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Zentraler Omnibusbahnhof Süd: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Der '''Zentrale Omnibusbahnhof Süd''' - kurz ZOB Süd - ist einer der drei [[Busbahnhof|Busbahnhöfe]] in [[Pforzheim]]. Er liegt südwestlich des [[Hauptbahnhof|Hauptbahnhofs]] zwischen [[Erbprinzenstraße]] und [[Lindenstraße]]. Unter dem Busbahnhof befindet sich das [[Parkhaus am Bahnhof]].
Der '''Zentrale Omnibusbahnhof Süd''' - kurz ZOB Süd - war einer der drei [[Busbahnhof|Busbahnhöfe]] in [[Pforzheim]]. Er liegt südwestlich des [[Hauptbahnhof|Hauptbahnhofs]] zwischen [[Erbprinzenstraße]] und [[Lindenstraße]]. Unter dem Busbahnhof befindet sich das [[Parkhaus am Bahnhof]].

== Geschichte ==
Ende der [[1960er]] Jahre im Zusammenhang mit der Komplettierung des Neubaus des Pforzheimer [[Hauptbahnhof| Hauptbahnhofes]] geplant, wurde er im März 1970 genehmigt und ab [[1979]]<ref>PZ vom 28. März 1979 Seite 11</ref> auf dem Gebiet der ehemaligen [[Stephanienstraße]] gebaut. Das Bauvolumen wurde mit 7,5 Millionen DM veranschlagt<ref>PZ vom 09. August 1978 Seite 11</ref>. Für den von der Stadt zu erbringenden Anteil wurden Ablösungs-Gelder aus nicht erfüllbaren Stellplatzverpflichtungen im Innenstadtbereich verwendet. 85% wurden von Bund und Land bezuschußt<ref>PZ vom 20. Dezember 1978 Seite 15</ref>. Das Gelände umfasst 6000 m², es wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt. Der umbaute Raum beträgt 28.000 m³.

Schon bald kam Kritik auf, weil die Busse aus Richtung Norden nur mit einer großen Schlaufe über den Leopoldplatz und den Schloßberg den ZOB Süd anfahren konnten<ref>PZ vom 19. Dezember 1978 Seite 11</ref>. Auch die fehlenden Abstellplätze für Busse wurden bemängelt.

Die Planung wurde auf ein unter dem Busbahnhof liegendes Parkhaus mit 250 PKW-Stellplätzen erweitert. Die Zufahrt war sowohl über die [[Lindenstraße]] als auch über die Erbprinzenstraße möglich. Für die Zeit erwähnenswert wurde ein vollautomaitsches Abfertigungs- und Kassensystem eingesetzt<ref>PZ vom 09. November 1979 Seite 15</ref>.
Vier Busbahnsteige mit 16 überdachten Halteplätzen standen zur Verfügung. Dabei war die Höhe der Überdachung mit 4,50 m auch für Doppeldeckerbusse ausgelegt. Im Südwestlichen Teil befand sich eine windgeschützte, überdachte Wartehalle mit behindertengerechter Toilettenanlage und Kiosk. Von dort gab es auch eine Brücke über die Lindenstraße zum [[Amtsgericht Pforzheim|Amtsgericht]].
Zur Anbindung an die Bahnhofsunterführungen wurde ein Tunnelstummel mit erbaut, der aber nie angeschlossen wurde, die geplante Unterführung mit Ladenzeile entfiel. Am [[17. Oktober]] wurde Richtfest gefeiert <ref> PZ vom 18. Oktober 1980 Seite 9 </ref>, Richtspruch: "Es steht das Haus, alles OK, ein dreifach Hoch dem ZOB". Am 31. Mai 1981 wurde zum SOmmer-Fahrplanwechsel der Betrieb aufgenommen. Die Fußgängerbrücke zum Amtsgericht wurde am 18. Juni 1984 eingeweiht<ref>PZ vom 19. Juni 1984 Seite 13</ref>.

Der Verkehr auf der West-/Ost-Achse der Stadt wurde über die [[Erbprinzenstraße]] angebunden.
Der Busbahnhof diente auch als Endhaltestelle für die Stadtbuslinien, deren Linienend- bzw. -ausgangspunkt als "Hauptbahnhof" angegeben ist.

Spätestens mit der Eröffnung des Neuen ZOB 20 verlor der ZOB Süd seine Funktion.
Heute dient er meist als Treffpunkt für Reisegruppen oder als Haltestelle für internationale Buslinien, etwa Karlsruhe - Mykolai
Schon im Vorfeld der Eröffnung hatte der damalige Erste Bürgermeister [[Albert Klein]] darauf hingewiesen, dass die Wartehalle bewußt verglast wurde, um den Charakter einer Wartehalle zu betonen und keinen Zufluchtsort für "Stadtstreicher und Obdachlose" zu schaffen<ref>PZ vom 18. Juni 1980 Seite 15</ref>. Genau dieses wurde er aber, nachdem der Busbahnhofsbetrieb eingestellt wurde. Mehrere Beschwerden wegen Vandalismus und Verschmutzung der Toiletten gingen ein. Gruppen von Obdachlosen wurden beobachtet. Trauriger Höhepunkt war dabei der Fund einer Leiche<ref>PZ vom 13. März 2023 Seite 7</ref>


Bereits 201x wurden die Dächer am Busbahnhof entfernt.

Es gab Planungen, auf dem Gelände einen Neubau der AOK zu erstellen, diese lehnte aber 2021 ab.


Der Busbahnhof dient auch als Endhaltestelle für die Stadtbuslinien, deren Linienend- bzw. -ausgangspunkt als "Hauptbahnhof" angegeben ist.


