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Wallfahrtskirche Hl. Kreuz (Hohenwart): Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Heilig-Kreuz-Kapelle''' im [[Pforzheim|Pforzheimer]] [[Stadtteil]] [[Hohenwart]] wurde um [[1490]] erbaut.
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Die ehemalige '''Wallfahrtskirche Hl. Kreuz''' befindet sich [[Hohlweg]] 1 im [[Pforzheim|Pforzheimer]] [[Stadtteil]] [[Hohenwart]]. Seit dem Bau der benachbarten Kirche [[Maria Königin (Hohenwart)|Maria Königin]] 1956 ist sie nur noch eine Kapelle.


== Geschichte ==
Der Altar der Kapelle wurde [[1490]] geweiht. Zum Dank, dass sie im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|pfälzischen Erbfolgekrieg]] verschont wurden, gelobten die Einwohner der Pfarrei [[Neuhausen]] eine jährliche Wallfahrt zum Heilig-Kreuz-Altar. Beim ersten Umbau [[1741]] wurde das Langhaus des spätgotischen Saalbaus mit dreiseitigem Chorschluss nach Westen verlängert. Aus dem Jahr [[1734]] ist noch heute die wertvolle Schrankorgel erhalten. Bis zum Neubau der katholischen Kirche [[1955]] wurde die Kapelle für regelmäßige Gottesdienste genutzt. [[1980]] wurde die Heilig-Kreuz-Kapelle vollständig renoviert und die Wallfahrt wiederbelebt.
=== spätgotische Kirche (ab 1490) ===
Bei dem Vorgängerbau handelte es sich um einen spätgotischen Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss nach Westen. Der Altar der Kapelle wurde [[1490]] geweiht.


=== Wallfahrtskirche Hl. Kreuz (ab 1728) ===
Die Heilig-Kreuz-Kapelle liegt am [[Kapellenweg]] durch das [[Biet]]. Sie ist täglich geöffnet.
Zum Dank, dass sie im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|pfälzischen Erbfolgekrieg]] verschont wurden, gelobten die Einwohner der Pfarrei [[Neuhausen]] eine jährliche Wallfahrt zum Heilig-Kreuz-Altar. Das Gnadenbild des kreuztragenden Christus wurde Ziel einer Wallfahrt, die jählich am zweiten Sonntag im September stattfand und die im 18. Jahrhundert wieder belebt wurde und auf spätmittelalterliche Zeit zurückgeht. Die Baudatierung "1728" über dem Rundbogenportal im Westen bezieht sich auf eine Verlängerung des Kirchenschiffs. Um 1740 wurde das Gebäude im Stil des Barock umgestaltet mit Hochaltar und flacher Putzdecke mit allegorishen Malereien in stuckgerahmten Medaillons. Am 11. September [[1748]] wurde durch Weihbischof Johann Adam Buckel die Glocke geweiht.

=== Heilig-Kreuz-Kapelle (ab 1956) ===

Bis zum Neubau der katholischen Kirche [[1955]] wurde die ehemalige Wallfahrtskirche für regelmäßige Gottesdienste genutzt. Seit 1956 dient das Gebäude nur noch als Kapelle. [[1980]] wurde die Heilig-Kreuz-Kapelle vollständig renoviert und die Wallfahrt wiederbelebt.

== Ausstattung ==

=== spätgotische Kirche (ab 1490) ===
* steinerner Altartisch im spätgotischen Stil, 1490.
* Das Wallfahrts- und Gnadenbild aus Lindenholz auf der Altarmensa zeigt Christus, der sein Kreuz schleppt. Köhler schreibt dieses barock überfasste Schnitzwerk des gotischen "weichen Stils" dem schwäbischen Meister der Weggentalgruppe zu und datiert es in die Zeit um 1440; damit wäre das Kreuzigungsbild älter als die Kapelle.
* zwei geschnitzte und farbig gefasste Skulpturen der hl. Katharina und der hl. Barbara, die vom spätgotischen Vorgängeraltar stammen. Köhler schreibt sie einer oberrheinischen Werkstatt im Umfeld des "Meisters des Kreenheimstettener Altars" zu.


