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Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Warenhaus Geschwister Knopf

Das Warenhaus Geschwister Knopf war eine Warenhauskette mit Sitz in Karlsruhe, die 1881 von Max Knopf (1857-1934) und seiner älteren Schwester Johanna durch Übernahme eines Textilhandels gegründet wurde. In den folgenden Jahren wurden in anderen, meist badischen, Städten Filialen eröffnet. Am 8. Dezember 1911 wurde die Pforzheimer Filiale am Marktplatz 14 in einem Neubau nach Entwürfen des Hausarchitekten Camillo Frei aus Karlsruhe feierlich eröffnet.
1914 wurde das benachbarte ehemalige Wronker-Warenhaus übernommen und in den Warenhaus-Komplex integriert, der nun das ganze Quartier am Marktplatz umfasste. Am 20. November 1931 wurde ein Erweiterungsbau des Warenhauses Knopf eröffnet. 1931 war Max Knopf Alleininhaber der Kette. Seit 1934 führte Margarethe Levis (geb. Knopf), die Tochter von Max Knopf, nach dem Tod ihres Vaters im Oktober 1934 die Geschäfte. Ihr Bruder Rudolf Hermann Knopf (1893-1924), der einzige Sohn von Max und ausgemachter Nachfolger, war bereits im April 1924 an einer Grippe gestorben.
Anfang April 1933 schreibt der Pforzheimer Anzeiger über den Boykott jüdischer Geschäfte in Pforzheim. Schon einige Zeit vor Beginn des Boykotts am 1. April 1933 um 10 Uhr hatten sich Menschenmengen vor dem Kaufhaus Geschwister Knopf versammelt und sich Posten der SA vor den Eingängen des Kaufhauses postiert. In einer Übersicht, die vom Badischen Finanz- und Wirtschaftsministerium erteilten Genehmigungen zur "Entjudung" von Warenhäusern, Kaufhäusern usw. betreffend, als Folge der Verordnung zur Anmeldung des Vermögens von Juden vom 26. April 1938, findet sich zum Pforzheimer Kaufhaus Geschwister Knopf folgende Angabe: "Warenhaus Geschwister Knopf, Einzelinhaberin Frau Marg. Levis, geb. Knopf in Karlsruhe. Arische Erwerber - E. Luplow K.G. in Pforzheim, - erteilte Genehmigung - 19.11.1938". (In anderen Quellen wird die Herbert Luplow KG aus Münster als Erwerber des Pforzheimer Warenhauses genannt.)
Margarethe Levis und ihrer Familie gelang im März 1941 die Flucht in die USA. Andere Familienmitglieder konnten sich in die Schweiz retten.
Beim Luftangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 wurde das Warenhaus am Marktplatz weitgehend zerstört. Die Ruine wurde 1953 abgebrochen.
Quellen
- Gerhard Brändle: Die jüdischen Mitbürger der Stadt Pforzheim. 1985, S. 72-73.83.
- Michail Fundaminski: Aus der Vergangenheit Pforzheimer Warenhäuser. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. 155. Bd. Stuttgart 2007 S. 505-531.
- Thomas Frei, John F. Mueller: Suche nach einem bestimmten Knopf. In: Pforzheimer Zeitung. 1. April 2011 [1]
- Der Erweiterungsbau Geschw. Knopf In: "Pforzheimer Rundschau" vom 21. November 1931 [2]