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Version vom 13. November 2018, 10:08 Uhr


Julius Moser (hebräisch יוליוס מוֹסֶר) (geb. 18. Juli 1882 in Pforzheim; gest. 12. Februar 1970 in Pforzheim) war ein Pforzheimer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung, der die „Scho’a“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust) überlebt habt. Seine beiden Geschwister Sigmund (1874-1934) und Adele (1878-1943) haben die „Scho’a“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust) nicht überlebt.
Familie
Er war jüdischer Abstammung. Er wurde als Sohn von Adolf Moser (1847-1917) und Emilie Moser geb. Hirsch (1850-1927) geboren. Sein Bruder war Emil Moser (geb. 27. Januar 1876 in Pforzheim; gest. 1960), der in sog. "privilegierter Mischehe" mit Helene Bellmer (1881-1965) verheiratet war. Seine beiden Geschwister Sigmund (1874-1934) und Adele (1878-1943) haben die „Scho’a“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust) nicht überlebt.
Julius Moser war in sog. "privilegierter Mischehe" mit Martha Schreiner (1883-1955) verheiratet. Am 14. Februar 1945 wurde er zusammen mit seinem Bruder Emil Moser und elf anderen Personen, die alle in sog. "privilegierter Mischehe" lebten, in das KZ Theresienstadt deportiert. Am 8.5.1945 wurden Julius Moser und sein Bruder Emil, durch die Rote Armee aus dem KZ befreit.
Beruf
Er besuchte die Pforzheimer Oberrealschule, die er mit dem Abitur abschloss. Das Studium des Bauingenieurswesens schloss er mit Diplom ab. Er war Artillerieoffizier, vier Jahre im Ersten Weltkrieg und erhielt das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse. Nach Kriegsende leitete er das Herrenbekleidungsgeschäft und die Schneiderei seines Vaters. Er war Mitgründer des Rotary Club Pforzheim und bis in die 1930er-Jahre Mitglied der Handelskammer Pforzheim.
Moser musste im 3. Reich aufgrund seiner jüdischen Herkunft sein Geschäft aufzugeben. Anschließend musste er Zwangsarbeit in der Papierfabrik in Dillweißenstein, die auf Rüstungsproduktion umgestellt wurde, verrichten. Am 17. Juni 1945 kehrte er nach Pforzheim zurück. Von 1945 bis 1959 war er gewählter Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK). Seit 1952 war er Träger des großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Von 1948 bis 1958 war er Stadtrat. Am 18. Juli 1962 wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Moser hat das Industriehaus mit seiner Ständigen Musterausstellung wieder aufgebaut.
Literatur
- Julius Moser: KZ Theresienstadt. Erlebnisse eines "Nichtariers" in den letzten Monaten des Naziregimes, postum erschienen in den Pforzheimer Heften, Nr. 3, Pforzheim 1995 ISBN 3-9803529-7-8
- 100 Jahre Industrie- und Handelskammer Pforzheim 1954
- Tony Redding: Bombing Germany: The Final Phase: The Destruction of Pforzheim and the Closing Months of Bomber Command's War, Barnsley 2015 [1]
Ehrungen
- Julius-Moser-Straße
- Er wurde 1962 Ehrenbürger der Stadt Pforzheim.