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Josef Dörflinger: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Josef Dörflinger''' (* [[19. Oktober]] [[1893]] in [[Tübingen]]<!--, † unbekannt-->) war [[SPD]]- und ab 1933 [[SAP]]-Mitglied in [[Pforzheim]] und Gegner der [[Nationalsozialist]]en.
'''Josef Dörflinger''' (* [[Geburtstag::19. Oktober]] [[Geburtsjahr::1893]] in {{Geboren in|Tübingen}}; † [[Todestag::15. Dezember]] [[Todesjahr::1979]]) war [[SPD]]- und ab 1933 [[SAP]]-Mitglied in [[Tätig in::Pforzheim]] und Gegner der [[Nationalsozialist]]en.


== Leben ==
== Leben und Wirken==


Josef Dörflinger war Metalldrücker, 1928 bis 1933 wählten ihn seine Kollegen zum Betriebsrat. 1930 war er aktiv im Männergesangverein „Freundschaft-Brötzingen“. Ab 1924 war er Mitglied der SPD und Ortsvereinskassierer in [[Brötzingen]] bis zur Auflösung der SPD im Juni [[1933]].
Josef Dörflinger war Metalldrücker, Mitglied der [[Ist::Gewerkschafter|Gewerkschaft]] und 1928 bis 1933 wählten ihn seine Kollegen zum Betriebsrat. 1930 war er aktiv im Männergesangverein „Freundschaft-Brötzingen“. Ab [[1924]] war er Mitglied der SPD, Gründungsmitglied des „Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold“ zur Verteidigung der jungen Republik und Ortsvereinskassierer in [[Brötzingen]] bis zur Auflösung der SPD im Juni 1933.


Ab Sommer 1933, nach der Zerschlagung der Gewerkschaften und dem Verbot der SPD, arbeitete Josef Dörflinger in der illegalen SAP(Sozialistische Arbeiter-Partei) in Pforzheim mit. Die Gestapo verhaftete ihn im Juni 1938. Das Oberlandesgericht [[Stuttgart]] (2. Senat) verurteilte ihn am 14. März 1939 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei Jahren Gefängnis. Er musste wie [[Karl Schroth]] im Gefangenenlager Dieburg bei der Moor-Entwässerung mitarbeiten und im Straßenbau Steine klopfen.
== Im Widerstand ==


Nach der Befreiung Pforzheim durch die französische Armee am 18. April 1945 und dem Ende der Nazi-Diktatur am 8. Mai gründete er mit den Gewerkschafter Dathe, Rapp, Pöhler u.a. am 17. Juni ein „Komitee zur Wiedererrichtung der freien Gewerkschaften“.
Anschließend arbeitete Josef Dörflinger in der illegalen SAP-Organisation in Pforzheim mit. Die [[Gestapo]] verhaftete ihn im Juni 1938. Das Oberlandesgericht [[Stuttgart]] (2. Senat) verurteilte ihn am 14. März 1939 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei Jahren Gefängnis.


== Literatur ==
== Literatur ==
* Klaus Dagenbach, Markus Rupp: Die Pforzheimer SAPD im Widerstand, Pforzheim, 1995
* Klaus Dagenbach, Markus Rupp: Die Pforzheimer SAPD im Widerstand, Pforzheim, 1995
* Stefan Endlich: ''"Für Freiheit und Menschenwürde – 100 Jahre [[IG Metall]]"'', Pforzheim, 1991
* [[Hermann Rapp]]: ''"Aus schwerer und bewegter Zeit"'', Pforzheim, 1975
* {{Schroth 1977}}
* {{Schroth 1977}}


== Weblinks ==
{{DEFAULTSORT:Doerflinger, Josef}}
*[http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1613124 landesarchiv-bw.de]
[[Kategorie:Pforzheimer]]

{{SORTIERUNG:Dorflinger, Josef}}
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Metalldrücker]]
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]
[[Kategorie:NS-Gegner]]
[[Kategorie:NS-Gegner]]
[[Kategorie:SPD]]
[[Kategorie:SPD]]
[[Kategorie:SAP]]
[[Kategorie:Gewerkschafter]]

Aktuelle Version vom 20. Mai 2019, 21:15 Uhr

Josef Dörflinger (* 19. Oktober 1893 in Tübingen; † 15. Dezember 1979) war SPD- und ab 1933 SAP-Mitglied in Pforzheim und Gegner der Nationalsozialisten.

Leben und Wirken

Josef Dörflinger war Metalldrücker, Mitglied der Gewerkschaft und 1928 bis 1933 wählten ihn seine Kollegen zum Betriebsrat. 1930 war er aktiv im Männergesangverein „Freundschaft-Brötzingen“. Ab 1924 war er Mitglied der SPD, Gründungsmitglied des „Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold“ zur Verteidigung der jungen Republik und Ortsvereinskassierer in Brötzingen bis zur Auflösung der SPD im Juni 1933.

Ab Sommer 1933, nach der Zerschlagung der Gewerkschaften und dem Verbot der SPD, arbeitete Josef Dörflinger in der illegalen SAP(Sozialistische Arbeiter-Partei) in Pforzheim mit. Die Gestapo verhaftete ihn im Juni 1938. Das Oberlandesgericht Stuttgart (2. Senat) verurteilte ihn am 14. März 1939 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei Jahren Gefängnis. Er musste wie Karl Schroth im Gefangenenlager Dieburg bei der Moor-Entwässerung mitarbeiten und im Straßenbau Steine klopfen.

Nach der Befreiung Pforzheim durch die französische Armee am 18. April 1945 und dem Ende der Nazi-Diktatur am 8. Mai gründete er mit den Gewerkschafter Dathe, Rapp, Pöhler u.a. am 17. Juni ein „Komitee zur Wiedererrichtung der freien Gewerkschaften“.

Literatur

  • Klaus Dagenbach, Markus Rupp: Die Pforzheimer SAPD im Widerstand, Pforzheim, 1995
  • Stefan Endlich: "Für Freiheit und Menschenwürde – 100 Jahre IG Metall", Pforzheim, 1991
  • Hermann Rapp: "Aus schwerer und bewegter Zeit", Pforzheim, 1975
  • Karl Schroth: "Und immer wieder für die Freiheit: Pforzheimer sozialdemokratische Arbeiterbewegung 1924-1939", Pforzheim (SPD-Kreisverband Pforzheim) 1977

Weblinks