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Brauerei Beckh: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Die '''Brauerei Beckh''' war die größte und älteste Privatbrauerei [[Pforzheim|Pforzheims]]. Das Brauereigelände befand sich in der Maximilianstraße in der Pforzheimer Weststadt.
Die '''Brauerei Beckh''' war die größte und älteste Privatbrauerei [[Pforzheim|Pforzheims]]. Das Brauereigelände befand sich in der [[Maximilianstraße]] in der Pforzheimer Weststadt.


== Geschichte ==
== Geschichte ==


[[1855]] pachtete der aus [[Wilferdingen]] stammende '''Christoph Beckh''' (+ 1885) die ''Brauerei Unger'' (gegründet [[1809]]) in der westlichen Vorstadt [[Pforzheim|Pforzheims]] (heutige [[Westliche Karl-Friedrich-Straße]]). Um [[1861]] erwarb er ein Gebäude am Markt 4, das er zu seiner neuen [[Brauerei]] ausbaute. In [[Brötzingen]] errichtete er in den [[1870er]] Jahren große Kellereien, die er bis [[1885]] um Eis- und Bierkeller erweiterte. Mit dem modernen Brauereineubau in der Neustadt (heute Weststadt) im Jahr [[1897]] schaffte Beckh schließlich den Sprung zur industriellen Großbrauerei.
[[1855]] pachtete der aus [[Wilferdingen]] stammende '''Christoph Beckh''' ( [[1885]]) die ''Brauerei Unger'' (gegründet [[1809]]) in der westlichen Vorstadt [[Pforzheim|Pforzheims]] (heutige [[Westliche Karl-Friedrich-Straße]]). Um [[1861]] erwarb er ein Gebäude am Markt 4, das er zu seiner neuen [[Brauerei]] ausbaute. In [[Brötzingen]] errichtete er in den [[1870er]] Jahren große Kellereien, die er bis [[1885]] um Eis- und Bierkeller erweiterte. Mit dem modernen Brauereineubau in der Neustadt (heute Weststadt) im Jahr [[1897]] schaffte Beckh schließlich den Sprung zur industriellen Großbrauerei.


Einigen Quellen zufolge wurde der Betrieb gegen Ende des 19. Jahrhunderts in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen '''Brauerei Beckh AG''' umgewandelt. [[1901]] wird Christoph Beckh noch als ''Technischer Leiter'' der Firma genannt. Das große Brauereisterben in [[Pforzheim]] um die Jahrhundertwende überlebte das Unternehmen ebenso wie die beiden Großbrauereien [[Brauerei Ketterer|Ketterer]] und [[Brauhaus Pforzheim|Bayerisches Brauhaus]].
Einigen Quellen zufolge wurde der Betrieb gegen Ende des 19. Jahrhunderts in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen '''Brauerei Beckh AG''' umgewandelt. [[1901]] wird Christoph Beckh noch als ''Technischer Leiter'' der Firma genannt. Das große Brauereisterben in [[Pforzheim]] um die Jahrhundertwende überlebte das Unternehmen ebenso wie die beiden Großbrauereien [[Brauerei Ketterer|Ketterer]] und [[Brauhaus Pforzheim|Bayerisches Brauhaus]].


Obwohl dazu kein konkreter Hinweis zu finden ist, dürfte auch die Brauerei Beckh bei dem fatalen Luftangriff am 23. Februar [[1945]] zerstört oder zumindest stark beschädigt worden sein. Sie konnte sich nach dem 2. Weltkrieg dennoch wieder erholen. Die Umwandlung in eine GmbH im Jahr [[1972]] - sollte man den entsprechenden Quellen Glauben schenken - käme einer rechtlichen Rückführung der Aktiengesellschaft in eine Privatbrauerei gleich.
Obwohl dazu kein konkreter Hinweis zu finden ist, dürfte auch die Brauerei Beckh bei dem fatalen [[Luftangriff auf Pforzheim|Luftangriff]] am [[23. Februar]] [[1945]] zerstört oder zumindest stark beschädigt worden sein. Sie konnte sich nach dem 2. Weltkrieg dennoch wieder erholen. Die Umwandlung in eine GmbH im Jahr [[1972]] - sollte man den entsprechenden Quellen Glauben schenken - käme einer rechtlichen Rückführung der Aktiengesellschaft in eine Privatbrauerei gleich.
Anfang der [[1980er]] Jahre wurde Beckh von der Stuttgarter Brauerei Dinkelacker übernommen. Kurz darauf, im Jahr [[1983]], wurde der Brauereibetrieb eingestellt.
Anfang der [[1980er]] Jahre wurde Beckh von der Stuttgarter Brauerei Dinkelacker übernommen. Kurz darauf, im Jahr [[1983]], wurde der Brauereibetrieb eingestellt.


