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Emil Georg Bührle

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Emil Georg Bührle (*31. August 1890 in Pforzheim; † 26. November 1956 in Zürich) war ein Industrieller, Kunstsammler und Stifter. Aus seiner Kunstsammlung ging die Stiftung Sammlung E. G. Bührle in Zürich hervor.

Bührle studierte von 1909 bis 1914 in Freiburg und München Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturgeschichte. Nach seinem Studium wurde er Kavallerieoffizier und nahm am Ersten Weltkrieg teil. 1919 begann er, begünstigt durch die Verlobung mit der Unternehmerstochter, eine Karriere bei der Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik. Diese Fabrik kaufte 1923 die Schweizer Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon (WO) auf, zu deren Geschäftsführer Bührle vom Schwiegervater ernannt wurde. 1929 wurde er Mehrheitsaktionär von WO und im Jahr 1936 Alleininhaber der Firma, im Zuge dessen er auch Schweizer Staatsbürger wurde.

Die Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon wurde unter Bührles Führung zu einem weltweit bekannten Rüstungsunternehmen. Durch den Zweiten Weltkrieg sowie die zeitlich nachfolgenden internationalen Krisen waren die Absatzmärkte gesichert und bescherten der Familie großen Reichtum. Mit diesem Vermögen wuchs die private Kunstsammlung von Emil Bührle stetig. Seine Sammlung umfasst neben mittelalterlichen Plastiken und Gemälden alter Meister vor allem Bilder des französischen Impressionismus und der klassischen Moderne, darunter Meisterwerke von Paul Cézanne, Pierre-Auguste Renoir und Vincent van Gogh.

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste Bührle 13 Gemälde aus französisch-jüdischem Besitz an die Alteigentümer zurückgeben oder ein zweites Mal erwerben.

Aus der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon ging 1973 die Oerlikon-Bührle Holding hervor, die ihren Namen 2000 in Unaxis, 2006 in OC Oerlikon Corporation änderte.

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