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Im Jahr 1898 wurde das Geschäft an eine Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von 600.000 Mark verkauft. Vorstand der Aktiengesellschaft waren ursprünglich Emil Kollmar und Wilhelm Jourdan, letzterer schied jedoch im selben Jahr, aus Gesundheitsgründen, aus dem Vorstand der Gesellschaft; seitdem war Emil Kollmar alleiniger Vorstand. |
Im Jahr 1898 wurde das Geschäft an eine Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von 600.000 Mark verkauft. Vorstand der Aktiengesellschaft waren ursprünglich Emil Kollmar und Wilhelm Jourdan, letzterer schied jedoch im selben Jahr, aus Gesundheitsgründen, aus dem Vorstand der Gesellschaft; seitdem war Emil Kollmar alleiniger Vorstand. |
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Im Jahr [[1900]] errichtete die Gesellschaft eine Filiale in [[Mühlhausen/Würm]] in eigenem Anwesen, wo gegen 100 Personen beschäftigt waren, sodass die Firma 500 Personen auf Amerikaner-Doubleketten beschäftigte. Es gab keine zweite Fabrik, die speziell auf Amerikaner-Doubleketten annähernd soviel Arbeiter hatte. |
Im Jahr [[1900]] errichtete die Gesellschaft eine Filiale in [[Mühlhausen/Würm]] in eigenem Anwesen, wo gegen 100 Personen beschäftigt waren, sodass die Firma 500 Personen auf Amerikaner-Doubleketten beschäftigte. Es gab keine zweite Fabrik, die speziell auf Amerikaner-Doubleketten annähernd soviel Arbeiter hatte. 1908 folgte eine weitere Filialfabrik im nordbadischen Boxberg. Schließlich wurde 1912 ein drittes Nebenwerk in Neckarbischofsheim eröffnet. Während des Ersten Weltkriegs stellte die Firma Kollmar & Jourdan die Produktion in den Nebenwerken Boxberg und Neckarbischofsheim ein. Infolge der Weltwirtschaftskrise musste das Unternehmen seine Filiale in Neckarbischofsheim zu Beginn der 1930er Jahre erneut schließen. |
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Das [[Kollmar & Jourdan-Haus|Stammhaus in Pforzheim]] wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] (1939-45) zerstört, das Unternehmen wurde aber danach unter [[Max Kollmar]] (1872-1966) wieder aufgebaut. |
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*[http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/firmen4/firmadet48575.shtml Firmengeschichte] |
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*[https://www.rhein-neckar-industriekultur.de/objekte/filialbetrieb-der-uhrkettenfabrik-kollmar-jourdan-in-neckarbischofsheim Filialbetrieb in Neckarbischofsheim] |
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[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen]] |
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Version vom 26. Dezember 2019, 18:42 Uhr
Die Kollmar & Jourdan AG war ein ehemals bedeutender Schmuckhersteller der Pforzheimer Uhren- und Schmuckindustrie mit Sitz in der Bleichstraße 81.
Geschichte

Die Firma wurde 1885 von dem Kaufmann Emil Kollmar (1860-1939) und dem Techniker Wilhelm Jourdan (1855-1925) gegründet. Die ursprüngliche Fabrikation waren vergoldete Nickelketten und wurde mit 6 Personen begonnen ohne Betriebskraft. Es zeigte sich bald, dass Maschinen mit Kraft nötig waren, um gegen die Konkurrenz leistungsfähig zu sein; deshalb wurde nach einem Jahr das alte Lokal verlassen und ein Lokal mit Wasserkraft gemietet. Das Geschäft nahm einen größeren Aufschwung und es konnten schließlich 70 - 80 Personen beschäftigt werden. In den Jahren 1888 und 1898 wurde die Fabrikation der sogenannten Amerikaner-Doubleketten begonnen. Bald waren auch diese Räumlichkeiten zu klein und es wurde deshalb unter Beihilfe des Herrn August Kayser eine neue Fabrik in der Kaiser Friedrichstraße 3 gebaut. Der Artikel Nickel-Ketten wurde nach und nach aufgegeben, dafür wurde die Fabrikation von Amerikaner Doubleketten weitergeführt. Bald wurde eine 10-pferdige Dampfmaschine für den Betrieb angeschafft und die Fabrik ständig vergrößert. 1901 waren rund 400 Arbeiter bei Kollmar und Jourdan beschäftigt.
Im Jahr 1898 wurde das Geschäft an eine Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von 600.000 Mark verkauft. Vorstand der Aktiengesellschaft waren ursprünglich Emil Kollmar und Wilhelm Jourdan, letzterer schied jedoch im selben Jahr, aus Gesundheitsgründen, aus dem Vorstand der Gesellschaft; seitdem war Emil Kollmar alleiniger Vorstand.
Im Jahr 1900 errichtete die Gesellschaft eine Filiale in Mühlhausen/Würm in eigenem Anwesen, wo gegen 100 Personen beschäftigt waren, sodass die Firma 500 Personen auf Amerikaner-Doubleketten beschäftigte. Es gab keine zweite Fabrik, die speziell auf Amerikaner-Doubleketten annähernd soviel Arbeiter hatte. 1908 folgte eine weitere Filialfabrik im nordbadischen Boxberg. Schließlich wurde 1912 ein drittes Nebenwerk in Neckarbischofsheim eröffnet. Während des Ersten Weltkriegs stellte die Firma Kollmar & Jourdan die Produktion in den Nebenwerken Boxberg und Neckarbischofsheim ein. Infolge der Weltwirtschaftskrise musste das Unternehmen seine Filiale in Neckarbischofsheim zu Beginn der 1930er Jahre erneut schließen.
Das Stammhaus in Pforzheim wurde im Zweiten Weltkrieg (1939-45) zerstört, das Unternehmen wurde aber danach unter Max Kollmar (1872-1966) wieder aufgebaut.
Die Firma bestand bis 1977.