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Karl Ludwig Hamm: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Karl (Carl) Ludwig Hamm (geb. 5.11.1874 in Pforzheim; gest. 4.2.1919 in Pforzheim), Briefkopf mit Firmensignet.jpg|thumb|Karl (Carl) Ludwig Hamm (geb. 5.11.1874 in Pforzheim; gest. 4.2.1919 in Pforzheim), Briefkopf mit Firmensignet ]]
'''Carl Hamm''' (1874-1919)<ref>Timm, S. 136, 379.</ref> war ein Pforzheimer Architekt des [[Historismus]].<ref>Timm, S. 83, 136, 148, 379, 392, 397, 399, 471-473, 595, 596.</ref> Christoph Timm bezeichnet Hamm als lokalen „Meister der [[Neogotik]]“<ref>Timm, S. 136.</ref>, der „einige Bauten von kunsthandwerklichen Rang“ <ref>Timm, S. 136.</ref> schuf. Er arbeitete in einer Bürogemeinschaft [[Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß]]. Das Gebäude Zähringerallee 27/29 zeigt das Wappen der Familie Hamm. Er arbeitete zusammen mit seinem Schwager, dem Bildhauer [[Gustav Schultheiß]]. Zusammen mit Schultheiß entstand das Gebäude Zähringerallee 27/29 als ein „lokales Meisterwerk der späten Neogotik, mit dem er an das Bild altstadttypischer Bürgerhäuser anknüpfte.“ <ref>Timm, S. 596.</ref>
[[Datei:Jugendstil-Gebäude an der Ecke Zähringerallee sowie Salierstraße.JPG|thumb|300px|Zähringerallee 27/29, Entwurf Carl Hamm auf eigene Rechnung für sich selbst und seinen Schwager, den Bildhauer Gustav Schultheiß erbaut.<ref>Timm, S. 595-596.</ref>]]


'''Karl Ludwig Hamm''' (* [[Geburtstag::5. November]] [[Geburtsjahr::1874]] in {{Geboren in|Pforzheim}}; † [[Todestag::4. Februar]] [[Todesjahr::1919]] in {{Gestorben in|Pforzheim}})<ref name="Timm_2006">Timm 2006, S. 354.</ref><ref>Timm 2004, S. 136, 379.</ref> war ein [[Tätig in::Pforzheim]]er [[Ist::Architekt]] des [[Historismus]].<ref>Timm 2004, S. 83, 136, 148, 379, 392, 397, 399, 471-473, 595, 596.</ref>
== Werke ==
* 1907, Eutinger Straße 37, Entwurf Carl Hamm für den Fabrikanten Adolf Mohr.<ref>Timm, S. 136.</ref>
* 1907, Zeppelinstraße 21, Entwurf Carl Hamm für den Gastwirt Robert Schofer.<ref>Timm, S. 148-149.</ref>
* 1902, Nebeniusstraße 4/6, Entwurf Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß auf eigene Rechnung.<ref>Timm, S. 379.</ref>


Er hatte vermutlich eine handwerkliche Ausbildung in Karlsruhe oder Stuttgart genossen.<ref name="Timm_2006"/>
* 1902, Schwarzwaldstraße 36/38, Entwurf Carl Hamm für Robert Haug, Schreiner-Witwe.<ref>Timm, S. 399.</ref>


Christoph Timm bezeichnet Hamm als lokalen „Meister der [[Neogotik]]“<ref>Timm 2004, S. 136.</ref>, der „einige Bauten von kunsthandwerklichen Rang“ <ref>Timm 2004, S. 136.</ref> schuf. Er arbeitete zusammen mit [[Heinrich Klingenfuß]] in einer Bürogemeinschaft. Das Gebäude Zähringerallee 27/29 zeigt das Wappen der Familie Hamm. Er arbeitete zusammen mit seinem Schwager, dem Bildhauer [[Gustav Schultheiß]]. Zusammen mit Schultheiß entstand das Gebäude Zähringerallee 27/29 als ein „lokales Meisterwerk der späten Neogotik, mit dem er an das Bild altstadttypischer Bürgerhäuser anknüpfte.“ <ref>Timm 2004, S. 596.</ref>
* 1901, Bismarckstraße 10, Entwurf Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß für die Bauunternehmer Wörner, Lansche und Visel.<ref>Timm, S. 471.</ref>
* 1906, Bismarckstraße 20, Entwurf Carl Hamm für den Bauunternehmer Alexander Geist senior.<ref>Timm, S. 472-473.</ref>


== Werke ==
* 1906, Zähringerallee 27/29, Entwurf Carl Hamm auf eigene Rechnung für sich selbst und seinen Schwager, den Bildhauer Gustav Schultheiß erbaut.<ref>Timm, S. 595-596.</ref>
* 1907, Eutinger Straße 37, Entwurf Carl Hamm für den Fabrikanten [[Adolf Mohr]].<ref>Timm 2004, S. 136.</ref>
* 1907, Zeppelinstraße 21, Entwurf Carl Hamm für den Gastwirt [[Robert Schofer]].<ref>Timm 2004, S. 148-149.</ref>
* 1902, Nebeniusstraße 4/6, Entwurf Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß auf eigene Rechnung.<ref>Timm 2004, S. 379.</ref>


* 1902, Schwarzwaldstraße 36/38, Entwurf Carl Hamm für Robert Haug, Schreiner-Witwe.<ref>Timm 2004, S. 399.</ref>
== Geschichte ==

