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Enztalbank Häberle & Co. KG
Die Enztalbank Häberle & Co. KG war ein als Privatbank geführtes Kreditinstitut in Bad Wildbad.
Geschichte
Gegründet wurde die Bank 1923 vom aus Göppingen stammenden Eugen Häberle. Als Kommanditist fungierte Alfred Gauthier aus Calmbach, von dem auch 99.400 Mark Einlagen stammten.
Die Bank vergab größere, zum Teil zinslose Darlehen. Im Lauf der Jahre geriet die Bank in eine Schieflage, nachdem Kreditausfälle durch neue Darlehen überbrückt wurden und geleistete Sicherheiten nicht den ursprünglich angesetzten Wert hatten.
Ende 1934 fand erstmals eine Überprüfung der Bank statt. Bei einer weiteren Prüfung im Jahr darauf wurde der dringende Sanierungsbedarf festgestellt. Da im Lauf des Jahres verschiedene Sanierungsversuche scheiterten, ordnete das Berliner Reichskommissariat in Januar 1936 die Liquidation an. Mit der Durchführung wurde die Gewerbebank Pforzheim beauftragt.
Die Forderungen der Gläubiger wurden in einem außergerichtlichen Vergleichsverfahren geregelt. Eugen Häberle wurde im August 1937 wegen Bankrott, Untreue und Betrugs zu einer Haftstrafe von sieben Monaten verurteilt. Die Löschung der Bank aus dem Handelsregister erfolgte nach dem Abschluss der Liquidation im September 1941.
Einzelnachweise
- Zeitung „Enzthäler“ vom 25.04.1936, 06.08.1936, 25.08.1937, 26.08.1937 und 11.10.1941