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Die badische wie die württembergische Staatsbahn gingen 1920 auf das Deutsche Reich über und wurden Teil der ''Deutschen Reichsbahn''. In der Folgezeit wurde auch der vorher badische Streckenabschnitt von Mühlacker über Pforzheim bis Wilferdingen der Reichsbahndirektion Stuttgart zugeschlagen, was die verwaltungsmäßige Zersplitterung der Bahnanlagen im Raum Pforzheim beendete. Diese Gliederung hatte im Wesentlichen bis zur Schaffung der Deutschen Bahn AG 1994 Bestand und wirkt in Teilbereichen bis heute nach. |
Die badische wie die württembergische Staatsbahn gingen 1920 auf das Deutsche Reich über und wurden Teil der ''Deutschen Reichsbahn''. In der Folgezeit wurde auch der vorher badische Streckenabschnitt von Mühlacker über Pforzheim bis Wilferdingen der Reichsbahndirektion Stuttgart zugeschlagen, was die verwaltungsmäßige Zersplitterung der Bahnanlagen im Raum Pforzheim beendete. Diese Gliederung hatte im Wesentlichen bis zur Schaffung der Deutschen Bahn AG 1994 Bestand und wirkt in Teilbereichen bis heute nach. |
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=== Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und Neubau === |
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Das Empfangsgebäude des Pforzheimer Bahnhofs von 1861 wurde beim [[Luftangriff auf Pforzheim|Luftangriff am 23. Februar 1945]] schwer beschädigt. In den [[1950er]]-Jahren entstand als Ersatz ein von [[Hellmuth Conradi]] entworfener Neubau, der am [[29. Mai]] [[1958]] eröffnet wurde und den modernsten Stand der damaligen Bahnhofsarchitektur darstellte. Heute steht er unter [[Denkmalschutz]] und wurde von einem Journalisten der ''Zeit'' auch schon einmal liebevoll als "Kleinod im Stil der Nick-Knatterton-Cartoons" (= Wirtschaftswunderzeit) bezeichnet. |
Das Empfangsgebäude des Pforzheimer Bahnhofs von 1861 wurde beim [[Luftangriff auf Pforzheim|Luftangriff am 23. Februar 1945]] schwer beschädigt. In den [[1950er]]-Jahren entstand als Ersatz ein von [[Hellmuth Conradi]] entworfener Neubau, der am [[29. Mai]] [[1958]] eröffnet wurde und den modernsten Stand der damaligen Bahnhofsarchitektur darstellte. Heute steht er unter [[Denkmalschutz]] und wurde von einem Journalisten der ''Zeit'' auch schon einmal liebevoll als "Kleinod im Stil der Nick-Knatterton-Cartoons" (= Wirtschaftswunderzeit) bezeichnet. |
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[[Datei:Hbf Pforzheim, Metallskulptur „Goldstadt an der Schwarzwaldpforte“ im Stil des Organischen und Farbigen Bauens (bewegte Formen u. bunter Bauschmuck) von Karl Josef Huber („JoKarl Huber“, 1902-1996), 1958.jpg|thumb|300px|center|Hbf Pforzheim, Metallskulptur „Goldstadt an der Schwarzwaldpforte“ im Stil des Organischen und Farbigen Bauens (bewegte Formen u. bunter Bauschmuck) von [[Karl Josef Huber]] 1958.]] |
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In den [[2010er]]-Jahren wurde der Pforzheimer Hauptbahnhof barrierefrei umgebaut. Hierfür wurden die zuvor nur 38 cm hohen Bahnsteige auf eine Höhe von 55 cm über Schienenoberkante angehoben, was ein stufenloses Einsteigen in die Mehrzahl des dort verkehrenden Fahrzeugmaterials ermöglicht, und der mittlere Zugangstunnel an allen Bahnsteigen mit Aufzügen versehen. |
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Im Fernverkehr halten hier die Züge der [[Fernbahn|Intercity-Linie 61]] (Karlsruhe – Pforzheim – Stuttgart – Nürnberg u. z.) sowie der CityNightLine [[Casiopeia]] (München – Paris). Im Nahverkehr wird Pforzheim Hbf bedient von: |
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Die Überlandbuslinien, die Pforzheim anfahren, beginnen und enden am [[Zentraler Omnibusbahnhof|Zentralen Omnibusbahnhof]], der ebenfalls in der Nachbarschaft des Hauptbahnhofs angesiedelt ist. Im innerstädtischen Busverkehr wird der Hauptbahnhof bedient von den Haltestellen ''Hauptbahnhof'' und ''Bahnhofstraße'' (früher: ''Hauptpost'') der [[SVP]], wobei die Bushaltestelle Hauptbahnhof Bestandteil des [[Zentraler Omnibusbahnhof|Zentralen Omnibusbahnhofs]] ist. |
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* [http://www.railfaneurope.net/pix/de/station/Pforzheim/pix.html Bilder Pforzheimer Bahnhöfe auf Railfaneurope.net] |
* [http://www.railfaneurope.net/pix/de/station/Pforzheim/pix.html Bilder Pforzheimer Bahnhöfe auf Railfaneurope.net] |
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Aktuelle Version vom 31. Mai 2026, 14:58 Uhr
Der Hauptbahnhof in Pforzheim (Bezeichnung bei der Deutschen Bahn: Pforzheim Hbf) ist der wichtigste Bahnhof der Stadt.

