Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Tumba für Markgraf Ernst und Ursula von Rosenfeld

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Tumba (Hochgrab) für Markgraf Ernst und Markgräfin Ursula von Rosenfeld in der Schloßkirche Pforzheim
Seitenansicht

Die Tumba für Markgraf Ernst und Ursula von Rosenfeld ist ein historisches Kulturdenkmal im Stiftschor der Schloßkirche St. Michael in Pforzheim.

Beschreibung

Es ist das älteste fürstliche Grabdenkmal in der Schlosskirche. Die historische Grabplatte, geschaffen von Christoph von Urach, wurde später auf einen Marmorsockel von 1879 aufgesetzt. Auf den vier Seitenflächen des Sockels sind zwischen Pilastern insgesamt 22 Wappen angebracht. Die umlaufende Wappenreihe führt eine umfassende Genealogie des Fürstenhauses vor. Auf der Deckplatte ist das Relief zu sehen, das Markgraf Ernst und Ursula von Rosenfeld darstellt. Der Markgraf ist in voller Rüstung gekleidet. Sein Kopf ruht auf einem Barett mit Federbusch. Zu seinen Füßen ist ein Löwe (Symbol der Stärke) zu sehen. Der Kopf seiner Gemahlin ruht auf einem Kopfkissen. Sie trägt einen Mantel und Kleid. Zu ihren Füßen ruht ein Hund (Symbol der Treue). Das Schutzdach, das 1943 errichtet wurde, bewahrte das Grabmal vor der Zerstörung beim Luftangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945. Christoph Timm bezeichnet, das Grabdenkmal als ein „Meisterwerk des Übergangsstils von der Gotik zur Renaissance“.[1] Mathias Köhler sieht auch einen Übergang vom Mittelalter zur Renaissance: „Die Darstellungsweise als Liegefiguren schöpft noch aus der Tradition der mittelalterlichen Fürstengrabmäler (St. Denis, Elisabethkirche Marburg/Lahn, Bamberger Dom). Im streng symmetrischen Gesamtaufbau, der figürlichen Ausbildung und im antikisierenden Säulenschmuck wird aber der Einfluß des Renaissancestils deutlich spürbar.“[2]

Einzelnachweise

  1. Timm 2004, S. 227.
  2. Köhler 1996, S. 32.

Literatur

  • Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6.
  • Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler:Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1983, ISBN 978-3-8035-1225-3.
  • Mathias Köhler: Ev. Schloss- und Stiftskirche St. Michael Pforzheim, Regensburg 1996.