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Pforzheimer Kleinbahn

Von PFENZ
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Museal erhaltener Kleinbahn-Triebwagen und Beiwagen am Omnibusbetriebshof, Juli 1996
Mastfundament der Oberleitung auf dem früheren Bahndamm am Radweg EllmendingenWeiler

Die Pforzheimer Kleinbahn war eine 19 km lange Schmalspurbahn, die Pforzheim mit Dietlingen, Ellmendingen und Ittersbach verband. Ihrer idyllischen Streckenführung hat sie den Beinamen Panoramabahn zu verdanken.

Geschichte

Die Kleinbahn wurde am 2. Januar 1900 mit der Strecke Ittersbach - Brötzingen eröffnet. Am 2. Juli 1901 fuhr sie erstmals bis zum Leopoldsplatz.

Die Strecke wurde ursprünglich von Dampfzügen befahren, erst 1910 wurde die Strecke elektrifiziert.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Betreibergesellschaft, die Badische Lokaleisenbahn-Aktiengesellschaft (Bleag), in eine aussichtslose Lage, so dass die Stadt Pforzheim die Bahn kaufte, erneut elektrifizierte und am 24. Mai 1931 eröffnete man die Strecke erneut, diesemal unter dem Namen Kleinbahn der Stadt Pforzheim.

Zurückgehende Fahrgastzahlen wegen einer ungünstigen Trassierung und zunehmende Individualmotorisierung führten in den 1960er-Jahren zum Beschluss, die Bahn durch eine Buslinie zu ersetzen. Der Tornado im Sommer 1968 zerstörte den Streckenabschnitt Brötzingen ↔ Dietlingen.

Man entschied sich gegen eine Reparatur der zerstörten Gleistrasse und legte die Kleinbahn am 3. August 1968 still.

Gegenwart

Nachfolger der Kleinbahn wurde die Omnibuslinie A der Stadtwerke Pforzheim Verkehrsbetriebe von Pforzheim nach Ittersbach, heute die Buslinie 720 der Städtischen Verkehrsbetriebe Pforzheim.

Zukunft

Es ist geplant, die Bahnverbindung Pforzheim ↔ Ittersbach mit Normalspur und DUEWAG GT 8-100-Triebwagen wiederzubeleben, allerdings mit einer südöstlicheren Streckenführung von Ittersbach über Straubenhardt nach Neuenbürg, wo die Strecke in die Enztalbahn einmünden könnte. Eine standardisierte Bewertung hat allerdings ergeben, dass der Trassenbau zwischen Ittersbach und Pforzheim in Zeiten knapper Fördermittel zu kostspielig ist.

Nutzung als Radweg

Einige kleinere Abschnitte der Strecke können als Radweg genutzt werden. So stellt der Aufstieg der Bahn von Brötzingen aus parallel zum Arlinger eine relativ gemächliche Möglichkeit, das Enztal per Rad Richtung Pfinztal und Karlsruhe zu verlassen. Innerhalb des Baugebiets muss dabei einmal auf eine parallele Straße ausgewichen werden.

Karte

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Weblinks

Quellen