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Heinrich Deichsel: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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== Leben ==
== Leben ==
Heinrich Deichsel etablierte kurz vor 1900 ein erfolgreiches Büro mit bis zu 14 Mitarbeitern – darunter auch sein Bruder [[Otto Deichsel]] – in der Goldstadt. Der Sohn des Koblenzer Festungsbauermeisters Wilhelm Deichsel war nach seiner Lehre Bauführer am Marquardbau in Stuttgart, ehe er 1894 die Pforzheimerin Eugenie Baurittel heiratete und sich hier selbstständig machte.
Heinrich Deichsel arbeitete zunächst zusammen mit seinem Bruder [[Otto Deichsel]]. Der Architekt machte ''„Pforzheims Jugendstilarchitektur auch überregional bekannt“.''<ref name="Timm_88">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 88.</ref>

Der Architekt machte ''„Pforzheims Jugendstilarchitektur auch überregional bekannt“.''<ref name="Timm_88">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 88.</ref> Auch außerhalb der Goldstadt war Heinrich Deichsel als Architekt gefragt: Er baute in Österreich, im Elsass und weiteren Teilen Frankreiches. Auch politisch war der Wahl-Pforzheim aktiv, als Stadtverordneter und Stadtrat sowie ehrenamtlich in der Technischen Kommission der Stadt Pforzheim. Er lebte im [[Häldenweg]] 58.


Deichsels Hauptwerke ([[Villa Salé]]<ref>Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 568.</ref> sowie [[Villa und Schmuckfabrik Ernst Gideon Bek, Lameystraße 2-6/ Schwarzwaldstraße 7 in Pforzheim|Villa Bek]]) <ref>Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 358.</ref> erschienen in der international renommierten Zeitschrift ''Die Architektur des XX. Jahrhunderts''.<ref name="Timm_88"/> Deichsel wandte sich dann der ''„ regionalistischen Strömung des [[Heimatschutzstil|Landhaus- oder Heimatstil]]s“''<ref name="Timm_90">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 90.</ref> zu. Kennzeichen dieses Stils waren Fassaden mit Verkleidungen in Naturstein oder Schindeln.
Deichsels Hauptwerke ([[Villa Salé]]<ref>Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 568.</ref> sowie [[Villa und Schmuckfabrik Ernst Gideon Bek, Lameystraße 2-6/ Schwarzwaldstraße 7 in Pforzheim|Villa Bek]]) <ref>Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 358.</ref> erschienen in der international renommierten Zeitschrift ''Die Architektur des XX. Jahrhunderts''.<ref name="Timm_88"/> Deichsel wandte sich dann der ''„ regionalistischen Strömung des [[Heimatschutzstil|Landhaus- oder Heimatstil]]s“''<ref name="Timm_90">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 90.</ref> zu. Kennzeichen dieses Stils waren Fassaden mit Verkleidungen in Naturstein oder Schindeln.


== Werke ==
== Bauten ==
=== Kriegszerstörte Werke in Pforzheim (Auswahl) ===
=== Kriegszerstörte Bauten in Pforzheim (Auswahl) ===
* Krankenhaus Siloah
* Krankenhaus Siloah
* Umbau Hotel Post
* Umbau Hotel Post
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* Stadtwohnhäuser in der Jahn- und Werderstraße sowie auf dem Weiherberg
* Stadtwohnhäuser in der Jahn- und Werderstraße sowie auf dem Weiherberg


=== Erhaltene Werke in Pforzheim ===
=== Erhaltene Bauten in Pforzheim ===
==== Gebäude ====
==== Gebäude ====
* Kaiser-Wilhelm-Straße 9, 1887
* Kaiser-Wilhelm-Straße 9, 1887

Version vom 22. Oktober 2020, 08:57 Uhr

Porträt des Architekten Heinrich Deichsel (geb. 10.9.1872 in Bad Ems; gest. 3.5.1954 in Pforzheim)

Heinrich Deichsel (* 10. September 1872 in Bad Ems; † 3. Mai 1954 in Pforzheim) war Architekt und Stadtrat in Pforzheim.

Leben

Heinrich Deichsel etablierte kurz vor 1900 ein erfolgreiches Büro mit bis zu 14 Mitarbeitern – darunter auch sein Bruder Otto Deichsel – in der Goldstadt. Der Sohn des Koblenzer Festungsbauermeisters Wilhelm Deichsel war nach seiner Lehre Bauführer am Marquardbau in Stuttgart, ehe er 1894 die Pforzheimerin Eugenie Baurittel heiratete und sich hier selbstständig machte.

Der Architekt machte „Pforzheims Jugendstilarchitektur auch überregional bekannt“.[1] Auch außerhalb der Goldstadt war Heinrich Deichsel als Architekt gefragt: Er baute in Österreich, im Elsass und weiteren Teilen Frankreiches. Auch politisch war der Wahl-Pforzheim aktiv, als Stadtverordneter und Stadtrat sowie ehrenamtlich in der Technischen Kommission der Stadt Pforzheim. Er lebte im Häldenweg 58.

Deichsels Hauptwerke (Villa Salé[2] sowie Villa Bek) [3] erschienen in der international renommierten Zeitschrift Die Architektur des XX. Jahrhunderts.[1] Deichsel wandte sich dann der „ regionalistischen Strömung des Landhaus- oder Heimatstils[4] zu. Kennzeichen dieses Stils waren Fassaden mit Verkleidungen in Naturstein oder Schindeln.

Bauten

Kriegszerstörte Bauten in Pforzheim (Auswahl)

  • Krankenhaus Siloah
  • Umbau Hotel Post
  • Gebäude des Kaufmännischen Vereins
  • Südwestbank
  • Scheideanstalt Dr. Richter, später Degussa,
  • Haus Kiedaisch, Leopoldstraße 17, 1908, davon erhalten die Enzarkaden am Schoßgatter 1-3
  • Stadtwohnhäuser in der Jahn- und Werderstraße sowie auf dem Weiherberg

Erhaltene Bauten in Pforzheim

Gebäude

  • Kaiser-Wilhelm-Straße 9, 1887
  • Nebeniusstraße 16, 1900
  • Glümerstraße 1-3/Mathystraße 1, 1902
  • Villa Salé, Moltkestraße 25, 1903
  • Schwarzwaldhaus, Hoher Weg 6, 1903
  • Villa Bek, Schwarzwaldstraße 7, 1903
  • Gartenhaus auf dem Berg 8, 1903
  • Hachelturm, Hachelallee 17, 1903
  • Villa Burckhard, Wilferdingerstraße 30, 1903
  • Bichlerstraße 6, 1907
  • Villen in Eutingen: Künstlerkonlonie 4, 6 und 8, 1909
  • Hachelallee 41, 1912
  • Villa Rothacker, Wilferdinger Straße 32
  • Mathystraße 34 und 36

Grabmale

  • Söllner, 1910
  • Kuppenheim, 1912
  • W. Trost, 1918
  • Lutz/Weiss, 1925

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 88.
  2. Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 568.
  3. Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 358.
  4. Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 90.

Literatur

  • Deichsel, Heinrich. In: Christoph Timm: Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen. Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 348.
  • Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 88.