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Schmie (Fluss): Unterschied zwischen den Versionen
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Die Herkunft des Namens "Schmie" ist in der Historiolinguistik bis heute nicht ganz geklärt. Verschiedene Erklärungsmodelle leiten den Namen aus dem Alteuropäischen, Keltischen oder Germanischen |
Die Herkunft des Namens "Schmie" ist in der Historiolinguistik bis heute nicht ganz geklärt. Verschiedene Erklärungsmodelle leiten den Namen aus dem Alteuropäischen, Keltischen oder Germanischen ab. |
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Die traditionelle alteuropäische Herleitung führt den Namen auf idg. *''smēi-'' oder *''smē(i)g-'' zurück, was man mit das "Kleine, Zierliche" übersetzen kann.<ref>So etwa mit Karl Schmid u. a. (Hrsg.): Beiträge zur Namenforschung. Band 13. Heidelberg 1962. S. 217</ref> Es handelt sich dabei um eine Erweiterung der idg. Wurzel *''smē-'' "schmieren, streichen". Verwandte Begriffe sind u. a. |
Die traditionelle alteuropäische Herleitung führt den Namen auf idg. *''smēi-'' oder *''smē(i)g-'' zurück, was man mit das "Kleine, Zierliche" übersetzen kann.<ref>So etwa mit Karl Schmid u. a. (Hrsg.): Beiträge zur Namenforschung. Band 13. Heidelberg 1962. S. 217</ref> Es handelt sich dabei um eine Erweiterung der idg. Wurzel *''smē-'' "schmieren, streichen". Verwandte Begriffe sind u. a. |
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ahd. ''smechar'' "elegans" bzw. mhd. ''smecker'' "schlank, schmal" und poln. ''smagly'' "schlank". Die unterschiedlichen Formen ''Schmie''-''Schmiech-'' bzw. ''sme-''-''smec-'' versucht Schmid auf die parallele Existenz beider Ausgangsformen, ''smēi-'' und ''smē(i)g-'', zurückzuführen.<ref>ebd.</ref> |
ahd. ''smechar'' "elegans" bzw. mhd. ''smecker'' "schlank, schmal" und poln. ''smagly'' "schlank". Die unterschiedlichen Formen ''Schmie''-''Schmiech-'' bzw. ''sme-''-''smec-'' versucht Schmid auf die parallele Existenz beider Ausgangsformen, ''smēi-'' und ''smē(i)g-'', zurückzuführen.<ref>ebd.</ref> |
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Aufgrund der einstämmigen Wortstruktur nimmt Johannes Hoops dagegen eine frühe germanische Herkunft an. Er wählte als Etymon (etymologischer Stamm) germ. *''smeuba'' "die Schlüpfrige".<ref>Johannes Hoops: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde: Bd. 22, 2003, S. 252</ref> Zwei ebenfalls germanische Ursprungsetymons sind zum einen mhd. ''smiegen'' "schmiegen", i. S. v. einem still schleichenden Fluss, oder mhd. ''smiechen'' "rauchen", das sich auf die Nebel im sumpfigen Tal beziehen soll.<ref>Friedrich Wissmann: Das Ortsbuch von Schmie. Die rund 1200jährige Geschichte von Schmie und seine Beziehungen zum Kloster Maulbronn. Ludwigsburg 1974. S. 30</ref> |
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== Zuflüsse == |
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Version vom 28. August 2012, 20:13 Uhr
Die Schmie, oder umgangssprachlich der Schmiebach ist ein Gewässer im Enzkreis. Es ist ist ein 12,079 km langer linker Zufluss der Enz und entspringt südwestlich von Schmie. Der Oberlauf versiegt in Trockenzeiten fast vollständig. Die offizielle Gewässerkennzahl ist 238456.
Verlauf
Die Schmie entspringt auf 275 m Höhe nahe Schmie. Dort fließt sie aus einem 0,22 ha großen künstlichen See in der Flur Graubrunnen und fließt in südöstliche Richtung und durchfließt Lienzingen und Illingen. Die B 35 und später die B 10 folgen dem Verlauf. Nach 12,079 km mündet der Bach bei Vaihingen in die Enz. Ihr Einzugsgebiet beträgt 47,4 km². Der Fluss durchfließt die Orte Lienzingen und Illingen. Bei Vaihingen mündet der Fluß in die Enz. Von der Quelle bis zur Mündung hat er ein Gefälle von 94 Meter und eine Länge von rund 12 Kilometer. Der Bach entwässert ein Einzugsgebiet von etwa 47 Quatratkilometer.
Etymologie
Die Herkunft des Namens "Schmie" ist in der Historiolinguistik bis heute nicht ganz geklärt. Verschiedene Erklärungsmodelle leiten den Namen aus dem Alteuropäischen, Keltischen oder Germanischen ab.
Die traditionelle alteuropäische Herleitung führt den Namen auf idg. *smēi- oder *smē(i)g- zurück, was man mit das "Kleine, Zierliche" übersetzen kann.[1] Es handelt sich dabei um eine Erweiterung der idg. Wurzel *smē- "schmieren, streichen". Verwandte Begriffe sind u. a. ahd. smechar "elegans" bzw. mhd. smecker "schlank, schmal" und poln. smagly "schlank". Die unterschiedlichen Formen Schmie-Schmiech- bzw. sme--smec- versucht Schmid auf die parallele Existenz beider Ausgangsformen, smēi- und smē(i)g-, zurückzuführen.[2]
Aufgrund der einstämmigen Wortstruktur nimmt Johannes Hoops dagegen eine frühe germanische Herkunft an. Er wählte als Etymon (etymologischer Stamm) germ. *smeuba "die Schlüpfrige".[3] Zwei ebenfalls germanische Ursprungsetymons sind zum einen mhd. smiegen "schmiegen", i. S. v. einem still schleichenden Fluss, oder mhd. smiechen "rauchen", das sich auf die Nebel im sumpfigen Tal beziehen soll.[4]
Zuflüsse
Von den neun Zuflüssen sind nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz[5] nur 5 namentlich benannt. Mithilfe von Flurnamen lassen sich indes oft die (alten) Namen dieser offiziell unbenannten Zuflüsse erschließen. In der folgenden Liste werden die Zuflüsse von der Quelle bis zur Mündung aufgelistet. In Klammern wird das Zuflussufer (rechts/links) und ggf. der Name einer anliegenden Flur.
Mit 8 km ist der Glattbach der längste Zufluss der Schmie.
- NN-NV3 (r, Flur Striembach)
- Scherbentalbach (l)
- NN-014 (r)
- Wolfsklinge (l)
- Sulzbach (l)
- Erbbach (l)
- NN-IR4 (r)
- NN-WG5 (r)
- Glattbach (l)
Einzelnachweise
- ↑ So etwa mit Karl Schmid u. a. (Hrsg.): Beiträge zur Namenforschung. Band 13. Heidelberg 1962. S. 217
- ↑ ebd.
- ↑ Johannes Hoops: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde: Bd. 22, 2003, S. 252
- ↑ Friedrich Wissmann: Das Ortsbuch von Schmie. Die rund 1200jährige Geschichte von Schmie und seine Beziehungen zum Kloster Maulbronn. Ludwigsburg 1974. S. 30
- ↑ Alle Angaben nach http://brsweb.lubw.baden-wuerttemberg.de
