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Kloster Hirsau: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Im Zuge der geistlichen Reformbewegung, die ab dem [[10. Jahrhundert]] vom Kloster in Cluny (Burgund, Frankreich) ausgeht, erhält das Hirsauer Kloster [[Aureliuskirche (Hirsau)|St. Aurelius]] unter Abt [[Wilhelm von Hirsau]] großen Zulauf und wird zu klein, außerdem ist seine Lage von Hochwassern der [[Nagold (Fluss)|Nagold]] betroffen. Daher wird [[1082]] auf der anderen Nagoldseite auf einem höher gelegenen Gelände mit dem Bau des Klosters St. Peter und Paul begonnen. Am [[2. Mai]] [[1091]] weiht Abt Wilhelm kurz vor seinem Tod die neue Klosterkirche und ein Jahr später zieht der Konvent von St. Aurelius nach St. Peter und Paul.
Im Zuge der geistlichen Reformbewegung, die ab dem [[10. Jahrhundert]] vom Kloster in Cluny (Burgund, Frankreich) ausgeht, erhält das Hirsauer Kloster [[Aureliuskirche (Hirsau)|St. Aurelius]] unter Abt [[Wilhelm von Hirsau]] großen Zulauf und wird zu klein, außerdem ist seine Lage von Hochwassern der [[Nagold (Fluss)|Nagold]] betroffen. Daher wird [[1082]] auf der anderen Nagoldseite auf einem höher gelegenen Gelände mit dem Bau des Klosters St. Peter und Paul begonnen. Am [[2. Mai]] [[1091]] weiht Abt Wilhelm kurz vor seinem Tod die neue Klosterkirche und ein Jahr später zieht der Konvent von St. Aurelius nach St. Peter und Paul.


Im 12. Jahrhundert zählte das Kloster Hirsau wirtschaftlich und kulturell zu den bedeutendsten Klöstern in Deutschland. Ab dem 13. Jahrhundert setzte dann ein lange währender Niedergang ein. Erst ab 1428 begann wieder eine Blütezeit des Klosters.
Mit der Einführung der [[Reformation]] [[1535]] im [[Herzogtum Württemberg]] durch Herzog [[Ulrich von Württemberg]] wird das Kloster in eine evangelische Klosterschule umgewandelt.

Mit der Einführung der [[Reformation]] [[Geschlossen::1535]] im [[Herzogtum Württemberg]] durch Herzog [[Ulrich von Württemberg]] wird das Kloster in eine evangelische Klosterschule umgewandelt.


Zwischen [[1586]] und [[1592]] lässt Herzog [[Ludwig von Württemberg]] das Jagdschloss durch seinen Baumeister [[Georg Beer]] errichten.
Zwischen [[1586]] und [[1592]] lässt Herzog [[Ludwig von Württemberg]] das Jagdschloss durch seinen Baumeister [[Georg Beer]] errichten.
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Ende des [[19. Jahrhundert]]s und im [[20. Jahrhundert]] werden immer wieder Grabungen vorgenommen, um die romanischen Überreste freizulegen und zu restaurieren.
Ende des [[19. Jahrhundert]]s und im [[20. Jahrhundert]] werden immer wieder Grabungen vorgenommen, um die romanischen Überreste freizulegen und zu restaurieren.

1983 formierte sich der Verein [[Freunde Kloster Hirsau e.V.]], der die Erforschung und Darstellung der Klostergeschichte sowie das Klostermuseum fördert.


