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Pforzheimer Kleinbahn: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 18. Juli 2009, 22:16 Uhr


Die Pforzheimer Kleinbahn war eine 19 km lange Schmalspurbahn, die Pforzheim mit Dietlingen, Ellmendingen und Ittersbach verband. Ihrer idyllischen Streckenführung hat sie den Beinamen Panoramabahn zu verdanken.
Geschichte
Die Kleinbahn wurde am 2. Januar 1900 mit der Strecke Ittersbach - Brötzingen eröffnet. Am 2. Juli 1901 fuhr sie erstmals bis zum Leopoldsplatz.
Die Strecke wurde ursprünglich von Dampfzügen befahren, erst 1910 wurde die Strecke elektrifiziert.
Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Betreibergesellschaft, die Badische Lokaleisenbahn-Aktiengesellschaft (Bleag), in eine aussichtslose Lage, so dass die Stadt Pforzheim die Bahn kaufte, erneut elektrifizierte und am 24. Mai 1931 eröffnete man die Strecke erneut, diesemal unter dem Namen Kleinbahn der Stadt Pforzheim.
Zurückgehende Fahrgastzahlen wegen einer ungünstigen Trassierung und zunehmende Individualmotorisierung führten in den 1960er-Jahren zum Beschluss, die Bahn durch eine Buslinie zu ersetzen. Der Tornado im Sommer 1968 zerstörte den Streckenabschnitt Brötzingen ↔ Dietlingen.
Man entschied sich gegen eine Reparatur der zerstörten Gleistrasse und legte die Kleinbahn am 3. August 1968 still.
Gegenwart
Nachfolger der Kleinbahn wurde die Omnibuslinie A der Stadtwerke Pforzheim Verkehrsbetriebe von Pforzheim nach Ittersbach, heute die Buslinie 720 der Städtischen Verkehrsbetriebe Pforzheim.
Zukunft
Es ist geplant, die Bahnverbindung Pforzheim ↔ Ittersbach mit Normalspur und DUEWAG GT 8-100-Triebwagen wiederzubeleben, allerdings mit einer südöstlicheren Streckenführung von Ittersbach über Straubenhardt nach Neuenbürg, wo die Strecke in die Enztalbahn einmünden könnte. Eine standardisierte Bewertung hat allerdings ergeben, dass der Trassenbau zwischen Ittersbach und Pforzheim in Zeiten knapper Fördermittel zu kostspielig ist.
Nutzung als Radweg
Einige kleinere Abschnitte der Strecke können als Radweg genutzt werden. So stellt der Aufstieg der Bahn von Brötzingen aus parallel zum Arlinger eine relativ gemächliche Möglichkeit, das Enztal per Rad Richtung Pfinztal und Karlsruhe zu verlassen. Innerhalb des Baugebiets muss dabei einmal auf eine parallele Straße ausgewichen werden.
Karte
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Weblinks
- Wikipedia zum Thema „Pforzheimer Kleinbahn”
- Die private Webpräsenz von Marc-André Schygulla zum Thema „Pforzheimer Kleinbahn“ (mit vielen Bildern)
- Die private Webpräsenz von den Eisenbahnfreunden Pforzheim zum Thema „Pforzheimer Kleinbahn“ (mit vielen Bildern)
- Die private Webpräsenz vom Verein "Historischer Nahverkehr Pforzheim e.V." zum Thema „Pforzheimer Kleinbahn“ (Das Kompendium zum Pforzheimer Nahverkehr)
- Kursbuchauszug aus dem Jahr 1944 (.jpg-Datei)
Quellen
- "Der Blick zurück", Pforzheimer Zeitung, Ausgabe 176 vom 3. August 1978, Seite 21
Spuren
Gefunden am 13. Juli 2009 auf dem Weg von Ittersbach nach Pforzheim:
-
Trasse als Pfad im Wald zwischen Ittersbach und Schleemühle
-
Gedenkstein vorm Haus des Schwarzwaldvereins
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alte Verladeanlage (?) südlich der Schleemühle
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Brückenwiderlager bei der Schleemühle
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alte Verladeanlage nördlich der Schleemühle ...
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... Gleis lief oberhalb/hinter dem Gebäude
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Brücke bei der Hochmühle
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... Detail derselben
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alte Schwellen der Bahn (?) halbiert und gestapelt auf der Trasse
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Trasse als Lagerfläche zwischen Hochmühle und Weiler
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ehemaliger Bahnhof von Weiler
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Bahndamm im Westen Ellmendingens
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ehemaliger Bahnhof von Ellmendingen
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Damm und Brücke bei der Grenzsägmühle
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Trassenrest zwischen Dietlingen und Birkenfeld
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Trasse als Radweg bei Birkenfeld
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Brücke über die Trasse bei Birkenfeld
