Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Johann Christian Roller
Johann Christian Roller (geb. 27. August 1773 in Pforzheim; gest. 16. März 1814 in Pforzheim) Irrenarzt und Vorkämpfer der Kuhpockenimpfung
Familie
Er war vermählte sich im Jahre 1796 mit Auguste geb. Finner. Sie gebar ihm 4 Töchter und 2 Söhne. Sein ältester Sohn Christian Friedrich Wilhelm wurde später Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Illenau.
Leben
Im Jahre 1811 erschien in Pforzheim im Stile der damals üblichen Veröffentlichungen ein Buch, betitelt: ,,Erster Versuch einer Beschreibung der Stadt Pforzheim mit besonderer Beziehung auf das physische Wohl ihrer Bewohner“. Als Verfasser zeichnete der Großherzogliche Badische Physikus des Irren- und Siechenhauses in Pforzheim, Johann Christian Roller. Mit diesem Namen verbindet sich die Gestalt eines verdienten und fortschrittlichen Arztes, der im besten Mannesalter ein Opfer seines Berufes werden sollte.
Zunächst besuchte Johann Christian Roller das Pädagogium seiner Heimatstadt, wechselte 1789 aber von da auf die Hohe Karlsschule in Stuttgart über. An dieser Schule, die wenige Jahre zuvor kein Geringerer als Friedrich Schiller durchlaufen hatte, bereiteten ihn vor allem die humanistischen Bildungsfächer und schließlich ein seit Ostern 1792 absolvierter Anfängerkurs für Arzneiwissenschaft und auf das erstrebte medizinische Studium vor. Vom Herbst 1792 bis Ostern 1795 vollendete er seine Studien an der Universitär Jena, wobei er neben medizinischen Vorlesungen auch solche in Philosophie, Mathematik, Physik und Chemie hörte. Im Sommer 1795 legte Roller in Karlsruhe vor der Sanitätskommission mit Erfolg die staatliche Prüfung in Medizin (einschließlich Geburtshilfe) ab, auf Grund deren er unter dem 13. Juli des gleichen Jahres die Erlaubnis hielt, den Beruf eines praktischen Arztes auszuüben.
Da seine Bemühungen, eine festbesoldete staatliche Anstellung zu erhalten, zunächst ergebnislos blieben, ließ er sich in Pforzheim als freier Arzt nieder und vertrat nebenbei verschiedentlich erkrankte, beurlaubte oder anderweitige verhinderte Fachkollegen. Als er so im Frühjahr 1798 vertretungsweise fünf Wochen lang die ärztliche Tätigkeit des Hofrats, Stadt- und Landphysikus Dr. Gysser am Zucht-, Toll- und Waisenhaus wahrnahm, kam er erstmals mit seiner späteren Wirkungsstätte in engere Berührung. Hier führte er als erster Arzt in der damaligen badischen Markgrafschaft im Jahre 1801 die Kuhpockenimpfung bei Kindern, gegen die Blattern durch.
Arbeitsstelle