== Erhaltene Bauwerke und Ruinen ==
== Erhaltene Bauwerke und Ruinen ==
* Oberes Tor, Unteres Tor, Umfassungsmauer
* Oberes Tor, Unteres Tor, Umfassungsmauer
* Fundamente der Klosterkirche: Vorkirche, Langhaus mit Querhaus und Choranlage, Allerheiligenkapelle, Kapelle und Mönchsfriedhof
* Fundamente der Klosterkirche: Vorkirche, Langhaus mit Querhaus und Choranlage, Allerheiligenkapelle, Kapelle und Mönchsfriedhof
* Klausur: Klosterküche, Sommerrefektorium im Südflügel, Kreuzgang mit Brunnenhaus, Noviziat, Kapitelsaal, [[Marienkapelle]] und Klosterbibliothek, Bruderraum und Parlatorium im Ostflügel, Infirmerie, Neue Abtei, Winterrefektorium im Westflügel
* Klausur: Klosterküche, Sommerrefektorium im Südflügel, Kreuzgang mit Brunnenhaus, Noviziat, Kapitelsaal, [[Marienkapelle (Hirsau)|Marienkapelle]] und Klosterbibliothek, Bruderraum und Parlatorium im Ostflügel, Infirmerie, Neue Abtei, Winterrefektorium im Westflügel
* Wirtschaftsgebäude: Wirtschaftshof, Amtsdienerwohngebäude, Küferei, Großer Fruchtkasten, Ökonomiebau, Klepperstall, Gästehaus, Pfarrgehöft, Klosterbrunnen, Haus Greiner, Messnerhaus, Amtsschreiberei, Zehntscheuer, Wagenhaus, Backhaus
* Wirtschaftsgebäude: Wirtschaftshof, Amtsdienerwohngebäude, Küferei, Großer Fruchtkasten, Ökonomiebau, Klepperstall, Gästehaus, Pfarrgehöft, Klosterbrunnen, Haus Greiner, Messnerhaus, Amtsschreiberei, Zehntscheuer, Wagenhaus, Backhaus
* Jagdschloss
* Jagdschloss
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:Telefon: (0 70 51) 96 88 66
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:Telefax: (0 70 51) 96 88 77
:Telefax: (0 70 51) 96 88 77

== Literatur ==
*[[Karl Greiner]]: ''Hirsau - seine Geschichte und seine Ruinen'', Calw 1950


== Weblinks ==
== Weblinks ==
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* {{Stadtwiki Karlsruhe}}
* {{Stadtwiki Karlsruhe}}
* {{Stadtwiki Karlsruhe|Kloster_Hirsau_(Bilder)|Bildergalerie von Kloster Hirsau}}
* {{Stadtwiki Karlsruhe|Kloster_Hirsau_(Bilder)|Bildergalerie von Kloster Hirsau}}
* [http://kloster-hirsau.de/pdf/kloster.pdf Seminararbeit zum Thema Kloster Hirsau] (pdf-Datei)
* {{Wikipedia}}
* {{Wikipedia}}
* [http://www.schloesser-magazin.de/de/objekte/hir/hirth.php Schlösser-Magazin über Hirsau]
* [http://www.hirsau.info/ueber-hirsau/geschichte-und-kultur/klosterruine-st-peter-und-paul Das Kloster Hirsau auf HIRSAU.info]


[[Kategorie:Gebäude (Calw)]]
[[Kategorie:Kloster Hirsau|!]]
[[Kategorie:Kloster]]
[[Kategorie:Kloster]]
[[Kategorie:Gebäude (Calw)]]
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]
[[Kategorie:Benediktiner]]
[[Kategorie:Nagoldtal]]
[[Kategorie:Nagoldtal]]

Aktuelle Version vom 25. Mai 2020, 17:24 Uhr

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Klosterruine Hirsau, Kreuzgang
Klosterruine Hirsau, Relief am Eulenturm
Informationstafel im Klostertor
Aureliuskirche, rechts davon das Klostermuseum

Das Kloster Hirsau ist eine Klosterruine im Calwer Stadtteil Hirsau.

Geschichte

Im Zuge der geistlichen Reformbewegung, die ab dem 10. Jahrhundert vom Kloster in Cluny (Burgund, Frankreich) ausgeht, erhält das Hirsauer Kloster St. Aurelius unter Abt Wilhelm von Hirsau großen Zulauf und wird zu klein, außerdem ist seine Lage von Hochwassern der Nagold betroffen. Daher wird 1082 auf der anderen Nagoldseite auf einem höher gelegenen Gelände mit dem Bau des Klosters St. Peter und Paul begonnen. Am 2. Mai 1091 weiht Abt Wilhelm kurz vor seinem Tod die neue Klosterkirche und ein Jahr später zieht der Konvent von St. Aurelius nach St. Peter und Paul.

