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Ludwig Auerbach: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Ludwig Auerbach''' (* [[5. September ]] [[1840]] in [[Pforzheim]], † [[22. Juli]] [[1882]] in Seelbach bei Lahr/Schwarzwald) war ein Kaufmann, Schmuckfabrikant und Heimatdichter.
'''Ludwig Auerbach''' (* [[5. September ]] [[1840]] in [[Pforzheim]], † [[22. Juli]] [[1882]] in Seelbach bei Lahr/Schwarzwald) war ein Kaufmann, Schmuckfabrikant und Heimatdichter.


=== Ehrungen ===
== Leben ==
Ludwig Auerbach entstammt einer Pforzheimer Fabrikantenfamilie. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Kaufmann und Schmuckfabrikant widmete er sich im Privaten seiner literarischen Begabung, die ihm auch Freundschaften mit anderen Literaten wie Ferdinand Freiligrath einbrachte. Von seinen Werken ist nur ein kleiner Lyrikband erhalten.
* [[Auerbachstraße]] am [[Hachel]]
* Auerbach-Denkmal am [[Kupferhammer]]


Im Sommer [[1874]] hielt sich Ludwig Auerbach in der [[Obere Kapfenhardter Mühle|Oberen Kapfenhardter Mühle]] auf und verfasste von der dortigen Landschaft inspiriert sein bekanntestes Gedicht ''O Schwarzwald, o Heimat'', dessen Vertonung zu einem beliebten Volkslied wurde.
== O Schwarzwald, o Heimat ==


Auerbachs berufliche Existenz wurde [[1873]] durch eine Wirtschaftskrise zerstört. In der Folgezeit wurde ihm von der ''Wiener Freien Presse'' eine Stelle als Chefredakteur und von einem Freund eine Stellung in Seelbach bei Lahr angeboten. Seine Verbundenheit mit der Schwarzwälder Heimat gab dabei für ihn den Ausschlag, sich für die Stelle in Seelbach zu entscheiden. Dort starb Ludwig Auerbach im Alter von 42 Jahren an einer heftigen Krankheit.
O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön!
Wie locken das Herz deine schwarzdunkeln Höhn
Zum fröhlichen Wandern in Hochsommerzeit,
Zum Rasten in heimlicher Einsamkeit,
Im traulichen Mühlgrund, bei Quellengetön:
O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön!


== Ehrungen ==
O Schwarzwald, o Heimat, wohl hat mir die Welt
* [[Auerbachstraße]] am [[Hachel]]
Mit köstlichen Wundern die Seele geschwellt:
* Auerbach-Denkmal am [[Kupferhammer]]
Die lachende Ferne erschloß ihre Pracht,
Doch hab' ich in Liebe stets deiner gedacht,
Im Traum sah ich winken die schwarzdunkeln Höhn:
O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön!

O Schwarzwald, o Heimat, dein Rauschen erklang
Ins Träumen des Kindes, wie Wiegengesang,
Und später, da gabst du dein weites Revier
Zum Tummelplatz fröhlicher Spiele mir;
Die lauschigen Täler, die schauenden Höhn:
O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön!


== Literatur ==
O Schwarzwald, o Heimat, noch heut' füllt die Brust
* Esther Schmalacker: Persönlichkeiten - Ludwig Auerbach, in: Pforzheim und der Enzkreis. Stuttgart/Aalen: Theiss, 1976, ISBN 3-8062-0144-7, S. 173-174
Ein Nachklang der schwärmenden, brausenden Lust,
Mit der du die Stirn mir beim Maitrank bekränzt,
Wo Schönheit und Liebe den Becher kredenzt,
Bei Tanz und bei Liedern und Waldhorngetön:
O Schwarzwald, o Heimat, wie war das so schön!


== Weblinks ==
O Schwarzwald, dein Zauber bleibt ewig uns neu,
* [http://ingeb.org/Lieder/oschwarz.html Liedtext ''O Schwarzwald, o Heimat''] auf ingeb.org
Drum lieb' ich dich innig, dich lieb' ich getreu,
Und kommt einst mein Stündlein, bei dir nur allein,
Von dir überwölbt, will begraben ich sein,
Wo Waldvögel jubeln von frühroten Höhn:
O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön!


[[Kategorie:Schriftsteller]]
[[Kategorie:Schriftsteller]]

Version vom 20. März 2007, 20:54 Uhr

Ludwig Auerbach (* 5. September 1840 in Pforzheim, † 22. Juli 1882 in Seelbach bei Lahr/Schwarzwald) war ein Kaufmann, Schmuckfabrikant und Heimatdichter.

Leben

Ludwig Auerbach entstammt einer Pforzheimer Fabrikantenfamilie. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Kaufmann und Schmuckfabrikant widmete er sich im Privaten seiner literarischen Begabung, die ihm auch Freundschaften mit anderen Literaten wie Ferdinand Freiligrath einbrachte. Von seinen Werken ist nur ein kleiner Lyrikband erhalten.

Im Sommer 1874 hielt sich Ludwig Auerbach in der Oberen Kapfenhardter Mühle auf und verfasste von der dortigen Landschaft inspiriert sein bekanntestes Gedicht O Schwarzwald, o Heimat, dessen Vertonung zu einem beliebten Volkslied wurde.

Auerbachs berufliche Existenz wurde 1873 durch eine Wirtschaftskrise zerstört. In der Folgezeit wurde ihm von der Wiener Freien Presse eine Stelle als Chefredakteur und von einem Freund eine Stellung in Seelbach bei Lahr angeboten. Seine Verbundenheit mit der Schwarzwälder Heimat gab dabei für ihn den Ausschlag, sich für die Stelle in Seelbach zu entscheiden. Dort starb Ludwig Auerbach im Alter von 42 Jahren an einer heftigen Krankheit.

Ehrungen

Literatur

  • Esther Schmalacker: Persönlichkeiten - Ludwig Auerbach, in: Pforzheim und der Enzkreis. Stuttgart/Aalen: Theiss, 1976, ISBN 3-8062-0144-7, S. 173-174

Weblinks