Die Gründerzeit und die Jahrhundertwende leiteten einen großen Bauboom ein.<ref name="Timm_83">Timm 2004, S. 83.</ref> Die Ansprüche an repräsentative Fassaden stiegen zunehmend an.<ref name="Timm_83"/> Daher fanden nun Architekten aus der Region ein reiches Betätigungsfeld.<ref name="Timm_83"/> Sie stammten aus dem Bauhandwerk und hatten ihre architektonische Ausbildung an einer der Baugewerkeschulen in Karlsruhe oder Stuttgart genossen: Carl Hamm,<ref>Timm, 83, 136, 148, 379, 392, 397, 399, 471-473, 595, 596.</ref> [[Alexander Geist junior]],<ref>Timm, 62, 83, 132, 309, 473, 552,556,559,565, 575, 578, 579, 590, 595.</ref> [[Christian Hering]], [[Otto Klein]],<ref>Timm, 49, 83, 85, 190, 356, 476, 477.</ref> [[Hermann Neutz]],<ref>Timm, 83, 289, 309, 355, 436, 469, 523.</ref> [[Albert Rau]]<ref>Timm, 83, 306, 395, 396, 561.</ref> und [[Josef Roos]].<ref name="Timm_83"/> So war die Innenstadt bis zum Luftangriff auf Pforzheim „stark von der Architektur des Historismus geprägt.“<ref name="Timm_85"/> Christoph Timm erklärt wie wichtig diese Bauten für Pforzheim waren: „Wie selbstbewusst man sich mit den Bauwerken jener Epoche identifizierte, zeigen die zahlreichen Ansichtskarten, die aus der Goldstadt in alle Welt gingen.“<ref name="Timm_85">Timm 2004, S. 85.</ref>
* 1901, Bismarckstraße 10, Entwurf Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß für die Bauunternehmer Wörner, Lansche und Visel.<ref>Timm 2004, S. 471.</ref>
* 1906, Bismarckstraße 20, Entwurf Carl Hamm für den Bauunternehmer [[Alexander Geist senior]].<ref>Timm 2004, S. 472-473.</ref>

* 1906, Zähringerallee 27/29, Entwurf Carl Hamm auf eigene Rechnung für sich selbst und seinen Schwager, den Bildhauer Gustav Schultheiß erbaut.<ref>Timm 2004, S. 595-596.</ref>


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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== Literatur ==
== Literatur ==
* Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004.
* [[Christoph Timm]]: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004.
* ''' Hamm, Karl Ludwig '''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen,'' Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: '''Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler''', hier S. 354.




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Aktuelle Version vom 18. August 2019, 15:20 Uhr

Karl (Carl) Ludwig Hamm (geb. 5.11.1874 in Pforzheim; gest. 4.2.1919 in Pforzheim), Briefkopf mit Firmensignet
Zähringerallee 27/29, Entwurf Carl Hamm auf eigene Rechnung für sich selbst und seinen Schwager, den Bildhauer Gustav Schultheiß erbaut.[1]

Karl Ludwig Hamm (* 5. November 1874 in Pforzheim; † 4. Februar 1919 in Pforzheim)[2][3] war ein Pforzheimer Architekt des Historismus.[4]

Er hatte vermutlich eine handwerkliche Ausbildung in Karlsruhe oder Stuttgart genossen.[2]

Christoph Timm bezeichnet Hamm als lokalen „Meister der Neogotik[5], der „einige Bauten von kunsthandwerklichen Rang“ [6] schuf. Er arbeitete zusammen mit Heinrich Klingenfuß in einer Bürogemeinschaft. Das Gebäude Zähringerallee 27/29 zeigt das Wappen der Familie Hamm. Er arbeitete zusammen mit seinem Schwager, dem Bildhauer Gustav Schultheiß. Zusammen mit Schultheiß entstand das Gebäude Zähringerallee 27/29 als ein „lokales Meisterwerk der späten Neogotik, mit dem er an das Bild altstadttypischer Bürgerhäuser anknüpfte.“ [7]

Werke

  • 1907, Eutinger Straße 37, Entwurf Carl Hamm für den Fabrikanten Adolf Mohr.[8]
  • 1907, Zeppelinstraße 21, Entwurf Carl Hamm für den Gastwirt Robert Schofer.[9]
  • 1902, Nebeniusstraße 4/6, Entwurf Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß auf eigene Rechnung.[10]
  • 1902, Schwarzwaldstraße 36/38, Entwurf Carl Hamm für Robert Haug, Schreiner-Witwe.[11]
  • 1901, Bismarckstraße 10, Entwurf Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß für die Bauunternehmer Wörner, Lansche und Visel.[12]
  • 1906, Bismarckstraße 20, Entwurf Carl Hamm für den Bauunternehmer Alexander Geist senior.[13]
  • 1906, Zähringerallee 27/29, Entwurf Carl Hamm auf eigene Rechnung für sich selbst und seinen Schwager, den Bildhauer Gustav Schultheiß erbaut.[14]

Einzelnachweise

  1. Timm, S. 595-596.
  2. 2,0 2,1 Timm 2006, S. 354.
  3. Timm 2004, S. 136, 379.
  4. Timm 2004, S. 83, 136, 148, 379, 392, 397, 399, 471-473, 595, 596.
  5. Timm 2004, S. 136.
  6. Timm 2004, S. 136.
  7. Timm 2004, S. 596.
  8. Timm 2004, S. 136.
  9. Timm 2004, S. 148-149.
  10. Timm 2004, S. 379.
  11. Timm 2004, S. 399.
  12. Timm 2004, S. 471.
  13. Timm 2004, S. 472-473.
  14. Timm 2004, S. 595-596.

Literatur

  • Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004.
  • Hamm, Karl Ludwig . In: Christoph Timm: Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen, Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 354.