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Melanchthonhaus: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Melanchthonhaus''' befindet sich in der [[Bissingerstraße]] 6 in der [[Pforzheim]]er Innenstadt. Der Name Melanchthonhaus ist in erhabenen Lettern in Fries an der Enzseite zu lesen. Es ist nach dem Reformator [[Philipp Melanchthon]] benannt. |
Das '''Melanchthonhaus''' befindet sich in der [[Bissingerstraße]] 6 in der [[Pforzheim]]er Innenstadt. Der Name Melanchthonhaus ist in erhabenen Lettern in Fries an der Enzseite zu lesen. Es ist nach dem Reformator [[Philipp Melanchthon]] benannt. |
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Ursprünglich [[1914]] vom Architekten Hans Blöchle (Pforzheim) als ''Christliches Hospiz Melanchthonhaus'' im Auftrag des evangelischen Stadtmissionsvereins gebaut. |
Ursprünglich [[1914]] vom Architekten Hans Blöchle (Pforzheim) als ''Christliches Hospiz Melanchthonhaus'' im Auftrag des evangelischen Stadtmissionsvereins gebaut. |
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Am 22. November 1933 waren hier im Melanchthonhaus 1000 und zeitgleich im Saalbau über 2400 evangelische Christen versammelt, um gegen die Einflussnahme der NSDAP auf die evangelische Kirche zu protestieren. Führer der "Deutschen Christen" hatten das Alte Testament als "Viehhändler- und Zuhältergeschichten" verunglimpft. In der Versammlung kritisierte Pfarrer Karl Dürr die "Deutschen Christen" als "Totengräber des evangelischen Bekenntnisses und Schrittmacher eines neuen Heidentums". |
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Den Krieg überstanden nur die Arkaden des Melanchthonhauses und die dahinterliegende Natursteinfassade an der Enzfront. [[1949]]-[[1952]] wurde es mit neuer Innenaufteilung und einer Aufstockung wiederhergestellt. In der frühen Nachkriegszeit wurde dann auch eine Umnutzung, von den Speisesälen und Fremdenzimmern als ''Christliches Hospiz'' in ein Wohn- und Bürogebäude mit Gemeindesaal vollzogen. Zeitweise diente es auch als Pfarr- und Gemeindehaus der Melanchthongemeinde an der [[Stadtkirche]]. In den [[1980er]] Jahren wurden die Sprossenfenster durch einfachgeteilte Fenster ersetzt. |
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Version vom 19. Februar 2007, 14:06 Uhr

Das Melanchthonhaus befindet sich in der Bissingerstraße 6 in der Pforzheimer Innenstadt. Der Name Melanchthonhaus ist in erhabenen Lettern in Fries an der Enzseite zu lesen. Es ist nach dem Reformator Philipp Melanchthon benannt.
Ursprünglich 1914 vom Architekten Hans Blöchle (Pforzheim) als Christliches Hospiz Melanchthonhaus im Auftrag des evangelischen Stadtmissionsvereins gebaut.
Am 22. November 1933 waren hier im Melanchthonhaus 1000 und zeitgleich im Saalbau über 2400 evangelische Christen versammelt, um gegen die Einflussnahme der NSDAP auf die evangelische Kirche zu protestieren. Führer der "Deutschen Christen" hatten das Alte Testament als "Viehhändler- und Zuhältergeschichten" verunglimpft. In der Versammlung kritisierte Pfarrer Karl Dürr die "Deutschen Christen" als "Totengräber des evangelischen Bekenntnisses und Schrittmacher eines neuen Heidentums".
Den Krieg überstanden nur die Arkaden des Melanchthonhauses und die dahinterliegende Natursteinfassade an der Enzfront. 1949-1952 wurde es mit neuer Innenaufteilung und einer Aufstockung wiederhergestellt. In der frühen Nachkriegszeit wurde dann auch eine Umnutzung, von den Speisesälen und Fremdenzimmern als Christliches Hospiz in ein Wohn- und Bürogebäude mit Gemeindesaal vollzogen. Zeitweise diente es auch als Pfarr- und Gemeindehaus der Melanchthongemeinde an der Stadtkirche. In den 1980er Jahren wurden die Sprossenfenster durch einfachgeteilte Fenster ersetzt.