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Leugenstein: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Ein Leugenstein wurde [[1934]] auf einem Acker bei [[Friolzheim]] gefunden und befindet sich heute im [[Lapidarium]] des Landesmuseums [[Württemberg]] in [[Stuttgart]]. Bei der Zehntscheuer von [[1563]] in Friolzheim befindet sich ebenfalls ein Abguss. Er nennt Marcus Julius Philippus als Kaiser und stammt damit aus dem Jahr 245 n.Chr. Nach [[Pforzheim]] ([[Portus]]) waren es 5 Leugen.
Ein Leugenstein wurde [[1934]] auf einem Acker bei [[Friolzheim]] gefunden und befindet sich heute im [[Lapidarium]] des Landesmuseums [[Württemberg]] in [[Stuttgart]]. Bei der Zehntscheuer von [[1563]] in Friolzheim befindet sich ebenfalls ein Abguss. Er nennt Marcus Julius Philippus als Kaiser und stammt damit aus dem Jahr 245 n.Chr. Nach [[Pforzheim]] ([[Portus]]) waren es 5 Leugen.


Bei [[Nöttingen]] wurden zwei Leugensteine entdeckt. Diese nennen Caracalla (211-217) und Severus Alexander (222-235) als Kaiser. Vom älteren Stein (gefunden [[1748]]) ist nur die obere Hälfte erhalten, weshalb keine Ortsangabe erhalten ist. Der jüngere Stein gibt die Entfernung nach Baden-Baden (Aquae) mit 17 Leugen an.
Bei [[Nöttingen]] wurden zwei Leugensteine entdeckt. Der erste nennt Caracalla (211-217) als Kaiser und wurde [[1748]] vom Ingenieur Caspar Carl Schwenck gefunden. Vom Text ist nur die obere Hälfte erhalten, weshalb keine Ortsangabe erhalten ist:
:IMP CAES M
:AVRELIO
:ANTONINO
:PIO FELICI AVG
:PARTHICO MAX
:IMO BRITANNI
:CO MAXIMO PON
:TIFICI MAXIMO

Die andere und jüngere Säule des Kaisers Severus Alexander (222-235) war schon [[1533]] bekannt, danach aber scheinbar wieder verschüttet und dann [[1747]] wieder ausgegraben worden. Sie gibt die Entfernung nach Baden-Baden (Aquae) mit 17 Leugen an:
:IM(p. Cae)S(ari), DIVI SEVERI PII
:NEPOT(i), DIVI ANTONINI PII
:MAG(ni) FILIO M AUR SEVERO
:ALEXANDRO PIO FEL(ici) AUG
:PONTIFICI MAX TRIBUNICI(a)E POTES(tates)
:COS PATRI PATRI(a)E CIV(itas) AUR(elia) AQ(uensis)
:AB AQUIS LEUG(ae)
:XVII


Ein weiterer Leugenstein fand man in [[1754]] auf dem Kirchhof von [[Ellmendingen]], welcher ebenfalls 17 Leugen angibt. Daher wird vermutet, dass womöglich beide Steine ursprünglich am selben Ort standen (eventuell in [[Dietenhausen]]). Der Name und die Titel des Kaisers wurden ausgemeißelt:
:IMP CAES DIVI SEVER
:NEPOTI DIVI ATONI
:NI IL EL
:A P
:AVG
: AQ L
:XVII





Aktuelle Version vom 14. März 2020, 17:35 Uhr

Eine Nachbildung eines römischen Leugensteins steht vor der Kelter in Mühlacker, der Originalfundort ist Friolzheim. Der Stein wurde im Jahr 1992 aufgestellt.

Leugensteine sind römische Meilensteine, die Entfernungen in der gallischen/keltischen Längenangabe Leuge maßen. 1 Leuge entspricht etwa 2,2 km. Auf dem Stein ist der Name des römischen Kaisers und die Entfernung zum nächsten Hauptort eingemeißelt.

Ein Leugenstein wurde 1934 auf einem Acker bei Friolzheim gefunden und befindet sich heute im Lapidarium des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart. Bei der Zehntscheuer von 1563 in Friolzheim befindet sich ebenfalls ein Abguss. Er nennt Marcus Julius Philippus als Kaiser und stammt damit aus dem Jahr 245 n.Chr. Nach Pforzheim (Portus) waren es 5 Leugen.

Bei Nöttingen wurden zwei Leugensteine entdeckt. Der erste nennt Caracalla (211-217) als Kaiser und wurde 1748 vom Ingenieur Caspar Carl Schwenck gefunden. Vom Text ist nur die obere Hälfte erhalten, weshalb keine Ortsangabe erhalten ist:

IMP CAES M
AVRELIO
ANTONINO
PIO FELICI AVG
PARTHICO MAX
IMO BRITANNI
CO MAXIMO PON
TIFICI MAXIMO

Die andere und jüngere Säule des Kaisers Severus Alexander (222-235) war schon 1533 bekannt, danach aber scheinbar wieder verschüttet und dann 1747 wieder ausgegraben worden. Sie gibt die Entfernung nach Baden-Baden (Aquae) mit 17 Leugen an:

IM(p. Cae)S(ari), DIVI SEVERI PII
NEPOT(i), DIVI ANTONINI PII
MAG(ni) FILIO M AUR SEVERO
ALEXANDRO PIO FEL(ici) AUG
PONTIFICI MAX TRIBUNICI(a)E POTES(tates)
COS PATRI PATRI(a)E CIV(itas) AUR(elia) AQ(uensis)
AB AQUIS LEUG(ae)
XVII


Ein weiterer Leugenstein fand man in 1754 auf dem Kirchhof von Ellmendingen, welcher ebenfalls 17 Leugen angibt. Daher wird vermutet, dass womöglich beide Steine ursprünglich am selben Ort standen (eventuell in Dietenhausen). Der Name und die Titel des Kaisers wurden ausgemeißelt:

IMP CAES DIVI SEVER
NEPOTI DIVI ATONI
NI IL EL
A P
AVG
AQ L
XVII


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