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Johann(es) von Trarbach: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Grabdenkmal Karls II. mit Ehefrauen, Inschrift „Cum gemina Carolum thala mi consorte Ioannes Tarbachius mira sculpsit feliciter arte“.jpg|thumb|400px| Die lateinische Inschrift des Sockels am Grabdenkmal Karls II. weist Johannes von Tarbach als Schöpfer des Kunstwerks aus: „Cum gemina Carolum thala / mi consorte Ioannes / Tarbachius mira sculpsit / feliciter arte (=Die Gestalt Karls zusammen mit dem Paar seiner Frauen zu schaffen, ist Johann von Tarbach in wunderbarer Kunstfertigkeit glücklich gelungen).“]] |
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Die lateinische Inschrift des Sockels am [[Grabdenkmal für Karl II. von Baden-Durlach sowie Kunigunde von Brandenburg-Kulmbach und Anna von Pfalz-Veldenz|Grabdenkmal Karls II.]] weist Johannes von Tarbach als Schöpfer des Kunstwerks aus: „Cum gemina Carolum thala / mi consorte Ioannes / Tarbachius mira sculpsit / feliciter arte (=Die Gestalt Karls zusammen mit dem Paar seiner Frauen zu schaffen, ist [[Johann(es) von Trarbach|Johann von Tarbach]] in wunderbarer Kunstfertigkeit glücklich gelungen).“<ref>Timm 2004, S. 229–230.</ref> |
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Trarbach, der das [[Grabdenkmal für Karl II. von Baden-Durlach sowie Kunigunde von Brandenburg-Kulmbach und Anna von Pfalz-Veldenz|Grabdenkmal für Karl II.]] signierte, zählt Christoph Timm zufolge zu den ''„namhaftesten südwestdeutschen Bildhauern der Renaissancezeit“.''<ref name="76f">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Renaissance'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 76-77.</ref> |
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Karl II. verlor mit Albrecht d. J. († 1574) und Anna Maria († 1573) zwei Kinder in jungen Jahren. Karl beauftragte daraufhin den ''„Modebildhauer“''<ref>[http://www.inschriften.net/pforzheim-stadt/einleitung/5-die-inschriftentraeger.html ''DIE INSCHRIFTEN DER STADT PFORZHEIM''] </ref> das Grabdenkmal des Sohnes Albrecht zu schaffen. Nachdem das Denkmal für Albrecht um 1576 fertiggestellt wurde, hat Karl II. noch zu Lebzeiten – also vor 1577 – das Grabdenkmal für sich und seine beiden Frauen bei dem Bildhauer in Auftrag gegeben.<ref>[http://www.inschriften.net/pforzheim-stadt/einleitung/5-die-inschriftentraeger.html ''DIE INSCHRIFTEN DER STADT PFORZHEIM''] </ref> |
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== Werke in Pforzheim == |
== Werke in Pforzheim == |
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*[[Grabdenkmal für Prinzessin Marie von Baden-Durlach]] |
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* Epitaph für Ernst Veit Breitschwert, 1599 |
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*[[Grabdenkmal für Prinz Albrecht den Jüngeren von Baden-Durlach]], |
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*[[Grabdenkmal für Karl II. von Baden-Durlach sowie Kunigunde von Brandenburg-Kulmbach und Anna von Pfalz-Veldenz]] |
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== Literatur == |
== Literatur == |
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* ''' Johann(es) von Trarbach '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 357. |
* ''' Johann(es) von Trarbach '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: '''Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler''', hier S. 357. |
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* Hans Rott: Kunst und Künstler am Baden-Durlacher Hof, Karlsruhe, S. 68. |
* Hans Rott: Kunst und Künstler am Baden-Durlacher Hof, Karlsruhe, S. 68. |
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==Einzelnachweise== |
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Aktuelle Version vom 5. Februar 2019, 23:22 Uhr

Johann(es) von Trarbach (geb. 1530; gest. 15.11.1586 in Simmern, Hunsrück) war ein niederländisch beeinflusster Renaissance-Bildhauer, der Grabdenkmäler in der Pforzheimer Schloßkirche schuf.
Die lateinische Inschrift des Sockels am Grabdenkmal Karls II. weist Johannes von Tarbach als Schöpfer des Kunstwerks aus: „Cum gemina Carolum thala / mi consorte Ioannes / Tarbachius mira sculpsit / feliciter arte (=Die Gestalt Karls zusammen mit dem Paar seiner Frauen zu schaffen, ist Johann von Tarbach in wunderbarer Kunstfertigkeit glücklich gelungen).“[1]
Trarbach, der das Grabdenkmal für Karl II. signierte, zählt Christoph Timm zufolge zu den „namhaftesten südwestdeutschen Bildhauern der Renaissancezeit“.[2]
Karl II. verlor mit Albrecht d. J. († 1574) und Anna Maria († 1573) zwei Kinder in jungen Jahren. Karl beauftragte daraufhin den „Modebildhauer“[3] das Grabdenkmal des Sohnes Albrecht zu schaffen. Nachdem das Denkmal für Albrecht um 1576 fertiggestellt wurde, hat Karl II. noch zu Lebzeiten – also vor 1577 – das Grabdenkmal für sich und seine beiden Frauen bei dem Bildhauer in Auftrag gegeben.[4]
Werke in Pforzheim
- Grabdenkmal für Prinzessin Marie von Baden-Durlach
- Grabdenkmal für Prinz Albrecht den Jüngeren von Baden-Durlach,
- Grabdenkmal für Karl II. von Baden-Durlach sowie Kunigunde von Brandenburg-Kulmbach und Anna von Pfalz-Veldenz
Literatur
- Johann(es) von Trarbach . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 357.
- Hans Rott: Kunst und Künstler am Baden-Durlacher Hof, Karlsruhe, S. 68.
Einzelnachweise
- ↑ Timm 2004, S. 229–230.
- ↑ Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Renaissance. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 76-77.
- ↑ DIE INSCHRIFTEN DER STADT PFORZHEIM
- ↑ DIE INSCHRIFTEN DER STADT PFORZHEIM