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Hansahaus: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Lichtspieltheater ein. Das Geschäftshaus erhielt den Namen „Hansahaus“ – Symbol für die
Lichtspieltheater ein. Das Geschäftshaus erhielt den Namen „Hansahaus“ – Symbol für die
weltumspannende Bedeutung der ansässigen
weltumspannende Bedeutung der ansässigen
Schmuck- und Uhrenindustrie.
Schmuck- und Uhrenindustrie. Das Gebäude wurde später um das [[Industriehaus]] erweitert. Von dem kaum beschädigten Hansahaus blieben beim Wiederaufbau weder die Jugendstilfassade noch das Portal übrig. Mieter der im ersten Obergeschoss gelegenen Ausstellungsräume wurde eine Vereinigung interessierter einheimischer und auswärtiger Edelmetall- und Luxusindustrien, die hier rund ums Jahr ihre aktuellen Kollektionen präsentieren wollten. Der Fachhandel aus aller Welt
Mieter der im ersten Obergeschoss gelegenen Ausstellungsräume wurde eine Vereinigung interessierter einheimischer und auswärtiger Edelmetall- und Luxusindustrien, die hier rund ums Jahr ihre aktuellen Kollektionen präsentieren wollten. Der Fachhandel aus aller Welt
sollte an die „Goldstadt Pforzheim“ gebunden werden. Eine zentralisierte Darstellung der
sollte an die „Goldstadt Pforzheim“ gebunden werden. Eine zentralisierte Darstellung der
wirtschaftlichen, industriellen und künstlerischen Kräfte Pforzheims war das Ziel.
wirtschaftlichen, industriellen und künstlerischen Kräfte Pforzheims war das Ziel.
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Industrien“ öffnete ihre Pforten zum ersten Mal
Industrien“ öffnete ihre Pforten zum ersten Mal
am 1. Mai 1914 und musste kriegsbedingt bereits nach drei Monaten schließen. Ein Export
am 1. Mai 1914 und musste kriegsbedingt bereits nach drei Monaten schließen. Ein Export
von Schmuck war unmöglich geworden.
von Schmuck war unmöglich geworden. Gegenstand der Gesellschaft war die Ausstellung
der Erzeugnisse der Uhren- und Schmuckindustrie und die Werbearbeit für diesen Industriezweig. Das Stammkapital betrug 85.000 Mark.
Über 400 Fabriken aus Pforzheim und dem damaligen Reichsgebiet stellten aus und beteiligten sich an Messen außerhalb Pforzheims wie
Berlin oder Paris.
Zunächst war die Ausstellung im Hansahaus untergebracht, das die Gesellschaft später auch erwarb. Die Schmuckpräsentation entwickelte sich
in der Weimarer Republik stetig weiter, so dass
die Betreibergesellschaft beschloss, sich baulich
auf dem Nachbargrundstück an der Poststraße,
das neu erworben wurde, zu erweitern. 1924 wurde das Gebäude um das [[Industriehaus]] erweitert. Von dem kaum beschädigten Hansahaus blieben beim Wiederaufbau weder die Jugendstilfassade noch das Portal übrig.


== Weblinks ==
== Weblinks ==

Version vom 21. April 2020, 15:23 Uhr

Das Hansahaus am Leopoldplatz um 1920 (Stadtarchiv Pforzheim S1-6-102-1r, Bilderpostkarte)

Das ehemalige Hansahaus, befand sich am Leopoldplatz bzw. Westliche Karl-Friedrich-Straße 58 in Pforzheim und bestand von 1912 bis 1945.

Geschichte

Ratz erwarb das schräg gegenüber dem Hotel Post gelegene Grundstück am Leopoldplatz und reichte gemeinsam mit seinem Nachbarn Johannes Lay Anfang 1912 einen Bauantrag für ein sechsgeschossiges Geschäftshaus mit Lichtspieltheater ein. Das Geschäftshaus erhielt den Namen „Hansahaus“ – Symbol für die weltumspannende Bedeutung der ansässigen Schmuck- und Uhrenindustrie. Mieter der im ersten Obergeschoss gelegenen Ausstellungsräume wurde eine Vereinigung interessierter einheimischer und auswärtiger Edelmetall- und Luxusindustrien, die hier rund ums Jahr ihre aktuellen Kollektionen präsentieren wollten. Der Fachhandel aus aller Welt sollte an die „Goldstadt Pforzheim“ gebunden werden. Eine zentralisierte Darstellung der wirtschaftlichen, industriellen und künstlerischen Kräfte Pforzheims war das Ziel. Die „Ständige Musterausstellung der Deutschen Schmuckwarenfabriken und verwandter Industrien“ öffnete ihre Pforten zum ersten Mal am 1. Mai 1914 und musste kriegsbedingt bereits nach drei Monaten schließen. Ein Export von Schmuck war unmöglich geworden. Gegenstand der Gesellschaft war die Ausstellung der Erzeugnisse der Uhren- und Schmuckindustrie und die Werbearbeit für diesen Industriezweig. Das Stammkapital betrug 85.000 Mark. Über 400 Fabriken aus Pforzheim und dem damaligen Reichsgebiet stellten aus und beteiligten sich an Messen außerhalb Pforzheims wie Berlin oder Paris. Zunächst war die Ausstellung im Hansahaus untergebracht, das die Gesellschaft später auch erwarb. Die Schmuckpräsentation entwickelte sich in der Weimarer Republik stetig weiter, so dass die Betreibergesellschaft beschloss, sich baulich auf dem Nachbargrundstück an der Poststraße, das neu erworben wurde, zu erweitern. 1924 wurde das Gebäude um das Industriehaus erweitert. Von dem kaum beschädigten Hansahaus blieben beim Wiederaufbau weder die Jugendstilfassade noch das Portal übrig.

Weblinks