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Sein Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der [[Osterfeldschule]] und des [[Kulturhaus Osterfeld|Kulturhauses Osterfeld]]. |
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==Literatur== |
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* Gerhard Brändle: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten"'', in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000 |
* Gerhard Brändle: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten"'', in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000 |
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* Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schul-getto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936 - 1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. 2011 |
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Aktuelle Version vom 3. August 2019, 07:49 Uhr

Siegbert Levy (* 1923 in Mühlbach bei Eppingen; † 1998) war Schüler zur NS-Zeit in Pforzheim und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten.
Diskriminierung
Sein Vater war Kultusbeamter an der Synagoge. Siegbert – später Steven – muss ab 1936 das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeldschule besuchen.
Seine Schwester Herta Levy musste das Hilda-Gymnasium verlassen und versuchte, eine Berufsausbildung als Schneiderin in Karlsruhe zu beginnen.
Aus dem Brief seiner Schwester Herta:
- „Leider ist mein einziger Bruder letztes Jahr (1998) gestorben. Ich kann mich erinnern, dass er in die jüdische Schule ging. Sein Name war Siegbert (Steven) Levy. Er war befreundet mit Jenny Hausspiegel und sie war auch in der Schule mit ihm und nach so vielen Jahren haben sich die beiden bei der Zusammenkunft in Pforzheim wiedergesehen und blieben befreundet.
- Ich selbst ging in die Hildaschule, bis man mich nicht mehr behalten durfte...“.
Erinnerung
Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Siegbert Levy am 27. Januar 2010 ein Stein vor seiner früheren Schule in den Boden eingelassen.
Sein Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeldschule und des Kulturhauses Osterfeld.
Literatur
- Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
- Gerhard Brändle: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
- Gerhard Brändle, mit Rebecca Eger: Schikaniert, diskriminiert, vertrieben, deportiert...: Biographien der Kinder und Lehrkräfte am "Schulgetto" an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936–1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld am 27.1.2011; herausgegeben von der Osterfeld-Realschule, Pforzheim 2011 [ohne ISBN]
Weblinks
- Gedenkseite für ehemalige jüdische Mitbürger auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim