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Julius Moser: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Henriette (Diskussion | Beiträge)
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Er war [[jüdisch]]er Abstammung.
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Julius Moser studierte Bauingenieurwesen. Im Ersten Weltkrieg war er Artillerieoffizier. Nach Kriegsende leitete er das Herrenbekleidungsgeschäft seines Vaters. Er war Mitgründer des [[Rotary]] Club Pforzheim und bis in die [[1930er]]-Jahre Mitglied der Handelskammer Pforzheim.
Julius Moser studierte Bauingenieurwesen. Im Ersten Weltkrieg war er Artillerieoffizier. Nach Kriegsende leitete er das Herrenbekleidungsgeschäft und die Schneiderei seines Vaters. Er war Mitgründer des [[Rotary]] Club Pforzheim und bis in die [[1930er]]-Jahre Mitglied der Handelskammer Pforzheim.


Moser musste im 3. Reich aufgrund seiner jüdischen Herkunft sein Geschäft aufzugeben. Anschließend musste er Zwangsarbeit verrichten. Am 14. Februar 1945 wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert. Am 17. Juni 1945 kehrte er nach Pforzheim zurück. Von [[1945]] bis [[1959]] war er gewählter Präsident der [[Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald|Industrie- und Handelskammer]] (IHK). Seit 1952 war er Träger des großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Von 1948 bis 1958 war er Stadtrat. Am 18. Juli 1962 wurde er zum Ehrenbürger ernannt.
Moser musste im 3. Reich aufgrund seiner jüdischen Herkunft sein Geschäft aufzugeben. Anschließend musste er Zwangsarbeit verrichten. Am 14. Februar 1945 wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert. Am 17. Juni 1945 kehrte er nach Pforzheim zurück. Von [[1945]] bis [[1959]] war er gewählter Präsident der [[Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald|Industrie- und Handelskammer]] (IHK). Seit 1952 war er Träger des großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Von 1948 bis 1958 war er Stadtrat. Am 18. Juli 1962 wurde er zum Ehrenbürger ernannt.

Version vom 18. Juni 2018, 20:50 Uhr

Julius Moser (geb. 18. Juli 1882 in Pforzheim; gest. 12. Februar 1970 in Pforzheim) war ein Pforzheimer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung, der die „Scho’a“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust) überlebt habt.


Leben

Er war jüdischer Abstammung.

Julius Moser studierte Bauingenieurwesen. Im Ersten Weltkrieg war er Artillerieoffizier. Nach Kriegsende leitete er das Herrenbekleidungsgeschäft und die Schneiderei seines Vaters. Er war Mitgründer des Rotary Club Pforzheim und bis in die 1930er-Jahre Mitglied der Handelskammer Pforzheim.

Moser musste im 3. Reich aufgrund seiner jüdischen Herkunft sein Geschäft aufzugeben. Anschließend musste er Zwangsarbeit verrichten. Am 14. Februar 1945 wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert. Am 17. Juni 1945 kehrte er nach Pforzheim zurück. Von 1945 bis 1959 war er gewählter Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK). Seit 1952 war er Träger des großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Von 1948 bis 1958 war er Stadtrat. Am 18. Juli 1962 wurde er zum Ehrenbürger ernannt.



Literatur

  • Julius Moser: KZ Theresienstadt. Erlebnisse eines "Nichtariers" in den letzten Monaten des Naziregimes, postum erschienen in den Pforzheimer Heften, Nr. 3, Pforzheim 1995 ISBN 3-9803529-7-8
  • 100 Jahre Industrie- und Handelskammer Pforzheim 1954

Ehrungen

Weblinks