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Auerbrücke: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Bild:Pf-auerbrücke-flößerdenkmal-mai2006.jpg|thumb|Auerbrücke mit [[Flößerdenkmal]] 2006]]
[[Bild:Pf-auerbrücke-flößerdenkmal-mai2006.jpg|thumb| Auerbrücke mit [[Flößerdenkmal]] 2006]]
Die '''Auerbrücke''' in [[Pforzheim]] wurde erstmals [[1365]] urkundlich erwähnt und hat ihren Namen vom Stadtgebiet [[Au]] (von Aue = Flusslandschaft). Sie überspannt die [[Enz]] und die [[Nagold (Fluss)|Nagold]] an deren Zusammenfluss in Nord-Süd-Richtung und verbindet so die [[Deimlingstraße]] über das Ostende des [[Lindenplatz]]es mit der [[Kreuzstraße]].
Die '''Auerbrücke''' befindet sich in [[Pforzheim]] und überspannt die [[Enz]] und die [[Nagold (Fluss)|Nagold]] an deren Zusammenfluss in Nord-Süd-Richtung und verbindet so die [[Deimlingstraße]] über das Ostende des [[Lindenplatz]]es mit der [[Kreuzstraße]].


== Namensgebung ==
Technisch betrachtet handelt es sich genau genommen um zwei Brücken, eine über die Enz und eine über die Nagold, jedoch wird die Auerbrücke sprachlich traditionell als Einheit behandelt. Auch wird sie amtlich in einem Wort geschrieben, obwohl eigentlich ''Auer Brücke'' die orthographisch korrekte Schreibweise wäre.
Die Brücke hat ihren Namen vom Stadtgebiet [[Au]] (von Aue = Flusslandschaft).


== Geschichte ==
An der Unterseite der Brücke ist eine Beleuchtung installiert, die das darunter fliessende Wasser nachts violett anstrahlt.
=== "Steynin Brucken" (1356) ===
[[Datei:Stein Auerbrücke, Ausschnitt.jpg|thumb|left| ]]

Das Bauwerk wird erstmals als "Steynin Brucken" [[1356]] urkundlich erwähnt. Mehrmals wurde diese Brücke durch Hochwasser zerstört. Der Grundstein der alten "Steynin Brucken" zeigt folgende eingravierte Inschrift aus dem Jahre 1573 :<br> ''„ ANNO. M.D. LXXXIII (=1573) <br> DAS EYS UND GROS WASSER GUSSEN <br> DIE BRUCK MIT GWALT ZU STUCKN RISSEN <br> DARUMB EIN RAT ZU NUZ DER GMEIND <br> DEN PFEILER SEZT VON STARCKE STEIN <br> DER LANDSFURST MARGGRAF CAROLUS <br> DEN ERSTEN STEIN LEGT SELBST IN FLUS “''<ref name="Timm_283"/> <br> Ein Ausschnitt aus der Stadtansicht des Matthäus Merian, aus dem Jahre 1643, zeigt eine Holzbrücke, die auf gemauerten Pfeilern ruhte.

=== eiserne Gitterträgerbrücke (1851) ===

Nachdem die Auerbrücke durch Hochwasser zerstört worden war entstand 1851 eine neue Brücke. Dieses Bauwerk wurde durch das Eisenwerk [[Benckiser]] nach Plänen von [[Julius Naeher]] konstruiert. Es handelte sich hierbei um eine eiserne Gitterträgerbrücke, die wegen ihrer ''„neuartigen Technologie in Fachkreisen Aufsehen“''<ref name="Timm_283"> ''' Auerbrückenstein '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 283.</ref> erregte. Die ''„Gitterbrücke am Lindenplatz“''<ref name="Timm_81"/> war eine ''„reine Ingenieurkonstruktion“''.<ref name="Timm_81">''' Naeher, Julius '''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 80-82, hier S. 81.</ref> Bis 1880 wurde in einem Zollhaus auf der Brücke ein ''„Brückengeld“''<ref name="Timm_283"/> erhoben.
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Datei:Entwurf des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden) für die eiserne Gitterträgerbrücke (sog. Auerbrücke am Lindenplatz), 1851.png|Entwurf des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher für die eiserne Gitterträgerbrücke (sog. Auerbrücke am Lindenplatz), 1851
Datei:Gedenkblatt des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden) zur Erinnerung an die Auer Gitter-Brücke von 1851.png|Gedenkblatt des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden) zur Erinnerung an die Auer Gitter-Brücke von 1851

