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Johann Peter Brandenburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Johann Peter Brandenburg war das erste von acht Kindern des Landwirts und Kalkwerkbesitzers Heinrich Brandenburg im Eifelörtchen Kronenburg. Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften promovierte er in Köln, arbeitete dann als Verkaufsleiter bei der Rhenania-Ossag. [[1941]] wurde er Hauptabteilungsleiter bei den Vereinigten Flugmotorenwerken. Von dort kam er zu Junkers, wo er in verschiedenen Orten bis Kriegsende tätig war. Seit [[1942]] war er mit einer Pforzheimerin verheiratet, schlug seinen Wohnsitz hier auf und wurde im Juli [[1945]] Direktor der [[Sparkasse Pforzheim Calw|Städtischen Sparkasse Pforzheim]], bevor an die Spitze der [[Stadt Pforzheim|Stadtverwaltung]] trat.
Johann Peter Brandenburg war das erste von acht Kindern des Landwirts und Kalkwerkbesitzers Heinrich Brandenburg im Eifelörtchen Kronenburg. Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften promovierte er in Köln, arbeitete dann als Verkaufsleiter bei der Rhenania-Ossag. [[1941]] wurde er Hauptabteilungsleiter bei den Vereinigten Flugmotorenwerken. Von dort kam er zu Junkers, wo er in verschiedenen Orten bis Kriegsende tätig war. Seit [[1942]] war er mit einer Pforzheimerin verheiratet, schlug seinen Wohnsitz hier auf und wurde im Juli [[1945]] Direktor der [[Sparkasse Pforzheim Calw|Städtischen Sparkasse Pforzheim]], bevor an die Spitze der [[Stadt Pforzheim|Stadtverwaltung]] trat.
Seine Tochter [[Sabine Brandenburg-Frank|Sabine Brandenburg]] heiratete den Schmuckgestalter [[Egon Frank]] und war ebenfalls als Schmuckgestalterin tätig.


== Landespolitik ==
== Landespolitik ==

Version vom 19. Juni 2019, 14:59 Uhr

Johann Peter Brandenburg
Das Grab von Johann Peter Brandenburg auf dem Hauptfriedhof

Dr. jur. Johann Peter Brandenburg (* 24. März 1905 in Kronenburg/Eifel; † 3. März 1977 in Pforzheim) war vom August 1946 bis 1. September 1947 erster Bürgermeister und wurde am 29. August 1947 zum Oberbürgermeister von Pforzheim gewählt. Er prägte maßgeblich den Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Stadt. In den Sechzigern stand Dr. Brandenburg wegen seiner vielen Nebenämter in Kritik. Bei der Oberbürgermeisterwahl 1965 unterlag er seinem Kontrahenten Willi Weigelt (SPD).

Leben

Johann Peter Brandenburg war das erste von acht Kindern des Landwirts und Kalkwerkbesitzers Heinrich Brandenburg im Eifelörtchen Kronenburg. Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften promovierte er in Köln, arbeitete dann als Verkaufsleiter bei der Rhenania-Ossag. 1941 wurde er Hauptabteilungsleiter bei den Vereinigten Flugmotorenwerken. Von dort kam er zu Junkers, wo er in verschiedenen Orten bis Kriegsende tätig war. Seit 1942 war er mit einer Pforzheimerin verheiratet, schlug seinen Wohnsitz hier auf und wurde im Juli 1945 Direktor der Städtischen Sparkasse Pforzheim, bevor an die Spitze der Stadtverwaltung trat.

Seine Tochter Sabine Brandenburg heiratete den Schmuckgestalter Egon Frank und war ebenfalls als Schmuckgestalterin tätig.

Landespolitik

Dr. Brandenburg war Mitglied der FDP und Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung. Seine Partei vertrat er 1946 bis 1964 und 1968 bis 1976 als Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg, dessen Vizepräsident er acht Jahre lang – von 1960 bis 1968 – war. Von 1969 bis 1976 war er Vorsitzender der FDP/DVP-Fraktion im Landtag. Als Abgeordneter des Landtags betrachtete sich Dr. Brandenburg vor allem als Sprecher der schwer zerstörten Städte und Evakuierten.

Nach seinem Rückzug aus dem Landtag 1976 war Dr. Brandenburg Richter am Staatsgerichtshof von Baden-Württemberg.

Ehrungen

  • 1955 erhielt Dr. Brandenburg das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
  • 1966 bei seinem Ausscheiden aus dem Oberbürgermeister-Amt wurde ihm das Ehrenbürgerrecht der Stadt Pforzheim verliehen.
  • 1970 erhielt er die Baden-Württembergische Verfassungsmedaille in Gold.
  • Nach Johann Peter Brandenburg ist die Dr.-Brandenburg-Straße zwischen Reuchlinhaus und IHK-Haus in der südwestlichen Innenstadt benannt.

Literatur

  • Hans Georg Zier: Geschichte der Stadt Pforzheim. Stuttgart: Theiss, 1982, ISBN 3-8062-0234-6, S. 362
  • Heide Hammel: „Die Zukunft hat schon begonnen“ – Johann Peter Brandenburg, Verlag Regionalkultur, Heidelberg
  • Pforzheimer Zeitung: "160 Jahre Zeitung in Pforzheim" 1954, Wilhelm Freivogel, S. 39

Weblinks