Geschichte
Der Bahnhof Pforzheim, der heutige Hauptbahnhof, wurde am 3. Juli 1861 durch die Badische Staatsbahn mit Inbetriebnahme des Streckenabschnitts Wilferdingen - Pforzheim eröffnet. Bereits am 10. August 1859 war der Abschnitt Durlach - Wilferdingen in Betrieb gegangen. Am 1. Juni 1863 wurde auch der Streckenabschnitt Pforzheim - Mühlacker eröffnet, auf ganzer Länge durch die Badische Staatsbahn betrieben. In Mühlacker bestand Anschluss an die 1853 eröffnete Westbahn der Württembergischen Staatsbahn von Bietigheim (heute Bietigheim-Bissingen) nach Bruchsal.
Die Württembergische Staatsbahn eröffnete 1868 von Pforzheim aus die Enztalbahn nach Wildbad (heute Bad Wildbad). Die im Bahnhof Brötzingen abzweigende Nagoldtalbahn nach Calw kam 1874 hinzu. Für diese Strecken entstand neben dem badischen Bahnhof in Pforzheim ein württembergischer Kopfbahnhof an der Luisenstraße, der lange Zeit völlig getrennt vom badischen Bahnhof betrieben wurde (ähnliche Verhältnisse gab es umgekehrt in Mühlacker). Die heute noch bestehenden Kopfgleise 103 und 104 in Pforzheim Hbf gehen auf diesen württembergischen Bahnhof zurück. Ihren Güterbahnhof errichtete die Württembergische Staatsbahn entlang der Tunnelstraße und Frankstraße, während der heute noch betriebene Güterbahnhof östlich des Hauptbahnhofs auf die Badische Staatsbahn zurückgeht.
Die badische wie die württembergische Staatsbahn gingen 1920 auf das Deutsche Reich über und wurden Teil der Deutschen Reichsbahn. In der Folgezeit wurde auch der vorher badische Streckenabschnitt von Mühlacker über Pforzheim bis Wilferdingen der Reichsbahndirektion Stuttgart zugeschlagen, was die verwaltungsmäßige Zersplitterung der Bahnanlagen im Raum Pforzheim beendete. Diese Gliederung hatte im Wesentlichen bis zur Schaffung der Deutschen Bahn AG 1994 Bestand und wirkt in Teilbereichen bis heute nach.
Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und Neubau
Das Empfangsgebäude des Pforzheimer Bahnhofs von 1861 wurde beim Luftangriff am 23. Februar 1945 schwer beschädigt. In den 1950er-Jahren entstand als Ersatz ein von Hellmuth Conradi entworfener Neubau, der am 29. Mai 1958 eröffnet wurde und den modernsten Stand der damaligen Bahnhofsarchitektur darstellte. Heute steht er unter Denkmalschutz und wurde von einem Journalisten der Zeit auch schon einmal liebevoll als "Kleinod im Stil der Nick-Knatterton-Cartoons" (= Wirtschaftswunderzeit) bezeichnet.
Gleichzeitig mit der Eröffnung des neuen Bahnhofsgebäudes wurde der Bahnhof auch in "Pforzheim Hbf" umbenannt, bis dahin hieß er für die Bahn einfach "Pforzheim".
Am 14. Februar 2008 wurden die Fallblattanzeiger an den Bahnsteigen durch moderne, digitale Zugzielanzeigen ersetzt.
Abriss des Expressgutgebäudes
Im Juni 2011 begann der Abriss des ehemaligen Expressgutgebäudes, das für seinen ursprünglichen Zweck nach Aufgabe des Expressgutverkehrs durch die damalige Deutsche Bundesbahn seit den 1990er-Jahren nicht mehr benötigt wurde. Die freiwerdende Fläche wurde genutzt, um unter Einbezug des damaligen ZOB Mitte den am 13. Juni 2015 offiziell eröffneten neuen Zentralen Omnibusbahnhof für die gesamten in Pforzheim beginnenden und endenden regionalen Buslinien zu errichten.
Bilder vom Abriss des Expressgutgebäudes siehe unter Hauptbahnhof (Galerie)#Abriss des Expressgutgebäudes.