== Bilder ==
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Datei:Pforzheim-Hohenwart, Hohlweg 1, Wallfahrtskirche Hl. Kreuz, spätgotische Skulptur der hl. Katharina des Vorgängeraltars, oberrheinische Werkstatt im Umfeld des „Meisters des Kreenheimstettener Altars“.jpg|spätgotische Skulptur der hl. Katharina des Vorgängeraltars, oberrheinische Werkstatt im Umfeld des „Meisters des Kreenheimstettener Altars“
Datei:Hohenwart-Heilig-Kreuz-Kapelle.jpg|Die Heilig-Kreuz-Kapelle
Datei:Pforzheim-Hohenwart, Hohlweg 1, Wallfahrtskirche Hl. Kreuz, spätgotische Skulptur der hl. Barbara des Vorgängeraltars, oberrheinische Werkstatt im Umfeld des „Meisters des Kreenheimstettener Altars“.jpg|spätgotische Skulptur der hl. Barbara des Vorgängeraltars, oberrheinische Werkstatt im Umfeld des „Meisters des Kreenheimstettener Altars“
Datei:Hohenwart-Heilig-Kreuz-Kapelle-innen.jpg|Innenansicht
Datei:Kirchle-Hohenwart- Winterabend-.jpg|Heilig-Kreuz-Kapelle an einem Winterabend
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=== barocke Wallfahrtskirche Hl. Kreuz (ab 1728) ===
* eine von Engeln gehaltene Deckenkartusche über dem Altar mit dem Wappen des Ortsherren Carl Theodor von Gemmingen, 1740.
* Hochaltar im Barockstil aus dem Jahre 1741 aus Holz und Stuck, dessen Pilaster ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert einrahmen.
* Aus dem Jahr [[1734]] ist noch heute die wertvolle Schrankorgel erhalten. Die barocke Schrankorgel wurde 1734 von dem kurpfälzischen Hoforgelmacher Liborius Müller aus Heidelberg für das Heidelberger Jesuitenkolleg gefertigt. Als der Jesuitenorden 1773 aufgelöst wurde, gelangte die Orgel vermutlich in die Pforzheimer Schloßkiche. 1810 ist es erstmals in Hohenwart bezeugt.


== Weblinks ==
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* [http://www.loebliche-singer-pforzheim.de/HohenwartBegehung2008.html Die Heilig-Kreuz-Kapelle auf der Internetpräsenz der Löblichen Singer]
* [http://www.loebliche-singer-pforzheim.de/HohenwartBegehung2008.html Die Heilig-Kreuz-Kapelle auf der Internetpräsenz der Löblichen Singer]


== Literatur ==
* Glockenweihe: Das Weihetagebuch des Speyerer Weihbischofs Johann Adam Buckel von 1746 bis 1771 - Schriften des Diözesan-Archivs Speyer 3 - Clemens Jöckle
* ''' Hohlweg 1 (Hohenwart), Wallfahrtskirche Hl. Kreuz '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 244-249
* Hermann Diruf, Christoph Timm: ''Kunst- und Kulturdenkmale in Pforzheim und im Enzkreis''. : Theiss, Stuttgart 2002, S. 128


[[Kategorie:Kirche (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Hohenwart]]
[[Kategorie:Hohenwart]]
[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Kirchengebäude]]
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]
[[Kategorie:Baudenkmal]]

Aktuelle Version vom 23. April 2020, 20:44 Uhr

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Datei:Heilig-Kreuz Kirche in Hohenwart, Im Jahre 1689 gelobten die Einwohner der Pfarrei Neuhausen ein jährliche Wallfahrt zum Hl. Kreuz als Dank dafür, von den Zerstörungen des Pfälzer Erbfolgekrieges verschont geblieb - panoramio (1).jpg
Die Heilig-Kreuz-Kapelle
Datei:Heilig-Kreuz Kirche in Hohenwart, Im Jahre 1689 gelobten die Einwohner der Pfarrei Neuhausen ein jährliche Wallfahrt zum Hl. Kreuz als Dank dafür, von den Zerstörungen des Pfälzer Erbfolgekrieges verschont geblieb - panoramio.jpg
Die Heilig-Kreuz-Kapelle
Die Heilig-Kreuz-Kapelle
Innenansicht
Heilig-Kreuz-Kapelle an einem Winterabend

Die ehemalige Wallfahrtskirche Hl. Kreuz befindet sich Hohlweg 1 im Pforzheimer Stadtteil Hohenwart. Seit dem Bau der benachbarten Kirche Maria Königin 1956 ist sie nur noch eine Kapelle.

