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Lore Hirsch: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Bild:Stolperstein Lore Hirsch.jpg|thumb|Stolperstein am Osterfeld]]
'''Lore Hirsch''' (geb. 16. Juli 1924 in Pforzheim) war Schülerin in [[Pforzheim]] und Opfer der [[antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft]].
'''Lore Hirsch''' (* [[Geburtstag::16. Juli]] [[Geburtsjahr::1924]] in {{Geboren in|Pforzheim}}) war [[Ist (unverlinkt)::Schülerin]] in [[Tätig in::Pforzheim]] und Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung.
== Leben ==
== Schule und Familie ==

===Familie und Ausbildung===


Lore besuchte eine Privatschule: ''„Dann kam 1937 wie ein Blitz aus heiterem Himmel der Beschluss, dass alle Privatschulen geschlossen würden…''
Lore besuchte eine Privatschule: ''„Dann kam 1937 wie ein Blitz aus heiterem Himmel der Beschluss, dass alle Privatschulen geschlossen würden…''
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===Erinnerung===
===Erinnerung===


''„Als ich das von Ihnen beigelegte Bild betrachtete, wusste ich sofort wieder, dass unser Klassenzimmer im Parterre auf der linken Seite lag und dasjenige der kleineren Schüler auf der anderen Seite, wo Fräulein David unterrichtete“.
''„Als ich das von Ihnen beigelegte Bild betrachtete, wusste ich sofort wieder, dass unser Klassenzimmer im Parterre auf der linken Seite lag und dasjenige der kleineren Schüler auf der anderen Seite, wo Fräulein David unterrichtete“.''
''


Lores Vater wurde Ende 1938 aus dem KZ Dachau entlassen:
Lores Vater wurde Ende 1938 aus dem KZ Dachau entlassen:


''„Jetzt wussten wir, dass es allerhöchste Zeit war, aus Deutschland wegzugehen… am 28.8.1939, vier Tage vor Kriegsausbruch, verließen wir unsere alte Heimat und entkamen über die grüne Grenze nach Basel“.''
''„Jetzt wussten wir, dass es allerhöchste Zeit war, aus Deutschland wegzugehen… am 28.8.1939, vier Tage vor Kriegsausbruch, verließen wir unsere alte Heimat und entkamen über die grüne Grenze nach Basel“.''


===Flucht===


Der Familie Hirsch gelang 1939 die Flucht in die Schweiz.
Der Familie Hirsch gelang 1939 die Flucht in die Schweiz.


==Erinnerung==

Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Lore Hirsch am 27.1. 2011 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.
===Erinnerung===

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Edith Furchheimer am 27. 1. 2011 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.


Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.
Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.



==Literatur==
==Literatur==
*{{Brändle 2000}}
- Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim [[1933]] bis [[1945]]: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom [[Kulturamt Pforzheim|Kulturamt]] der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte
*derselbe<!--Gerhard Brändle-->: ''„Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten"'', in: [[Osterfeldschule]]n (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim 2000 [ohne ISBN]

*{{Brändle 2011}}
- Gerhard Brändle: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, [[2000]]

- Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schulgetto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim [[1936]] - [[1938]], veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. [[2011]]



== Weblinks ==
== Weblinks ==
* {{Gedenkverzeichnis|D/Lore,_Hirsch|Lore Hirsch}}
* {{Gedenkverzeichnis|H/Hirsch,_Lore}}


{{SORTIERUNG:Lore, Hirsch}}
{{SORTIERUNG:Hirsch, Lore}}
[[Kategorie:Frau]]
[[Kategorie:Frau]]
[[Kategorie:Pädagoge]]
[[Kategorie:Jude]]
[[Kategorie:Schüler der Osterfeldschule]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]

Aktuelle Version vom 8. Juli 2019, 23:38 Uhr

Stolperstein am Osterfeld

Lore Hirsch (* 16. Juli 1924 in Pforzheim) war Schülerin in Pforzheim und Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung.

Schule und Familie

Lore besuchte eine Privatschule: „Dann kam 1937 wie ein Blitz aus heiterem Himmel der Beschluss, dass alle Privatschulen geschlossen würden… Die Eltern schickten sie nicht ans Hilda-Gymnasium, „da 1935 der Antisemitismus schon sehr groß war und die jüdischen Kinder darunter sehr zuleiden hatten… so kam ich also an die jüdische Schule - ich glaube schon, dass man den Unterricht als Getto-Schule bezeichnen kann“, gemeint ist das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeldschule.

Erinnerung

„Als ich das von Ihnen beigelegte Bild betrachtete, wusste ich sofort wieder, dass unser Klassenzimmer im Parterre auf der linken Seite lag und dasjenige der kleineren Schüler auf der anderen Seite, wo Fräulein David unterrichtete“.

Lores Vater wurde Ende 1938 aus dem KZ Dachau entlassen:

„Jetzt wussten wir, dass es allerhöchste Zeit war, aus Deutschland wegzugehen… am 28.8.1939, vier Tage vor Kriegsausbruch, verließen wir unsere alte Heimat und entkamen über die grüne Grenze nach Basel“.

Der Familie Hirsch gelang 1939 die Flucht in die Schweiz.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Lore Hirsch am 27.1. 2011 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Literatur

  • Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
  • derselbe: „Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim 2000 [ohne ISBN]
  • Gerhard Brändle, mit Rebecca Eger: Schikaniert, diskriminiert, vertrieben, deportiert...: Biographien der Kinder und Lehrkräfte am "Schulgetto" an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936–1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld am 27.1.2011; herausgegeben von der Osterfeld-Realschule, Pforzheim 2011 [ohne ISBN]

Weblinks