Barrierefreier Umbau
In den 2010er-Jahren wurde der Pforzheimer Hauptbahnhof barrierefrei umgebaut. Hierfür wurden die zuvor nur 38 cm hohen Bahnsteige auf eine Höhe von 55 cm über Schienenoberkante angehoben, was ein stufenloses Einsteigen in die Mehrzahl des dort verkehrenden Fahrzeugmaterials ermöglicht, und der mittlere Zugangstunnel an allen Bahnsteigen mit Aufzügen versehen.
Architektur der Bahnhofshalle bzw. des Empfangsgebäudes
In der Empfangshalle des Hauptbahnhof Pforzheim befindet sich das Hauptwerk von Karl Josef Huber („JoKarl)“ in Pforzheim: Die „swingende“[1] Metallplastik „Goldstadt an der Schwarzwaldpforte“ im Stil des Organischen und Farbigen Bauens (bewegte Formen u. bunter Bauschmuck), 1958.
Der Hauptbahnhof in Heilbronn wurde 1958 in ganz ähnlichem Stil erbaut und hatte ebenfalls ein damals ganz modernes "Flugdach" mit besonderer Beleuchtung sowie eine breite Empfangshalle mit großflächiger Glasfassade. In einem Buch von 1994, wo beide Bahnhöfe miteinander verglichen werden, kann man nicht nur anhand der Bilder bis heute Ähnlichkeiten feststellen, sondern auch eine Beschreibung der Stimmung im gastronomischen Bereich am Beispiel von Pforzheims Bahnhofs nachlesen. Zudem war es damals wohl noch üblich, eine Kegelbahn am Bahnhof anzubieten, wie im Vergleich zu Heilbronn festgestellt wird.
Weitere Informationen
In den Fußgängerunterführungen um den Hauptbahnhof befindet sich oft sogenannte Streetart.
Im östlichen Anbau des Hauptbahnhofs, der schon immer die eine oder andere Form von Schnellimbiss beherbergte, befindet sich seit 2006 eine Burger King-Filiale.
Verkehrsbedeutung
Pforzheim Hbf verknüpft die Bahnlinie Karlsruhe - Pforzheim - Mühlacker - Stuttgart mit der Enztalbahn Pforzheim - Bad Wildbad und der Nagoldtalbahn Pforzheim - Calw - Horb.
Im Fernverkehr halten hier die Züge der Intercity-Linie 61 (Karlsruhe – Pforzheim – Stuttgart – Nürnberg u. z.) sowie der CityNightLine Casiopeia (München – Paris). Im Nahverkehr wird Pforzheim Hbf bedient von:
- der Regional-Express-Linie RE 1 (Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Stuttgart - Aalen)
- der Metropol-Express-Linie MEX 17A (Pforzheim - Mühlacker - Bietigheim-Bissingen - Stuttgart)
- der Regionalbahn-Linie RB 74 (Pforzheim – Horb – Tübingen)
- der Stadtbahn-Linie S 5 (Wörth – Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Bietigheim-Bissingen)
- der Stadtbahn-Linie S 6 (Pforzheim – Bad Wildbad).
Die Überlandbuslinien, die Pforzheim anfahren, beginnen und enden am Zentralen Omnibusbahnhof, der ebenfalls in der Nachbarschaft des Hauptbahnhofs angesiedelt ist. Im innerstädtischen Busverkehr wird der Hauptbahnhof bedient von den Haltestellen Hauptbahnhof und Bahnhofstraße (früher: Hauptpost) der SVP, wobei die Bushaltestelle Hauptbahnhof Bestandteil des Zentralen Omnibusbahnhofs ist.
Bestehende Linienartikel dazu:
- RE1
- RB74 (Nagoldtalbahn)
- S5
- S6 (Enztalbahn)
- Bus 2 , Bus 3 , Bus 4 , Bus 41 , Bus 42 , Bus 5 , Bus 6 , Bus 62 , Bus 63 , Bus 7 , Bus 8 , Bus 10
Literatur
- Hans Georg Zier: Geschichte der Stadt Pforzheim. Stuttgart: Theiss, 1982, ISBN 3-8062-0234-6, S. 225-227.
- Christoph Timm: Pforzheim, Bewegte Zeiten - Die 50er Jahre. Gudensberg-Gleichen: Wartberg Verlag, 1996, ohne ISBN.
- Joachim Hennze: Zwei Bahnhöfe der späten fünfziger Jahre. Die Empfangsgebäude in Heilbronn und Pforzheim. Heilbronn 1994 (Heilbronner Museumsheft 17)
Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Raumausstattungen und Kunst am Bau. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 96.
Weblinks
- Das Stadtwiki Karlsruhe zum Thema „Pforzheim Hauptbahnhof”
- Wikipedia zum Thema „Pforzheim Hauptbahnhof”
- Wikipedia zum Thema „Bahnstrecke Karlsruhe–Mühlacker”
- Bilder Pforzheimer Bahnhöfe auf Railfaneurope.net
- Heilbronner Bahnhofsgeschichte mit vielen Verweisen zum Pforzheimer Hauptbahnhof, Seite des Stadtarchivs Heilbronn
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