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Enztalbank Häberle & Co. KG: Unterschied zwischen den Versionen
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Gegründet wurde die Bank im April [[1923]] vom aus Göppingen stammenden Eugen Häberle. Er übernahm die Wildbader Filiale der Diskonto-Gesellschaft, die ihren Betrieb einstellte. Ihren Geschäftsbetrieb führte die Bank in der [[König-Karl-Straße (Bad Wildbad)|König-Karl-Straße]] 10. Als Kommanditist fungierte Alfred Gauthier aus [[Calmbach]], von dem auch 99.400 Mark Einlagen stammten. |
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Die Bank vergab größere, zum Teil zinslose Darlehen und bot ein Einlagengeschäft an. Im Oktober [[1926]] eröffnete eine Filiale in Calmbach. |
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Ende [[1934]] fand erstmals eine Überprüfung der Bank statt. Bei einer weiteren Prüfung im Jahr darauf wurde der dringende Sanierungsbedarf festgestellt. Da im Lauf des Jahres verschiedene Sanierungsversuche scheiterten, ordnete das Berliner Reichskommissariat in Januar [[1936]] die Liquidation an. Mit der Durchführung wurde die [[Volksbank Pforzheim|Gewerbebank Pforzheim]] beauftragt. |
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Die Forderungen der Gläubiger wurden in einem außergerichtlichen Vergleichsverfahren geregelt. Eugen Häberle wurde im August 1937 wegen Bankrott, Untreue und Betrugs zu einer Haftstrafe von sieben Monaten verurteilt. Die Löschung der |
Die Forderungen der Gläubiger wurden in einem außergerichtlichen Vergleichsverfahren geregelt. Eugen Häberle wurde im August 1937 wegen Bankrott, Untreue und Betrugs zu einer Haftstrafe von sieben Monaten verurteilt. Das Bankgebäude wurde 1937 von der Kreissparkasse Neuenbürg übernommen, die darin ihre neue Filiale einrichtete. Die Löschung der Enztalbank aus dem Handelsregister erfolgte nach dem Abschluss der Liquidation im September 1941. |
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==Einzelnachweise== |
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*Zeitung „Enzthäler“ vom 25.04.1936, 06.08.1936, 25.08.1937, 26.08.1937 und 11.10.1941 |
*Zeitung „Enzthäler“ vom 25.04.1936, 06.08.1936, 25.08.1937, 26.08.1937 und 11.10.1941 |
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*Nagolder Tagblatt "Der Gesellschafter" vom 16.04.1923 |
*Nagolder Tagblatt "Der Gesellschafter" vom 16.04.1923, 7.10.1926 und 19.03.1937 |
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*Adreßbuch für den Oberamtsbezirk Neuenbürg |
*Adreßbuch für den Oberamtsbezirk Neuenbürg |
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Aktuelle Version vom 1. September 2026, 20:07 Uhr
Die Enztalbank Häberle & Co. KG war ein als Privatbank geführtes Kreditinstitut in Bad Wildbad.
Geschichte
Gegründet wurde die Bank im April 1923 vom aus Göppingen stammenden Eugen Häberle. Er übernahm die Wildbader Filiale der Diskonto-Gesellschaft, die ihren Betrieb einstellte. Ihren Geschäftsbetrieb führte die Bank in der König-Karl-Straße 10. Als Kommanditist fungierte Alfred Gauthier aus Calmbach, von dem auch 99.400 Mark Einlagen stammten.
Die Bank vergab größere, zum Teil zinslose Darlehen und bot ein Einlagengeschäft an. Im Oktober 1926 eröffnete eine Filiale in Calmbach. Im Lauf der Jahre geriet die Bank in eine Schieflage, nachdem Kreditausfälle durch neue Darlehen überbrückt wurden und geleistete Sicherheiten nicht den ursprünglich angesetzten Wert hatten.
Ende 1934 fand erstmals eine Überprüfung der Bank statt. Bei einer weiteren Prüfung im Jahr darauf wurde der dringende Sanierungsbedarf festgestellt. Da im Lauf des Jahres verschiedene Sanierungsversuche scheiterten, ordnete das Berliner Reichskommissariat in Januar 1936 die Liquidation an. Mit der Durchführung wurde die Gewerbebank Pforzheim beauftragt.
Die Forderungen der Gläubiger wurden in einem außergerichtlichen Vergleichsverfahren geregelt. Eugen Häberle wurde im August 1937 wegen Bankrott, Untreue und Betrugs zu einer Haftstrafe von sieben Monaten verurteilt. Das Bankgebäude wurde 1937 von der Kreissparkasse Neuenbürg übernommen, die darin ihre neue Filiale einrichtete. Die Löschung der Enztalbank aus dem Handelsregister erfolgte nach dem Abschluss der Liquidation im September 1941.
Einzelnachweise
- Zeitung „Enzthäler“ vom 25.04.1936, 06.08.1936, 25.08.1937, 26.08.1937 und 11.10.1941
- Nagolder Tagblatt "Der Gesellschafter" vom 16.04.1923, 7.10.1926 und 19.03.1937
- Adreßbuch für den Oberamtsbezirk Neuenbürg