Geschichte

spätgotische Kirche (ab 1490)

Bei dem Vorgängerbau handelte es sich um einen spätgotischen Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss nach Westen. Der Altar der Kapelle wurde 1490 geweiht.

Wallfahrtskirche Hl. Kreuz (ab 1728)

Zum Dank, dass sie im pfälzischen Erbfolgekrieg verschont wurden, gelobten die Einwohner der Pfarrei Neuhausen eine jährliche Wallfahrt zum Heilig-Kreuz-Altar. Das Gnadenbild des kreuztragenden Christus wurde Ziel einer Wallfahrt, die jählich am zweiten Sonntag im September stattfand und die im 18. Jahrhundert wieder belebt wurde und auf spätmittelalterliche Zeit zurückgeht. Die Baudatierung "1728" über dem Rundbogenportal im Westen bezieht sich auf eine Verlängerung des Kirchenschiffs. Um 1740 wurde das Gebäude im Stil des Barock umgestaltet mit Hochaltar und flacher Putzdecke mit allegorishen Malereien in stuckgerahmten Medaillons. Am 11. September 1748 wurde durch Weihbischof Johann Adam Buckel die Glocke geweiht.

Heilig-Kreuz-Kapelle (ab 1956)

Bis zum Neubau der katholischen Kirche 1955 wurde die ehemalige Wallfahrtskirche für regelmäßige Gottesdienste genutzt. Seit 1956 dient das Gebäude nur noch als Kapelle. 1980 wurde die Heilig-Kreuz-Kapelle vollständig renoviert und die Wallfahrt wiederbelebt.

Ausstattung

spätgotische Kirche (ab 1490)

  • steinerner Altartisch im spätgotischen Stil, 1490.
  • Das Wallfahrts- und Gnadenbild aus Lindenholz auf der Altarmensa zeigt Christus, der sein Kreuz schleppt. Köhler schreibt dieses barock überfasste Schnitzwerk des gotischen "weichen Stils" dem schwäbischen Meister der Weggentalgruppe zu und datiert es in die Zeit um 1440; damit wäre das Kreuzigungsbild älter als die Kapelle.
  • zwei geschnitzte und farbig gefasste Skulpturen der hl. Katharina und der hl. Barbara, die vom spätgotischen Vorgängeraltar stammen. Köhler schreibt sie einer oberrheinischen Werkstatt im Umfeld des "Meisters des Kreenheimstettener Altars" zu.

barocke Wallfahrtskirche Hl. Kreuz (ab 1728)

  • eine von Engeln gehaltene Deckenkartusche über dem Altar mit dem Wappen des Ortsherren Carl Theodor von Gemmingen, 1740.
  • Hochaltar im Barockstil aus dem Jahre 1741 aus Holz und Stuck, dessen Pilaster ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert einrahmen.
  • Aus dem Jahr 1734 ist noch heute die wertvolle Schrankorgel erhalten. Die barocke Schrankorgel wurde 1734 von dem kurpfälzischen Hoforgelmacher Liborius Müller aus Heidelberg für das Heidelberger Jesuitenkolleg gefertigt. Als der Jesuitenorden 1773 aufgelöst wurde, gelangte die Orgel vermutlich in die Pforzheimer Schloßkiche. 1810 ist es erstmals in Hohenwart bezeugt.

Weblinks

Literatur

  • Glockenweihe: Das Weihetagebuch des Speyerer Weihbischofs Johann Adam Buckel von 1746 bis 1771 - Schriften des Diözesan-Archivs Speyer 3 - Clemens Jöckle
  • Hohlweg 1 (Hohenwart), Wallfahrtskirche Hl. Kreuz . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 244-249
  • Hermann Diruf, Christoph Timm: Kunst- und Kulturdenkmale in Pforzheim und im Enzkreis. : Theiss, Stuttgart 2002, S. 128