Die Brauereigebäude zwischen Maximilianstraße und Westlicher Karl-Friedrich-Straße wurden [[1986]] abgerissen. Ursprünglich war der Neubau eines Möbel-Großmarktes vorgesehen. Dieses Unternehmen kam jedoch bereits in die finanzielle Schieflage, als die ehemalige Brauerei zur hälfte Abgebrochen war. Der Abriss kam zu erliegen und wurde später aus Sicherheitsgründen abgeschlossen. Das Gelände lag, wie ein riesiger Mondkrater, ca 5 Jahre Brach bis zu Beginn der 90er Jahre das unmittelbar benachbarte [[Versandhaus Bader|Versandhauses Bader]] sowie ein Seniorenheim das Areal neu bebauten..
Die Brauereigebäude zwischen Maximilianstraße und Westlicher Karl-Friedrich-Straße wurden [[1986]] abgerissen. Ursprünglich war der Neubau eines Möbel-Großmarktes vorgesehen. Dieses Unternehmen kam jedoch in eine finanzielle Schieflage, als die ehemalige Brauerei bereits zur Hälfte abgebrochen war. Der Abriss kam zum Erliegen und wurde später aus Sicherheitsgründen abgeschlossen. Das Gelände lag, wie ein riesiger Mondkrater, ca. 5 Jahre brach, bis zu Beginn der [[1990er]]-Jahre das unmittelbar benachbarte [[Versandhaus Bader]] sowie ein Seniorenheim das Areal neu bebauten.


== Standort ==
== Standort ==

Version vom 22. April 2007, 16:15 Uhr

Die Brauerei Beckh war die größte und älteste Privatbrauerei Pforzheims. Das Brauereigelände befand sich in der Maximilianstraße in der Pforzheimer Weststadt.

Geschichte

1855 pachtete der aus Wilferdingen stammende Christoph Beckh († 1885) die Brauerei Unger (gegründet 1809) in der westlichen Vorstadt Pforzheims (heutige Westliche Karl-Friedrich-Straße). Um 1861 erwarb er ein Gebäude am Markt 4, das er zu seiner neuen Brauerei ausbaute. In Brötzingen errichtete er in den 1870er Jahren große Kellereien, die er bis 1885 um Eis- und Bierkeller erweiterte. Mit dem modernen Brauereineubau in der Neustadt (heute Weststadt) im Jahr 1897 schaffte Beckh schließlich den Sprung zur industriellen Großbrauerei.

Einigen Quellen zufolge wurde der Betrieb gegen Ende des 19. Jahrhunderts in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen Brauerei Beckh AG umgewandelt. 1901 wird Christoph Beckh noch als Technischer Leiter der Firma genannt. Das große Brauereisterben in Pforzheim um die Jahrhundertwende überlebte das Unternehmen ebenso wie die beiden Großbrauereien Ketterer und Bayerisches Brauhaus.

Obwohl dazu kein konkreter Hinweis zu finden ist, dürfte auch die Brauerei Beckh bei dem fatalen Luftangriff am 23. Februar 1945 zerstört oder zumindest stark beschädigt worden sein. Sie konnte sich nach dem 2. Weltkrieg dennoch wieder erholen. Die Umwandlung in eine GmbH im Jahr 1972 - sollte man den entsprechenden Quellen Glauben schenken - käme einer rechtlichen Rückführung der Aktiengesellschaft in eine Privatbrauerei gleich. Anfang der 1980er Jahre wurde Beckh von der Stuttgarter Brauerei Dinkelacker übernommen. Kurz darauf, im Jahr 1983, wurde der Brauereibetrieb eingestellt.

Die Brauereigebäude zwischen Maximilianstraße und Westlicher Karl-Friedrich-Straße wurden 1986 abgerissen. Ursprünglich war der Neubau eines Möbel-Großmarktes vorgesehen. Dieses Unternehmen kam jedoch in eine finanzielle Schieflage, als die ehemalige Brauerei bereits zur Hälfte abgebrochen war. Der Abriss kam zum Erliegen und wurde später aus Sicherheitsgründen abgeschlossen. Das Gelände lag, wie ein riesiger Mondkrater, ca. 5 Jahre brach, bis zu Beginn der 1990er-Jahre das unmittelbar benachbarte Versandhaus Bader sowie ein Seniorenheim das Areal neu bebauten.

Standort

Letzte Adresse (1983)
Brauerei Beckh GmbH
Maximilianstraße
7530 Pforzheim

Quellen

Brauwesen-Historisch - Das große historische Brauereiverzeichnis
http://www.brauwesen-historisch.de/Uebersicht.html
"Geschichte der Stadt Pforzheim"
von Aloys Stolz, Verlag des Städtischen Tagblatts, Pforzheim, 1901


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