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Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald: Unterschied zwischen den Versionen
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Trotz der reichlich unsicheren rechtlichen Stellung dieser Komités haben diese doch nutzbringende Arbeit geleistet. So mußte z.B. in den dreißiger Jahren ein Kampf gegen die Wieder-Einführung der staatlichen Goldkontrolle und -Punzierung ausgefochten werden. Bis zum Jahr [[1827]] hatte ein solcher Kontrollzwang bestanden, gegen den sich die Fabrikanten schon lange gewehrt hatten und der in den letzten Jahren nur noch sehr lax behandelt worden war. In genanntem Jahr wurde der Zwang aufgehoben und dem einzelnen Fabrikanten überlassen, ob er seine Waren bei dem öffentlichen Goldkontrolleur stempeln lassen wollte; einzelne Exportländer verlangten diesen staatlichen Stempel. Die |
Trotz der reichlich unsicheren rechtlichen Stellung dieser Komités haben diese doch nutzbringende Arbeit geleistet. So mußte z.B. in den dreißiger Jahren ein Kampf gegen die Wieder-Einführung der staatlichen Goldkontrolle und -Punzierung ausgefochten werden. Bis zum Jahr [[1827]] hatte ein solcher Kontrollzwang bestanden, gegen den sich die Fabrikanten schon lange gewehrt hatten und der in den letzten Jahren nur noch sehr lax behandelt worden war. In genanntem Jahr wurde der Zwang aufgehoben und dem einzelnen Fabrikanten überlassen, ob er seine Waren bei dem öffentlichen Goldkontrolleur stempeln lassen wollte; einzelne Exportländer verlangten diesen staatlichen Stempel. Die |
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große Mehrzahl der Pforzheimer Industriellen begrüßte die Aufhebung der Zwangskontrolle. Der wirtschaftliche Aufschwung infolge der Gründung des deutschen Zollvereins hatte in Pforzheim zur Entstehung einer Reihe neuer Bijouteriefabriken geführt. Ein Teil der älteren Firmen sah diese Entwicklung nicht gerne; unter der Behauptung, dass ein Teil der kleineren Firmen nicht vollhaltiges Gold verwende und dadurch den Ruf der Pforzheimer Waren schädige, stellten sie den Antrag auf Wiedereinführung der früheren staatlichen Zwangskontrolle und einer Konzessionspflicht bei Gründung neuer Bijouteriefabriken. Die oben erwähnten Angriffe auf den Handels-Vorstand scheinen damit im Zusammenhang zu stehen. Infolge des Widerstandes cler großen Mehrheit der Pforzheimer Fabrikanten blieb es dann bei der Pregelung des Jahres 1827. |
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große Mehrzahl der Pforzheimer Industriellen begrüßte die Aufhebung der Zwangskontrolle. |
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Im Jahre [[1841]] wurde, anstelle des seitherigen Deutschen Handels- und Gewerbevereins ein ''Allgemeiner Deutscher Industrieverein'' gegründet, der sich hauptsäihlich die Einführung gemäßigter Zölle, den Ausbau des deutschen Eisenbahnnetzes, eine einheitliche Ordnung des Post-, Münz-, Maß- und Gewichtwesens, Schutz des geistigen Eigentums usw. zur Aufgabe machte, Dinge, die nur ganz allmählich und gegen große Widerstände der Einzelstaaten durchgeführt werden konnten. Als Untergruppe entstand ein ''badischer Industrieverein'' mit Bezirksvereinen in allen größeren Städten. Auch das Pforzheimer ''Fabrik-Komitê'', dessen Leitung seit 1841 der Fabrikant [[August Dennig]] inne hatte, schloß sich diesem badischen Industrieverband an. Daneben aber bestand der ''Handels-Vorstand'' für die gesamten Gewerbe der Stadt weiter. Alle diese Vereinigungen aber waren freie Schöpfungen und hatten keinen offiziellen Charakter. Das ''Fabrik-Komitdê'' damals schon manchmal als ''Handelskammer'' bezeichnet, kämpfte in jenen Jahren besonders hartnäckig um den Bau der Eisenbahnlinie von Karlsruhe nach Mühlacker-Stuttgart, damit Pforzheim an das große Eisenbahnnetz angeschlossen werde. Auch auf diesem Gebiete mußten viele Widerstände, hauptsächlich von Württemberg ausgehend, überwunden werden, bis es gelang, den Bau dieser naturgegebenen Verbindung durchzusetzen. |
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Version vom 29. Mai 2018, 14:25 Uhr
Die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald ist eine der 81 regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK), die im Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) organisiert sind. Die Präsidentin der IHK Nordschwarzwald, Claudia Gläser, ist seit dem 13. Juli 2017 im Amt.
Geschichte
Entstehung der Handelskammer Pforzheim, der Industrie- und Handelskammer Pforzheim bis zur IHK Nordschwarzwald.
In früheren Zeiten des Zusammenschlusses der einzelnen Handwerke in Zünften, in welchen die die Organisation der einzelnen Berufe geordnet und deren Interessen gemeinsam vertreten wurden, waren die Krämer, also die Einzelhändler, zusammen mit den Wirten ebenfalls in einer Zunft vereinigt. Diese hatte in erster Linie darüber zu wachen, dass die strengen und oft recht engen Zunftbestimmungen nicht übertreten wurden, dass z. B. kein Ladengeschäft andere als die zu seinem engumgrenzenten Bereich gehörigen Waren verkaufte.
Die alten Zunftbestimmungen passten längst nicht mehr zu der sich seit dem zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts immer mehr ausweitenden und entwickelten Wirtschaft mit ihren neuen Industrien und ihren Verbindungen zu vielen fremden Ländern. Daher wurde im Jahre 1817 ein Deutscher Handels- und Gewerbeverein ins Leben gerufen, der sich vor allem die Schaffung eines allgemeinen deutschen Zollvereins zur Aufgabe machte, da die Zollabsperrung der einzelnen deutschen Staaten gegeneinander die Entwicklung von Industrie und Handel schwer hemmte.
Diesem Verein traten in Pforzheim zunächst zwölf Geschäftleute bei. Gleichzeit entstand zur Behandlung interner Fragen der Pforzheimer Wirtschaft ein aus angesehenen Geschäftsinhabern verschiedener Geschäftszweige bestehender Handels-Vorstand. Dies waren aber keine offiziell anerkannten Körperschaften, sondern freiwillige Zusammenschlüsse ohne besondere Rechte.
Gegen Ende der zwanziger Jahre bestand bei der badischen Regierung die Absicht, Handel und Industrie zu einer festen Organisation zusammenzuschließen. Es wurde eine Anfrage, welche Organisation dieser Kreise seither bestanden habe, an den Handels-Vorstand in Pforzheim gerichtet, welcher aus folgenden Männern bestand: C. F. Witzenmann (Landtagsabgeordneter), Carl Bofinger, J. Kroll (Vorstand der Floßgesellschaft), Wilhelm Lenz und Georg Jakob Dennig.
Dieser antwortete am 3. April 1829: ,,Auf die gütigst mitgeteilte und anliegend wieder zurückfolgende Anfrage eines Großherz. Wohllöbl. Directoriums haben wir gehorsamst zu berichten, daß in hiesiger Stadt die Kaufleute weder eine Zunft noch eine Innung bilden, und sich deshab keine hierauf bezügliche Statuten oder Artikel vorfinden, was auch bisher viele Klagen und Beschwerden unter den Kaufleuten selbst, sowie mit den Conditors und anderen Gewerbsleuten verursachte, welche, wie bekannt, teils durch hohe und höchste Verordnung und Beschlüsse beigelegt wurden. Das Einzige, was wir von Bedeutung besitzen, ist eine hochweisliche Verfügung des hohen Ministeriums des Inneren, wornach den Conditors, die sich zu viel Anmahnungen zu Schulden kommen ließen, untersagt wurde, mit allen jenen Artikeln Handel zu treiben, die etwa zur Bekleidung oder Betreibung eigen eines Gewerbes erforderlich sein könnte.“ Auf Verlangen der Regierung wurde von dem Handelsvorstand ein Entwurf von Statuten für die Organisation des Handelsstandes und seiner Vertretung ausgearbeitet; doch scheint die Sache damals nicht weiter verfolgt worden zu sein.
Im Jahre 1832 wurde der Handels-Vorstand heftig angefeindet, was zum Rücktritt desselben führte. Es wurden nun neu gewählt: Karl Näher (Kupferhammerbesitzer); Rudolf Deimling, Kaufmann; Johann Adam Benckiser, Bijouteriefabrikant; G. A. Kiehnle, Bijouteriefabrikant, und Samuel Ludwig Finkenstein, Tuchfabrikant.

Außer diesem aus verschiedenen Geschäftszweigen zusammengesetzten Handelsvorstand hatten die Bijouteriefabrikanten noch eine eigene lose Organisation zur Behandlung von Fragen, die lediglich ihre Branche angingen. Geschäftsführer war der Fabrikant G. F. Hausmann. Im Jahre 1836 schrieb dieser an das Bürgermeisteramt, nachdem die Zahl der Bijouteriefabrikanten bedeutend zugenommen habe, könne er die Verantwortung nicht mehr alleine übernehmen; er bitte daher, ihn seines Amtes als Sekretär zu entheben und statt dessen einen mehrköpfigen Vorstand der Bijouteriefabrikanten wählen zu lassen. So entstand das „Ausschuß-Komité der Bijouterie-Fabrikanten“, das „Fabrik-Komité“ genannt, etwa den heutigen Fachgruppen vergleichbar, das interne Fragen der Schmuckindustrie zu behandeln hatte, während dem „Handels-Vorstand“ Fragen allgemeiner Art zu erledigen blieben. Wie vage die rechtliche Stellung dieser Korporationen war, zeigt eine Bemerkung des Bürgermeisters Lenz in einem Brief an das Oberamt vom Juni 1836: „….Es ist übrigens hierorts nicht bekannt, wie sich der Handelsvorstand ergänzt, duch Wahl der Mitglieder des Handelsstandes oder durch Ernennung von seiten des Staats oder der Stadtbehörde, ob eine solche Stelle abgelehnt werden darf und wie lange sie behalten werden muß . . ."
