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Neulingen

Von PFENZ
Version vom 4. September 2010, 14:46 Uhr von Seggel (Diskussion | Beiträge) (+ weblink/wikilink)
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Die Gemeinde Neulingen im Enzkreis wurde 1974 im Zuge der Gemeindereform aus den Gemeinden Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum gebildet.

Neulingen
Kreis: Enzkreis
Koordinaten: 48° 97′ N, 8° 70′ O
Höhe: 325 m ü. NN
Fläche: 23,2 km²
Einwohner: 6.669 Stand: 31.12.2008
Bevölkerungsdichte: 287 Einwohner/km²
Postleitzahl: 75245
Vorwahl: 0 72 37
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstraße 2
75245 Neulingen
Webpräsenz: www.neulingen.de
Bürgermeister: Michael Schmidt


Bürgermeister der 6.546 (Stand 01.01.2006) Einwohner zählenden Gemeinde ist Michael Schmidt. Davon leben in Bauschlott 3.217 Personen, in Göbrichen 2.067 Personen und in Nußbaum 1.262 Personen.

Alle drei Ortsteile liegen auf der Bauschlotter Platte, einer wasserarmen Karsthochfläche, und haben eine Gesamtfläche von 2.338 ha.

Das einstige Dorf Neidlingen

Von allen abgegangenen Siedlungen aus der Umgebung von Pforzheim ist Neidlingen die bekannteste. Es war einst Pfarrdorf und Mutterkirche von Ispringen und scheint zeitweilig aus zwei Orten, aus Unter- und Oberneidlingen bestanden zu haben. Ab 13. Jahrhundert wird ein Ortsadel, die Herren von Neidlingen, erwähnt, die zu Anfang des 15. Jahrhunderts ausgestorben zu sein scheinen.. Die Burg der Herren von Neidlingen stand wahrscheinlich im heutigen Neulinger Wald, wo auch Mauereste gefunden wurden. Das Dorf Neidlingen lag wohl in einem Wiesengelände nördlich vom Walde. 1365 verkauften die Edelknechte Berthold Göler und seine Brüder Konrad und Hans von Enzberg an die Priorin und den Konvent des Prediger-Frauenklosters in Pforzheim ihre Kirchensätze zu Ispringen und Neidlingen um 1500 Gulden. Fünf Jahre später,1370, wird Neidlingen als vollständig zerstört bezeichnet. Wie ist die Zerstörung erfolgt? Ist es in kriegerischen Fehden niedergebrannt worden? Dies wäre nicht ausgeschlossen, denn damals herrschten unruhige Zeiten. Die Kriege wurden meist in der Weise geführt, dass man in die ungeschützten Dörfer des Gegners einfiel und sie niederbrannte. In der Zeit als Neidlingen abging, fällt der aus Uhlands Ballade bekannte Überfall in Wildbad (1367) statt. Daran beteiligt waren auch die Wunnsteiner, die nach einer Urkunde aus dem Jahre 1428 in Neidlingen begütert waren. Was lag also näher, als dass sie Eberhard der Greiner für den Überfall durch Zerstörung wunnsteinischer Dörfer rächte? Die ist nur eine Vermutung, und selbst wenn sie zutreffen sollte, wäre immer noch nicht geklärt, warum der Ort nach der Zerstörung nicht wieder aufgebaut wurde, wie es in den meisten Fällen geschah. Es mussten also noch andere Ursachen dazu geführt haben, dass die Bewohner zum dauernden Verlassen des Ortes nötigten. Wer schon einmal im Frühjahr zur Zeit der Schneeschmelze über die Neulinger Wiesen gegangen ist, der weiß, wie dort an mehreren Stellen das Wasser in gurgelnden Tönen in die Tiefe verschwindet. Ein eigentümliches und unsicheres Gefühl beschleicht uns, und man verlässt wieder rasch den unsicheren Boden, von dem man nie weiß, ob und wann er unter unseren Füßen wieder einbricht. Die Gegend ist eine typische Kalk- und Karstlandschaft mit unterirdischen Flussläufen, Erdfällen und Quelltöpfen, in denen die unterirdischen Wasserläufe zutage treten (Ispringen). Die Bildung von Erdfällen geht in dieser Gegend immer noch vor sich, wie man aus Beobachtungen weiß. Diese Gegebenheiten könnten natürlich auch ein Grund dafür gewesen sein, dass die Bewohner von Neidlingen ihren Ort aufgaben.

Die Gemarkung Neidlingen wird noch lange als Gemarkung erwähnt. Später wurde sie mit der Gemarkung Göbrichen vereinigt. Daher erklärt sich die eigenartige Gestalt der Gemarkung Göbrichen und die Lage des Ortes. Die Sage will wissen, dass die Bewohner von Neidlingen nach Göbrichen gezogen seien. Dies ist möglich. Doch sollte man bei Sagen vorsichtig sein, dies zeigt eine andere Sage, die Neidlingen im 30-jährigen Kriege zerstören lässt und zwar deswegen, weil die Bewohner der Einführung der Reformation Widerstand geleistet hätten; dabei wird aber der Ort schon 200 Jahre vorher als zerstört bezeichnet, und die Reformation ist 1556 in der Gegend zur Einführung gelangt.

Quelle Der Enz- und Pfinzgau aus dem Jahr 1925 - bearbeitet von R. Cölsch

Ausflugsziele

Sehenswürdigkeiten

Verwaltung

Das Rathaus ist im KOMM-IN dem neuen Dienstleistungszentrum und Verwaltungszentrum in der Gemeinde Neulingen.

KOMM-IN
Schloßstraße 2
75245 Neulingen
Telefon: (0 72 37) 4 28 - 44
Telefax: (0 72 37) 4 28 - 45
E-Mail: infoneulingen.de

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag 08:30 - 12:00 und 14:30 - 18:00 Uhr
  • Samstag 08:30 - 12:00 Uhr

Schulen

  • Friedrich-Weinbrenner-Schule Bauschlott (Haupt-/Werkrealschule)
  • Astrid-Lindgren-Schule Nußbaum (Grundschule)
  • Grundschule Göbrichen
  • Friedrich-Weinbrenner-Schule Bauschlott (Grundschule)

Partnerschaft

Neulingen unterhält seit 1990 eine Gemeindepartnerschaft mit Rubiera in der Reggio Emilia in Italien.

Sonstiges

Weblinks



Städte und Gemeinden (inklusive Stadtteile, Teilorte und Orte) im Enzkreis

Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Illingen, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Kieselbronn, Knittlingen, Königsbach-Stein, Maulbronn, Mönsheim, Mühlacker, Neuenbürg, Neuhausen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Remchingen, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg bilden den Enzkreis.


Die Orte Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum bilden die Gemeinde Neulingen.