Mühlacker eröffnet, auf ganzer Länge durch die Badische Staatsbahn betrieben. In Mühlacker bestand Anschluss an die 1853 eröffnete Westbahn der Württembergischen Staatsbahn von Bietigheim (heute Bietigheim-Bissingen) nach Bruchsal.

Die Württembergische Staatsbahn eröffnete 1868 von Pforzheim aus die Enztalbahn nach Wildbad (heute Bad Wildbad). Die im Bahnhof Brötzingen abzweigende Nagoldtalbahn nach Calw kam 1874 hinzu. Für diese Strecken entstand neben dem badischen Bahnhof in Pforzheim ein württembergischer Kopfbahnhof an der Luisenstraße, der lange Zeit völlig getrennt vom badischen Bahnhof betrieben wurde (ähnliche Verhältnisse gab es umgekehrt in Mühlacker). Die heute noch bestehenden Kopfgleise 101 und 102 in Pforzheim Hbf gehen auf diesen württembergischen Bahnhof zurück. Ihren Güterbahnhof errichtete die Württembergische Staatsbahn entlang der Tunnelstraße und Frankstraße, während der heute noch betriebene Güterbahnhof östlich des Hauptbahnhofs auf die Badische Staatsbahn zurückgeht.

Die badische wie die württembergische Staatsbahn gingen 1920 auf das Deutsche Reich über und wurden Teil der Deutschen Reichsbahn. In der Folgezeit wurde auch der vorher badische Streckenabschnitt von Mühlacker über Pforzheim bis Wilferdingen der Reichsbahndirektion Stuttgart zugeschlagen, was die verwaltungsmäßige Zersplitterung der Bahnanlagen im Raum Pforzheim beendete. Diese Gliederung hatte im Wesentlichen bis zur Schaffung der Deutschen Bahn AG 1994 Bestand und wirkt in Teilbereichen bis heute nach.

Das Empfangsgebäude des Pforzheimer Bahnhofs von 1861 wurde beim Luftangriff am 23. Februar 1945 schwer beschädigt. In den 1950er-Jahren entstand als Ersatz ein von Hellmuth Conradi entworfener Neubau, der am 29. Mai 1958 eröffnet wurde und den modernsten Stand der damaligen Bahnhofsarchitektur darstellte. Heute steht er unter Denkmalschutz und wurde von einem Journalisten der Zeit auch schon einmal liebevoll als "Kleinod im Stil der Nick-Knatterton-Cartoons" (= Wirtschaftswunderzeit) bezeichnet.

Gleichzeitig mit der Eröffnung des neuen Bahnhofsgebäudes wurde der Bahnhof auch in "Pforzheim Hbf" umbenannt, bis dahin hieß er für die Bahn einfach "Pforzheim".

Weitere Informationen

In den Fußgängerunterführungen um den Hauptbahnhof befindet sich oft sogenannte Streetart.

Im östlichen Anbau des Hauptbahnhofs, der schon immer die eine oder andere Form von Schnellimbiss beherbergte, befindet sich seit einiger Zeit eine Burger King-Filiale.

Quellen

  • Hans Georg Zier: Geschichte der Stadt Pforzheim. Stuttgart: Theiss, 1982, ISBN 3-8062-0234-6, S. 225-227.
  • Christoph Timm: Pforzheim, Bewegte Zeiten - Die 50er Jahre. Gudensberg-Gleichen: Wartberg Verlag, 1996, ohne ISBN.

Weblinks