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Julius Müller-Salem: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Bild:Eingangshalle_Emma_Jaeger.jpg|thumb|Emma-Jaeger-Bad, alte Schwimmhalle, Eingangshalle mit Mosaikausschmückung von Julius Müller-Salem.]]
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'''Julius Müller-Salem''' (* [[9. Februar]] [[1865]] in Salem, [[20. November]] [[1946]] in [[Pforzheim]]) war ein Pforzheimer Künstler.
'''Julius Müller-Salem''' (geb. 9.2.1865 in Salem, gest. 20.11.1946 in Pforzheim) war ein Pforzheimer Künstler.
Neben seiner Lehrtätigkeit arbeitete er auch als freier Künstler und erwarb sich überregional Anerkennung. Seine Werke sind von seinen Streben nach Harmonie geprägt, und erscheinen teilweise fast kindlich naiv. In seiner Motivwahl stehen Landschaftsbilder, vorwiegend Wasser mit Himmel, an vorderster Stelle.
== Leben ==
Julius Müller wurde [[1865]] in Salem am Bodensee geboren, später hängte er seinen Geburtsort an seinen Namen. Seine künstlerische Ausbildung machte er an einer privaten Kunstschule in München. [[1899]] wurde er Lehrer für Akt- und figürliches Zeichnen an der [[Kunstgewerbeschule]] Pforzheim. Dort lehrte er 31 Jahre bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1931. Ab 1906 als Professor. Er leitete lange eine der künstlerischen Klassen der Kunst- und Kunstgewerbeschule, in denen viele Pforzheimer Künstler ihre erste Ausbildung erhielten, die sie dann oft an Kunstakademien fortsetzten. [[1903]] heiratete er die Tochter des Pforzheimer Arzt Carl Adolph Wenzel. [[1910]] bezogen sie ihren Neubau in der [[Eutingen|Eutinger]] [[Künstlerkolonie]].


== Werke ==
Julius Müller wurde [[1865]] in Salem am Bodensee geboren, später hängte er seinen Geburtsort an seinen Namen. Seine künstlerische Ausbildung machte er an einer privaten Kunstschule in München. [[1899]] wurde er Lehrer für Akt- und figürliches Zeichnen an der [[Kunstgewerbeschule]] Pforzheim. Dort lehrte er 31 Jahre bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1931. Ab 1906 als Professor. Er leitete lange eine der künstlerischen Klassen der Kunst- und Kunstgewerbeschule, in denen viele Pforzheimer Künstler ihre erste Ausbildung erhielten, die sie dann oft an Kunstakademien fortsetzten. [[1903]] heiratete er die Tochter des Pforzheimer Arzt Carl Adolph Wenzel. [[1910]] bezogen sie ihren Neubau in der [[Eutingen|Eutinger]] [[Künstlerkolonie]]. Neben seiner Lehrtätigkeit arbeitete er auch als freier Künstler und erwarb sich überregional Anerkennung. Viele seiner öffentlichen Arbeiten, wie die Glasmalereien und Mosaiken im Pforzheimer [[Rathaus]], wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. In [[gestorben in::Pforzheim]] ist im [[Emma-Jaeger-Bad]] noch ein Mosaik, mit um einen Brunnen tanzenden Putten, vom ihm erhalten. Auf dem [[Friedhof Eutingen|alten Eutinger Friedhof]] steht noch ein [[Gefallenendenkmal Eutingen|Mahnmal für die Gefallenen]] des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] von Müller-Salem. Seine Werke sind von seinen Streben nach Harmonie geprägt, und erscheinen teilweise fast kindlich naiv. In seiner Motivwahl stehen Landschaftsbilder, vorwiegend Wasser mit Himmel, an vorderster Stelle.
* Glasfenster und Mosaiken im Trauzimmer des Rathauses, 1910, kriegszerstört.
* Mosaik, mit um einen Brunnen tanzenden Putten, in der Eingangshalle [[Emma-Jaeger-Bad]], 1910.
* Sgraffitobild, Lameystraße 41, 1912.
* [[Gefallenendenkmal Eutingen|Mahnmal für die Gefallenen]] des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] im [[Friedhof Eutingen|alten Eutinger Friedhof]], 1934.


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Bild:Mosaik Müller-Salem Emma-Jaeger .jpg|Detail des Mosaiks
Bild:Mosaik Müller-Salem Emma-Jaeger .jpg|Detail des Mosaiks
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== Literatur ==

* ''' Müller-Salem, Julius '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: '''Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler''', hier S. 364.
==Quellen==
*Karl Hofmann, Alfred Hübner: ''In und aus Pforzheim'', 63 KünstlerInnen, [[Stadt Pforzheim]], [[Stadtarchiv]], ISBN 3-9802822-5-2
*Karl Hofmann, Alfred Hübner: ''In und aus Pforzheim'', 63 KünstlerInnen, [[Stadt Pforzheim]], [[Stadtarchiv]], ISBN 3-9802822-5-2
== Weblink ==
== Weblink ==

Version vom 1. Juli 2018, 14:47 Uhr

Emma-Jaeger-Bad, alte Schwimmhalle, Eingangshalle mit Mosaikausschmückung von Julius Müller-Salem.

Julius Müller-Salem (geb. 9.2.1865 in Salem, gest. 20.11.1946 in Pforzheim) war ein Pforzheimer Künstler. Neben seiner Lehrtätigkeit arbeitete er auch als freier Künstler und erwarb sich überregional Anerkennung. Seine Werke sind von seinen Streben nach Harmonie geprägt, und erscheinen teilweise fast kindlich naiv. In seiner Motivwahl stehen Landschaftsbilder, vorwiegend Wasser mit Himmel, an vorderster Stelle.

Leben

Julius Müller wurde 1865 in Salem am Bodensee geboren, später hängte er seinen Geburtsort an seinen Namen. Seine künstlerische Ausbildung machte er an einer privaten Kunstschule in München. 1899 wurde er Lehrer für Akt- und figürliches Zeichnen an der Kunstgewerbeschule Pforzheim. Dort lehrte er 31 Jahre bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1931. Ab 1906 als Professor. Er leitete lange eine der künstlerischen Klassen der Kunst- und Kunstgewerbeschule, in denen viele Pforzheimer Künstler ihre erste Ausbildung erhielten, die sie dann oft an Kunstakademien fortsetzten. 1903 heiratete er die Tochter des Pforzheimer Arzt Carl Adolph Wenzel. 1910 bezogen sie ihren Neubau in der Eutinger Künstlerkolonie.

Werke

Literatur

  • Müller-Salem, Julius . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 364.
  • Karl Hofmann, Alfred Hübner: In und aus Pforzheim, 63 KünstlerInnen, Stadt Pforzheim, Stadtarchiv, ISBN 3-9802822-5-2

Weblink

Die Künstlerkolonie in Eutingen, Vortrag von Christina Klittich bei der Löblichen Singergesellschaft