Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Ernst Stoll: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
K Leben: + Wikilink
Schmelzle (Diskussion | Beiträge)
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
(10 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Ernst Stoll''' (* [[19. Oktober]] [[1891]], ?) war [[SPD]]-[[Stadtverordneter]] in [[Pforzheim]], Gegner der [[Nationalsozialist]]en und [[1944]] Opfer der „[[Aktion Gitter]].
'''Ernst Stoll''' (* [[Geburtstag::19. Oktober]] [[Geburtsjahr::1891]] in [[Geboren in::Pforzheim]], † [[Todestag::5. Oktober]] [[Todesjahr::1978]] [[Gestorben in::Pforzheim|ebenda]]) war [[Ist::Goldschmied]] und [[SPD]]-[[Stadtverordneter]] in [[Tätig in::Pforzheim]].


== Leben ==
== Leben ==
Ernst Stoll ist Goldschmied, [[1930]] wird er zum Stadtverordneten auf der Liste der SPD gewählt und engagiert sich im Vorstand des Arbeitergesangvereins „[[Freundschaft Brötzingen]]“. Nach der zwangsweisen Auflösung durch die Nationalsozialisten [[1933]] sammeln sich die Mitglieder des Chors im Verein „[[Eintracht-Frohsinn]]“, wo auch [[Karl Schroth]] zeitweise Unterschlupf findet.
Ernst Stoll war Goldschmied. [[1930]] wurde er zum Stadtverordneten auf der Liste der SPD gewählt und engagierte sich im Vorstand des Arbeitergesangvereins „[[Freundschaft Brötzingen]]“. Nach der zwangsweisen Auflösung durch die Nationalsozialisten [[1933]] sammelten sich die Mitglieder des Chors im Verein „[[Eintracht-Frohsinn]]“, wo auch [[Karl Schroth]] zeitweise Unterschlupf fand.
Die [[Gestapo]] verhaftet ihn am 24. August 1944 in Pforzheim, vom 27. August bis zum 11. September 1944 ist er wie 14 weitere frühere SPD- bzw. [[KPD]]-Stadtverordnete aus Pforzheim im Zug der „Aktion Gitter“ im Konzentrationslager Dachau eingesperrt.


Die Gestapo verhaftete ihn am 24. August 1944 in Pforzheim, vom 27. August bis zum 11. September 1944 war er wie 14 weitere frühere SPD- bzw. [[KPD]]-Stadtverordnete aus Pforzheim im Zug der [[Aktion Gitter]] im Konzentrationslager Dachau eingesperrt.
== Nach 1945 ==

Im August [[1945]] beruft die [[US-Militärregierung]] Ernst Stoll in den [[Gemeinderat Pforzheim|Stadtrat]].
Im August [[1945]] beruft ihn die US-Militärregierung in den [[Ist::Gemeinderat|Stadtrat]], wo er 1946 wiedergewählt wurde und bis 1948 ein Mandat hatte.

Er war aktives Mitglied des Bildungsvereins Brötzingen und Mitglied der Arbeiterwohlfahrt in Brötzingen. Er war an der Einrichtung der ersten Vorort-Bibliothek in der [[Weststadt]] beteiligt. Sein Hobby war die Ziegenzucht, wofür er viele, auch internationale Auszeichnungen erhielt.

== Quellen ==
*Stadtarchiv Pforzheim, Archivsignatur S1-29-S-199

== Literatur ==
*[[Hans-Peter Becht]]: ''„Laßt uns wenigstens im Unglück haushalten…“. Die ersten Kommunalwahlen in Pforzheim nach dem Zweiten Weltkrieg am 26. Mai 1946 und der Wiederaufbau der Demokratie in Deutschland'', Pforzheim 1996, S. 82/83.


{{DEFAULTSORT:Stoll, Ernst}}
{{DEFAULTSORT:Stoll, Ernst}}
[[Kategorie:Pforzheimer]]
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Goldschmied]]
[[Kategorie:Gemeinderat (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Politiker]]
[[Kategorie:Politiker]]
[[Kategorie:SPD]]
[[Kategorie:SPD]]

Aktuelle Version vom 15. März 2020, 21:43 Uhr

Ernst Stoll (* 19. Oktober 1891 in Pforzheim, † 5. Oktober 1978 ebenda) war Goldschmied und SPD-Stadtverordneter in Pforzheim.

Leben

Ernst Stoll war Goldschmied. 1930 wurde er zum Stadtverordneten auf der Liste der SPD gewählt und engagierte sich im Vorstand des Arbeitergesangvereins „Freundschaft Brötzingen“. Nach der zwangsweisen Auflösung durch die Nationalsozialisten 1933 sammelten sich die Mitglieder des Chors im Verein „Eintracht-Frohsinn“, wo auch Karl Schroth zeitweise Unterschlupf fand.

Die Gestapo verhaftete ihn am 24. August 1944 in Pforzheim, vom 27. August bis zum 11. September 1944 war er wie 14 weitere frühere SPD- bzw. KPD-Stadtverordnete aus Pforzheim im Zug der Aktion Gitter im Konzentrationslager Dachau eingesperrt.

Im August 1945 beruft ihn die US-Militärregierung in den Stadtrat, wo er 1946 wiedergewählt wurde und bis 1948 ein Mandat hatte.

Er war aktives Mitglied des Bildungsvereins Brötzingen und Mitglied der Arbeiterwohlfahrt in Brötzingen. Er war an der Einrichtung der ersten Vorort-Bibliothek in der Weststadt beteiligt. Sein Hobby war die Ziegenzucht, wofür er viele, auch internationale Auszeichnungen erhielt.

Quellen

  • Stadtarchiv Pforzheim, Archivsignatur S1-29-S-199

Literatur

  • Hans-Peter Becht: „Laßt uns wenigstens im Unglück haushalten…“. Die ersten Kommunalwahlen in Pforzheim nach dem Zweiten Weltkrieg am 26. Mai 1946 und der Wiederaufbau der Demokratie in Deutschland, Pforzheim 1996, S. 82/83.