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Otto Göckler: Unterschied zwischen den Versionen

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''' Otto Göckler" (* [[4. Juni]] [[1883]] in [[Pforzheim]], † [[13. Mai]] [[1945]] in [[Zirndorf]]) war Gewerkschafter, Kommunist und Gegner der [[Nationalsozialist]]en.
'''Otto Göckler''' (* [[4. Juni]] [[1883]] in [[Pforzheim]]; † [[13. Mai]] [[1945]] in Zirndorf) war Gewerkschafter, Kommunist und Gegner der [[Nationalsozialist]]en.


== Weimarer Zeit ==
== Leben ==
Otto Göckler ist Glasermeister und Mitglied des Holzarbeiter-Verbands (heute Gewerkschaft Holz und Kunststoff) und der KPD in Pforzheim.
Otto Göckler war zur Zeit der Weimarer Republik Glasermeister und Mitglied des Holzarbeiter-Verbands (heute Gewerkschaft Holz und Kunststoff) und der KPD in Pforzheim.


Ab 1. Mai 1933 war er bis Mai 1935 im Konzentrationslager Heuberg bzw. Oberer Kuhberg. Im März 1936 kam er in „Schutzhaft“ ins Gefängnis Schwäbisch Hall. Das Oberlandesgericht Stuttgart verurteilte ihn wegen ''„Äußerungen gegen Staat und Regierung“'' mittels des "Heimtückegesetzes" zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis. Vom 22. April 1936 bis 26. April 1938 war in Schwäbisch Gmünd inhaftiert.
== In den Fängen der Nazis ==
Ab 1. Mai 1933 ist er bis Mai 1935 im Konzentrationslager Heuberg bzw. Oberer Kuhberg. Im März 1936 sperren ihn die Nazis in „Schutzhaft“ ins Gefängnis Schwäbisch Hall. Das Oberlandesgericht Stuttgart verurteilt ihn wegen ''„Äußerungen gegen Staat und Regierung“'' mittels des "Heimtückegesetzes" zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis. Tatsächlich sitzt er vom 22. April 1936 bis 26. April 1938 in Schwäbisch Gmünd ein.


Einen Monat später verschleppten ihn die Nazis am 28. Mai 1938 als „Schutzhäftling“ ins Konzentrationslager Buchenwald. Dort ist er bis zur Befreiung des Lager am 11. April 1945 der Häftling mit der Nummer 4493.
Einen Monat später wurde er am 28. Mai 1938 als „Schutzhäftling“ ins Konzentrationslager Buchenwald verschleppt und war dort bis zur Befreiung des Lager am 11. April 1945 der Häftling mit der Nummer 4493.

== Nach der Befreiung ==
Der Vater von fünf Kindern stirbt nach elf Jahren in Gefängnissen und Konzentrationslagern am 13. Mai 1945 an den Folgen des Lageraufenthalts im Krankenhaus in Zirndorf.

Diese Nachricht erreicht seine Frau Lina erst Ende Oktober 1945.


Otto Göckler, Vater von fünf Kindern, starb nach elf Jahren in Gefängnissen und Konzentrationslagern am 13. Mai 1945 an den Folgen des Lageraufenthalts im Krankenhaus in Zirndorf. Die Nachricht von seinem Tod erreichte seine Frau Lina erst Ende Oktober 1945.


== Quellen ==
== Quellen ==
* Studienkreis: Deutscher Widerstand (HRSG), Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstands und der Verfolgung 1933 – 1945, Bd. 5, Bad.-Württ.I, Frankfurt/M., 1991
* Studienkreis: Deutscher Widerstand (Hrsg.), Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstands und der Verfolgung 1933 – 1945, Bd. 5, Bad.-Württ.I, Frankfurt/M., 1991
* Auskunft Internationaler Suchdienst Arolsen
* Auskunft Internationaler Suchdienst Arolsen
* Auskunft Gedenkstätte Buchenwald
* Auskunft Gedenkstätte Buchenwald


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Version vom 19. Januar 2013, 19:55 Uhr

Otto Göckler (* 4. Juni 1883 in Pforzheim; † 13. Mai 1945 in Zirndorf) war Gewerkschafter, Kommunist und Gegner der Nationalsozialisten.

Leben

Otto Göckler war zur Zeit der Weimarer Republik Glasermeister und Mitglied des Holzarbeiter-Verbands (heute Gewerkschaft Holz und Kunststoff) und der KPD in Pforzheim.

Ab 1. Mai 1933 war er bis Mai 1935 im Konzentrationslager Heuberg bzw. Oberer Kuhberg. Im März 1936 kam er in „Schutzhaft“ ins Gefängnis Schwäbisch Hall. Das Oberlandesgericht Stuttgart verurteilte ihn wegen „Äußerungen gegen Staat und Regierung“ mittels des "Heimtückegesetzes" zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis. Vom 22. April 1936 bis 26. April 1938 war in Schwäbisch Gmünd inhaftiert.

Einen Monat später wurde er am 28. Mai 1938 als „Schutzhäftling“ ins Konzentrationslager Buchenwald verschleppt und war dort bis zur Befreiung des Lager am 11. April 1945 der Häftling mit der Nummer 4493.

Otto Göckler, Vater von fünf Kindern, starb nach elf Jahren in Gefängnissen und Konzentrationslagern am 13. Mai 1945 an den Folgen des Lageraufenthalts im Krankenhaus in Zirndorf. Die Nachricht von seinem Tod erreichte seine Frau Lina erst Ende Oktober 1945.

Quellen

  • Studienkreis: Deutscher Widerstand (Hrsg.), Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstands und der Verfolgung 1933 – 1945, Bd. 5, Bad.-Württ.I, Frankfurt/M., 1991
  • Auskunft Internationaler Suchdienst Arolsen
  • Auskunft Gedenkstätte Buchenwald