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Die Herren von Gemmingen hatten von 1407 über 400 Jahre die Herrschaft über das Dorf, wie über das ganze [[Biet]]. Hans Dietrich von Gemmingen erbaute in den Jahren 1551 bis 1553 das Wasserschloss in Mühlhausen. |
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Version vom 27. Juni 2011, 21:19 Uhr



Mühlhausen an der Würm ist ein Teilort von Tiefenbronn im Enzkreis. Der Ort hat 1700 Einwohner (Stand 2006). Die Gemarkungsfläche beträgt Mühlhausen: 263 ha.
Namensgleichheit
Es gibt auch den Ort Mühlhausen (Enz), heute ein Teilort von Mühlacker, und zahlreiche weitere Orte gleichen Namens (siehe Wikipedia-Link).
Geschichte
Der Ort ist nach einer alten Mühle benannt. Im Schenkungsbuch des Klosters Hirsau wird Mühlhausen um 1105 erstmals urkundlich erwähnt.
Die Herren von Gemmingen hatten von 1407 über 400 Jahre die Herrschaft über das Dorf, wie über das ganze Biet. Hans Dietrich von Gemmingen erbaute in den Jahren 1551 bis 1553 das Wasserschloss in Mühlhausen.
Der traditionell katholische Ort gehörte ab 1805 Julius von Gemmingen. Der ihm nahestehende charismatische Prediger Aloys Henhöfer wirkte ab 1818 in Mühlhausen als Pfarrer. 1823 trat Henhöfer mit Julius von Gemmingen und dessen Familie sowie einem erheblichen Teil der Dorfbevölkerung in einem aufsehenerregenden Vorgang zum evangelischen Glauben über.
1829–1830 bauten Henhöfer und von Gemmingen die evangelische Kirche. 1835 übersiedelte Julius von Gemmingen nach Stuttgart und verkaufte seinen ganzen Besitz 1839 an das Großherzogtum Baden. Ab dieser Zeit unterstand Mühlhausen dem Amt Pforzheim.
Sehenswürdigkeiten
- Die katholische Kirche St. Alexander aus dem Jahre 1495 ist im spätgotischen Stil erbaut und mit einer Glocke aus dem Jahr 773.
- Das alte Wasserschloss mit Wehrmauer von 1551/1553 (heute evangelisches Pfarramt).
- Die Marienkapelle wurde 1685 von Christoph Schiller gestiftet.
- Das ehemalige Pfarrhaus St. Martin in der Würmtalstraße 7: Kulturdenkmal besonderer Bedeutung aus dem Jahr 1803, Eingangsportal aus Sandstein mit Ornamenten und Baujahr; Baustil des Spätbarock mit Walmdach, um 1900 renoviert; achsensymmetrische Fassadengliederung analog zum Grundriss; Garten und Außenmauern oberhalb des Gebäudes ebenfalls unter Denkmalschutz.
Weblinks
- [1] Infos zum ehemaligen Pfarrhaus St. Martin auf der Webseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe
Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Illingen, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Kieselbronn, Knittlingen, Königsbach-Stein, Maulbronn, Mönsheim, Mühlacker, Neuenbürg, Neuhausen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Remchingen, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg bilden den Enzkreis.