==Buslinienübersicht==
==Buslinienübersicht==

Hier halten die folgenden Buslinien (in Klammern die Busunternehmen):
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===Bussteig 1===
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* [[Buslinie 722]] Richtung: Dietlingen - [[Wilferdingen]] ([[SüdwestBus]])
* [[Buslinie 722]] Richtung: Dietlingen - [[Wilferdingen]] ([[SüdwestBus]])


== Einzelnachweise ==
<references />



[[Kategorie:Busbahnhof]]
[[Kategorie:Busbahnhof]]
[[Kategorie:Verkehr (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Verkehr (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Bauwerk (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]

Aktuelle Version vom 17. April 2024, 14:36 Uhr

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Der Zentrale Omnibusbahnhof Süd - kurz ZOB Süd - war einer der drei Busbahnhöfe in Pforzheim. Er liegt südwestlich des Hauptbahnhofs zwischen Erbprinzenstraße und Lindenstraße. Unter dem Busbahnhof befindet sich das Parkhaus am Bahnhof.

Geschichte

Ende der 1960er Jahre im Zusammenhang mit der Komplettierung des Neubaus des Pforzheimer Hauptbahnhofes geplant, wurde er im März 1970 genehmigt und ab 1979[1] auf dem Gebiet der ehemaligen Stephanienstraße gebaut. Das Bauvolumen wurde mit 7,5 Millionen DM veranschlagt[2]. Für den von der Stadt zu erbringenden Anteil wurden Ablösungs-Gelder aus nicht erfüllbaren Stellplatzverpflichtungen im Innenstadtbereich verwendet. 85% wurden von Bund und Land bezuschußt[3]. Das Gelände umfasst 6000 m², es wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt. Der umbaute Raum beträgt 28.000 m³.

Schon bald kam Kritik auf, weil die Busse aus Richtung Norden nur mit einer großen Schlaufe über den Leopoldplatz und den Schloßberg den ZOB Süd anfahren konnten[4]. Auch die fehlenden Abstellplätze für Busse wurden bemängelt.

Die Planung wurde auf ein unter dem Busbahnhof liegendes Parkhaus mit 250 PKW-Stellplätzen erweitert. Die Zufahrt war sowohl über die Lindenstraße als auch über die Erbprinzenstraße möglich. Für die Zeit erwähnenswert wurde ein vollautomaitsches Abfertigungs- und Kassensystem eingesetzt[5]. Vier Busbahnsteige mit 16 überdachten Halteplätzen standen zur Verfügung. Dabei war die Höhe der Überdachung mit 4,50 m auch für Doppeldeckerbusse ausgelegt. Im Südwestlichen Teil befand sich eine windgeschützte, überdachte Wartehalle mit behindertengerechter Toilettenanlage und Kiosk. Von dort gab es auch eine Brücke über die Lindenstraße zum Amtsgericht. Zur Anbindung an die Bahnhofsunterführungen wurde ein Tunnelstummel mit erbaut, der aber nie angeschlossen wurde, die geplante Unterführung mit Ladenzeile entfiel. Am 17. Oktober wurde Richtfest gefeiert [6], Richtspruch: "Es steht das Haus, alles OK, ein dreifach Hoch dem ZOB". Am 31. Mai 1981 wurde zum SOmmer-Fahrplanwechsel der Betrieb aufgenommen. Die Fußgängerbrücke zum Amtsgericht wurde am 18. Juni 1984 eingeweiht[7].

Der Verkehr auf der West-/Ost-Achse der Stadt wurde über die Erbprinzenstraße angebunden. Der Busbahnhof diente auch als Endhaltestelle für die Stadtbuslinien, deren Linienend- bzw. -ausgangspunkt als "Hauptbahnhof" angegeben ist.

Spätestens mit der Eröffnung des Neuen ZOB 20 verlor der ZOB Süd seine Funktion. Heute dient er meist als Treffpunkt für Reisegruppen oder als Haltestelle für internationale Buslinien, etwa Karlsruhe - Mykolai Schon im Vorfeld der Eröffnung hatte der damalige Erste Bürgermeister Albert Klein darauf hingewiesen, dass die Wartehalle bewußt verglast wurde, um den Charakter einer Wartehalle zu betonen und keinen Zufluchtsort für "Stadtstreicher und Obdachlose" zu schaffen[8]. Genau dieses wurde er aber, nachdem der Busbahnhofsbetrieb eingestellt wurde. Mehrere Beschwerden wegen Vandalismus und Verschmutzung der Toiletten gingen ein. Gruppen von Obdachlosen wurden beobachtet. Trauriger Höhepunkt war dabei der Fund einer Leiche[9]


Bereits 201x wurden die Dächer am Busbahnhof entfernt.

Es gab Planungen, auf dem Gelände einen Neubau der AOK zu erstellen, diese lehnte aber 2021 ab.


Buslinienübersicht

Hier hielten die folgenden Buslinien (in Klammern die Busunternehmen):

Bussteig 1

Bussteig 2

Bussteig 3

Bussteig 4

Bussteig 5


Einzelnachweise

  1. PZ vom 28. März 1979 Seite 11
  2. PZ vom 09. August 1978 Seite 11
  3. PZ vom 20. Dezember 1978 Seite 15
  4. PZ vom 19. Dezember 1978 Seite 11
  5. PZ vom 09. November 1979 Seite 15
  6. PZ vom 18. Oktober 1980 Seite 9
  7. PZ vom 19. Juni 1984 Seite 13
  8. PZ vom 18. Juni 1980 Seite 15
  9. PZ vom 13. März 2023 Seite 7