Datei:Die neue eiserne Gitterträgerbrücke am Lindenplatz, Entwurf des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden), 1851.jpg
Datei:Die neue eiserne Gitterträgerbrücke am Lindenplatz, Entwurf des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden), historische Postkarte.jpg|

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=== neue Brücke ( 1912-1913) ===
Erbaut 1912-1913 nach Entwürfen von [[Hermann Billing]].
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Datei:Auerbrücke 27.JPG
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=== Betonbrücke (Nachkriegszeit) ===

[[Datei:Memorial - panoramio - Dg-505.jpg|thumb|upright|Figur des ''„Flößers“'', Leon und Rob Krier, 1990.]]
Heute befindet sich an dieser Stelle eine Betonbrücke aus der frühen Nachkriegszeit, seit 1990 geschmückt vom [[Flößerdenkmal]], ein Brückentempel mit der Figur eines Flößers.<ref name="Timm_283"/> Es ist ein gemeinsames Werk der Brüder Leon und Rob Krier.


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
* [[Flusskraftwerk Auerbrücke]]
* [[Flusskraftwerk Auerbrücke]]

== Einzelnachweise ==
<references/>

== Literatur ==
* ''' Eisen aus Pforzheim '''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 276.
* ''' Auerbrückenstein '''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 283.
* ''' Naeher, Julius '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: '''Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler''', hier S. 365.
* ''' Naeher, Julius '''. Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 283.


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[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]
[[Kategorie:Brücke]]
[[Kategorie:Brücke (Pforzheim)]]

Aktuelle Version vom 19. April 2020, 14:34 Uhr

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Auerbrücke mit Flößerdenkmal 2006

Die Auerbrücke befindet sich in Pforzheim und überspannt die Enz und die Nagold an deren Zusammenfluss in Nord-Süd-Richtung und verbindet so die Deimlingstraße über das Ostende des Lindenplatzes mit der Kreuzstraße.

Namensgebung

Die Brücke hat ihren Namen vom Stadtgebiet Au (von Aue = Flusslandschaft).

Geschichte

"Steynin Brucken" (1356)

Das Bauwerk wird erstmals als "Steynin Brucken" 1356 urkundlich erwähnt. Mehrmals wurde diese Brücke durch Hochwasser zerstört. Der Grundstein der alten "Steynin Brucken" zeigt folgende eingravierte Inschrift aus dem Jahre 1573 :
„ ANNO. M.D. LXXXIII (=1573)
DAS EYS UND GROS WASSER GUSSEN
DIE BRUCK MIT GWALT ZU STUCKN RISSEN
DARUMB EIN RAT ZU NUZ DER GMEIND
DEN PFEILER SEZT VON STARCKE STEIN
DER LANDSFURST MARGGRAF CAROLUS
DEN ERSTEN STEIN LEGT SELBST IN FLUS “
[1]
Ein Ausschnitt aus der Stadtansicht des Matthäus Merian, aus dem Jahre 1643, zeigt eine Holzbrücke, die auf gemauerten Pfeilern ruhte.

eiserne Gitterträgerbrücke (1851)

Nachdem die Auerbrücke durch Hochwasser zerstört worden war entstand 1851 eine neue Brücke. Dieses Bauwerk wurde durch das Eisenwerk Benckiser nach Plänen von Julius Naeher konstruiert. Es handelte sich hierbei um eine eiserne Gitterträgerbrücke, die wegen ihrer „neuartigen Technologie in Fachkreisen Aufsehen“[1] erregte. Die „Gitterbrücke am Lindenplatz“[2] war eine „reine Ingenieurkonstruktion“.[2] Bis 1880 wurde in einem Zollhaus auf der Brücke ein „Brückengeld“[1] erhoben.

neue Brücke ( 1912-1913)

Erbaut 1912-1913 nach Entwürfen von Hermann Billing.

Betonbrücke (Nachkriegszeit)

Figur des „Flößers“, Leon und Rob Krier, 1990.

Heute befindet sich an dieser Stelle eine Betonbrücke aus der frühen Nachkriegszeit, seit 1990 geschmückt vom Flößerdenkmal, ein Brückentempel mit der Figur eines Flößers.[1] Es ist ein gemeinsames Werk der Brüder Leon und Rob Krier.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Auerbrückenstein . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 283.
  2. 2,0 2,1 Naeher, Julius . In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 80-82, hier S. 81.

Literatur

  • Eisen aus Pforzheim . In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 276.
  • Auerbrückenstein . In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 283.
  • Naeher, Julius . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 365.
  • Naeher, Julius . Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 283.

Der Pfenz-Tourbus

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