Im 12. Jahrhundert zählte das Kloster Hirsau wirtschaftlich und kulturell zu den bedeutendsten Klöstern in Deutschland. Ab dem 13. Jahrhundert setzte dann ein lange währender Niedergang ein. Erst ab 1428 begann wieder eine Blütezeit des Klosters.

Mit der Einführung der Reformation 1535 im Herzogtum Württemberg durch Herzog Ulrich von Württemberg wird das Kloster in eine evangelische Klosterschule umgewandelt.

Zwischen 1586 und 1592 lässt Herzog Ludwig von Württemberg das Jagdschloss durch seinen Baumeister Georg Beer errichten.

Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges ziehen von 1630-1648 wieder Benediktiner ins Kloster ein.

Bis 1662 wird das Gebäude umgebaut und renoviert und die evangelische Klosterschule zieht wieder ein.

1692 werden große Teile der Gebäude im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch die Truppen der französischen Königs Ludwig XIV. unter General Ezéchiel de Mélac verwüstet und in Brand gesteckt.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden die Wirtschaftsgebäude wieder aufgebaut, Schloss und Kirche werden aufgegeben und abgebrochen.

Ende des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert werden immer wieder Grabungen vorgenommen, um die romanischen Überreste freizulegen und zu restaurieren.

1983 formierte sich der Verein Freunde Kloster Hirsau e.V., der die Erforschung und Darstellung der Klostergeschichte sowie das Klostermuseum fördert.

Erhaltene Bauwerke und Ruinen

  • Oberes Tor, Unteres Tor, Umfassungsmauer
  • Fundamente der Klosterkirche: Vorkirche, Langhaus mit Querhaus und Choranlage, Allerheiligenkapelle, Kapelle und Mönchsfriedhof
  • Klausur: Klosterküche, Sommerrefektorium im Südflügel, Kreuzgang mit Brunnenhaus, Noviziat, Kapitelsaal, Marienkapelle und Klosterbibliothek, Bruderraum und Parlatorium im Ostflügel, Infirmerie, Neue Abtei, Winterrefektorium im Westflügel
  • Wirtschaftsgebäude: Wirtschaftshof, Amtsdienerwohngebäude, Küferei, Großer Fruchtkasten, Ökonomiebau, Klepperstall, Gästehaus, Pfarrgehöft, Klosterbrunnen, Haus Greiner, Messnerhaus, Amtsschreiberei, Zehntscheuer, Wagenhaus, Backhaus
  • Jagdschloss

Heutige Nutzung

Heute sind in den Gebäuden folgende Institutionen untergebracht:

Die Marienkapelle ist evangelische Kirche, das Pfarrgehöft evangelisches Pfarramt, in der Küferei sind der Klosterkeller und Kindergarten und Grundschule und im Großen Fruchtkasten ist das Finanzamt und die dazugehörige ZIA (Zentrale Informations- und Annahmestelle) untergebracht.

Klostermuseum Hirsau

Klostermuseum

Das Klostermuseum Hirsau ist ein Zweigmuseum des Badischen Landesmuseums Karlsruhe. Es befindet sich in einem an die Aureliuskirche angrenzenden Gebäude, das die Stadt Calw 1984 erwarb. In dem ehemaligen herzoglichen Amtshaus eröffnete das Badische Landesmuseum Karlsruhe 1991 das Museum. Die ausgestellte Sammlung war bis 1957 in der Marienkapelle zu sehen. Der Bestand stammt aus einer Privatsammlung, die 1896 übereignet wurde. Mit der Zeit sind noch einige Fundstücke dazu gekommen. Gezeigt wird die Geschichte der Hirsauer Klöster St. Aurelius und St. Peter und Paul, anhand einiger Originalstücke, Modellen und Schautafeln. Ein weiterer Schwerpunkte ist die Geschichte des herzöglichen Schlosses und die Orts- und Sozialgeschichte Hirsaus.

Adresse

Kloster Hirsau
Calwer Straße 6
75365 Calw-Hirsau
Telefon: (0 70 51) 96 88 66
Telefax: (0 70 51) 96 88 77

Literatur

  • Karl Greiner: Hirsau - seine Geschichte und seine Ruinen, Calw 1950

Weblinks