Trotz der reichlich unsicheren rechtlichen Stellung dieser Komités haben diese doch nutzbringende Arbeit geleistet. So mußte z.B. in den dreißiger Jahren ein Kampf gegen die Wieder-Einführung der staatlichen Goldkontrolle und -Punzierung ausgefochten werden. Bis zum Jahr 1827 hatte ein solcher Kontrollzwang bestanden, gegen den sich die Fabrikanten schon lange gewehrt hatten und der in den letzten Jahren nur noch sehr lax behandelt worden war. In genanntem Jahr wurde der Zwang aufgehoben und dem einzelnen Fabrikanten überlassen, ob er seine Waren bei dem öffentlichen Goldkontrolleur stempeln lassen wollte; einzelne Exportländer verlangten diesen staatlichen Stempel. Die große Mehrzahl der Pforzheimer Industriellen begrüßte die Aufhebung der Zwangskontrolle. Der wirtschaftliche Aufschwung infolge der Gründung des deutschen Zollvereins hatte in Pforzheim zur Entstehung einer Reihe neuer Bijouteriefabriken geführt. Ein Teil der älteren Firmen sah diese Entwicklung nicht gerne; unter der Behauptung, dass ein Teil der kleineren Firmen nicht vollhaltiges Gold verwende und dadurch den Ruf der Pforzheimer Waren schädige, stellten sie den Antrag auf Wiedereinführung der früheren staatlichen Zwangskontrolle und einer Konzessionspflicht bei Gründung neuer Bijouteriefabriken. Die oben erwähnten Angriffe auf den Handels-Vorstand scheinen damit im Zusammenhang zu stehen. Infolge des Widerstandes cler großen Mehrheit der Pforzheimer Fabrikanten blieb es dann bei der Pregelung des Jahres 1827.
Im Jahre 1841 wurde, anstelle des seitherigen Deutschen Handels- und Gewerbevereins ein Allgemeiner Deutscher Industrieverein gegründet, der sich hauptsäihlich die Einführung gemäßigter Zölle, den Ausbau des deutschen Eisenbahnnetzes, eine einheitliche Ordnung des Post-, Münz-, Maß- und Gewichtwesens, Schutz des geistigen Eigentums usw. zur Aufgabe machte, Dinge, die nur ganz allmählich und gegen große Widerstände der Einzelstaaten durchgeführt werden konnten. Als Untergruppe entstand ein badischer Industrieverein mit Bezirksvereinen in allen größeren Städten. Auch das Pforzheimer Fabrik-Komitê, dessen Leitung seit 1841 der Fabrikant August Dennig inne hatte, schloß sich diesem badischen Industrieverband an. Daneben aber bestand der Handels-Vorstand für die gesamten Gewerbe der Stadt weiter. Alle diese Vereinigungen aber waren freie Schöpfungen und hatten keinen offiziellen Charakter. Das Fabrik-Komitdê damals schon manchmal als Handelskammer bezeichnet, kämpfte in jenen Jahren besonders hartnäckig um den Bau der Eisenbahnlinie von Karlsruhe nach Mühlacker-Stuttgart, damit Pforzheim an das große Eisenbahnnetz angeschlossen werde. Auch auf diesem Gebiete mußten viele Widerstände, hauptsächlich von Württemberg ausgehend, überwunden werden, bis es gelang, den Bau dieser naturgegebenen Verbindung durchzusetzen.
Baustelle - Fortsetzung folgt
Frühere Präsidenten waren:
- Projektplaner Burkhard Thost von 2007 bis 2017
- Dipl.-Ing. Till Casper von 1994 bis 2007
- Unternehmer Dr. Walter Witzenmann von 1968 bis 1985
- Dipl.-Ing. Julius Moser von 1946 bis 1959
- Fabrikant Artur Barth von 1933 - 1945
- Fabrikant Karl Scheufele von 1932 - 1933
- Ringfabrikant Oscar Bentner von 1927 - 1932
- Fabrikdirektor Emil Kollmar von 1916 - 1927
- Fabrikant Carl Wilhelm Meier von 1898 - 1916
- Fabrikant Peter Gülich von 1893 - 1898
- Edelsteinhändler Hermann Gesell provisorisch von 1890 - 1893
- Fabrikant Ferdinand Zerrenner von 1880 - 1890
- Floßverein-Direktor Wilhelm Lenz von 1871 - 1880
- Fabrikant August Dennig von 1853 - 1871
Adresse Pforzheim
- Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald
- Dr.-Brandenburg-Straße 6
- 75173 Pforzheim
- Telefon: (0 72 31) 201 - 0
- Telefax: (0 72 31) 201 - 158
- E-Mail:
info
pforzheim.ihk.de
Geschäftsstelle Nagold
- Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald
- Lise-Meitner-Straße 23
- 72202 Nagold
- Telefon: (0 74 52) 9 30 10
- E-Mail:
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pforzheim.ihk.de