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Rosa Reutlinger: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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==Erinnerung==
==Erinnerung==
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Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Rosa Reutlinger am [[Stolpersteine 27. Januar 2011|27. Januar 2011]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.
Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Rosa Reutlinger am [[Stolpersteine 27. Januar 2011|27. Januar 2011]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.



Aktuelle Version vom 8. Juli 2019, 23:15 Uhr

Stolperstein in Pforzheim

Rosa Reutlinger (* 8. November 1922 in Königsbach) war Schülerin in Pforzheim. Im Zuge der Judenverfolgung im Nationalsozialismus ist sie nach Palästina ausgewandert.

Diskriminierung

Rosa musste 1936 wie ihre Freundin Ruth Wolf die Fortbildungsschule an der Kaiser-Friedrich-Straße verlassen und das Schulgetto an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.

Erinnerungen

„Ich gedenke noch recht gut, dass alle Altersklassen zusammen gelernt haben… Wir lernten noch ein Jahr in der Fortbildungsschule und wurden zwangsweise, weil wir Juden waren, entlassen…

O, wie genau denke ich an die schreckliche Zeit.

In der Fortbildungsschule lernten wir nur ein Jahr anstatt drei Jahre. Ich denke, es muss im Jahr 1938 gewesen sein, da wir (sie und ihre jüngere Schwester Edith 1939) Pforzheim mit dem Kindertransport nach England verlassen mussten…

Ich war so dumm zu glauben, dass ich meine liebe Eltern und meine liebe Schwester Ilse noch einmal wiedersehen würde… Leider, leider ist sie mit meinen lieben Eltern umgekommen auf die schreckliche Weise in Auschwitz…

Sometimes I think it was just a bad dream…"

Deportation

Rosas Schwester Ilse (* 1922) und die Eltern Recha (* 1892) und Jakob Reutlinger (* 1886) ermordeten die Nazis in Auschwitz.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Rosa Reutlinger am 27. Januar 2011 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Literatur

  • Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
  • derselbe: „Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
  • Gerhard Brändle, mit Rebecca Eger: Schikaniert, diskriminiert, vertrieben, deportiert...: Biographien der Kinder und Lehrkräfte am "Schulgetto" an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936–1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld am 27.1.2011; herausgegeben von der Osterfeld-Realschule, Pforzheim 2011 [ohne ISBN]

Weblinks