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Anja Römer-Hahn: Unterschied zwischen den Versionen

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Sie wurde als Anneliese Dittler, Tochter des Pforzheimer Fabrikanten Gustav Dittler geboren. Ihr Onkel war der Bildhauer [[Emil Dittler]].
Sie wurde als Anneliese Dittler, Tochter des Pforzheimer Fabrikanten [[Gustav Dittler]] geboren. Ihr Onkel war der Bildhauer [[Emil Dittler]].
Sie machte erst einen Abschluss an dem Pforzheimer Privatgymnasium für Höhere Töchter, bevor sie mit sechzehn nach München gezogen ist um klassischen Tanz zu studieren und dann nach Berlin wechselte um die Ausbildung ab zu schließen. [[1931]] erstes großes Engagement in Mannhein als Solotänzerin. Dort bekam sie den Titel Balletmeisterin. [[1935]] zog sie mit ihrem Ehemann Gustav Römer-Hahn, ein angesehener Schauspieler, nach Remscheid. Dann verschlug es sie nach Hamburg, wo sie an allen bedeutenden Bühnen tanzte und ihre ersten Choreographien verfasste. Ab September [[1943]] ist sie mit ihrem Mann für eine Weile bei ihren Eltern an der [[Rossbrücke]] untergekommen, als Hamburg stark bombadiert wurde.
Sie machte erst einen Abschluss an dem Pforzheimer Privatgymnasium für Höhere Töchter, bevor sie mit sechzehn nach München zog, um klassischen Tanz zu studieren und dann nach Berlin wechselte, um die Ausbildung abzuschließen. [[1931]] hatte sie ihr erstes großes Engagement in Mannhein als Solotänzerin. Dort bekam sie den Titel Ballettmeisterin. [[1935]] zog sie mit ihrem Ehemann [[Gustav Römer-Hahn]], ein angesehener Schauspieler, nach Remscheid. Dann verschlug es sie nach Hamburg, wo sie an allen bedeutenden Bühnen tanzte und ihre ersten Choreographien verfasste. Ab September [[1943]] ist sie mit ihrem Mann für eine Weile bei ihren Eltern in [[Pforzheim]] an der [[Rossbrücke]] untergekommen, als Hamburg stark bombardiert wurde.


Nach dem Krieg fand das Ehepaar in den Städten [[Stuttgart]], Esslingen, Heidelberg, Braunschweig und Gelsenkirchen je gemeinsam berufliche Anstellungen. Bevor ihr schon erkrankter Ehemann [[1960]] starb kehrten die beiden in ihre Geburtsstadt Pforzheim zurück. Hier begann sie vorerst als Leiterin einer musischen Gruppe des [[Jugendrotkreuz]]es, bevor sie an der [[Leopoldstraße]] eine private Gymnastik und Ballett Schule eröffnete. Sie begann dann neben Balettchoreographien auch Texte und Verse zu verfassen.
Nach dem Krieg fand das Ehepaar in den Städten [[Stuttgart]], Esslingen, Heidelberg, Braunschweig und Gelsenkirchen jeweils gemeinsam berufliche Anstellungen. Bevor ihr schon erkrankter Ehemann [[1960]] starb, kehrten die beiden in ihre Geburtsstadt Pforzheim zurück. Hier begann sie vorerst als Leiterin einer musischen Gruppe des [[Jugendrotkreuz]]es, bevor sie an der [[Leopoldstraße]] eine private Gymnastik-und-Ballett-Schule eröffnete. Sie begann dann neben Ballettchoreographien auch Texte und Verse zu verfassen.


Sie pflegte eine enge Freundschaft mit dem Malerehepaar [[Bert Joho|Bert]] und [[Vera Joho]]. Vom Maler [[Richard Ziegler]] gibt es von [[1924]] eine Reihe graphische Blätter mit dem Titel Anja tanzt. Nach den Erzählungen von Anja Römer-Hahn entstanden die Bilder und Zeichnungen aus mehreren Treffen bei den Johos, die damals schon ein Grammophon besaßen. Anja tanzte dort viel zu Foxtrott, Onestep, Tango und Slowfox Platten, während die drei Maler zeichneten. [[1975]] malte Richard Ziegler in vielen Sitzungen in Calw ein Portrait der Tänzerin, das Sie später der [[Pforzheim Galerie]] vermachte.
Sie pflegte eine enge Freundschaft mit dem Malerehepaar [[Bert Joho|Bert]] und [[Vera Joho]]. Vom Maler [[Richard Ziegler]] gibt es von [[1924]] eine Reihe graphische Blätter mit dem Titel "Anja tanzt". Nach den Erzählungen von Anja Römer-Hahn entstanden die Bilder und Zeichnungen aus mehreren Treffen bei den Johos, die damals schon ein Grammophon besaßen. Anja tanzte dort viel zu Foxtrott-, Onestep-, Tango- und Slowfox-Platten, während die drei Maler zeichneten. [[1975]] malte Richard Ziegler in vielen Sitzungen in Calw ein Portrait der Tänzerin, das sie später der [[Pforzheim Galerie]] vermachte.


Mit Dr. [[Laura Perls]] war sie ebenfalls befreundet. Auch mit [[Gisela Bornhorst]] war sie lange Jahre eng befreundet.
Mit Dr. [[Laura Perls]] war sie ebenfalls befreundet. Auch mit [[Gisela Bornhorst]] war sie lange Jahre eng befreundet.
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Erinnerungen an eine Tänzerin - Anja Römer-Hahn
Erinnerungen an eine Tänzerin - Anja Römer-Hahn


Es werden viele persönliche Erinnerungsstücke sowie Fotografien und Kostüme der Tänzerin im [[Stadtmuseum Pforzheim|Alten Schulhaus]] in [[Brötzingen]] ausgestellt. Es ist auch eine Leseecke für die gedruckten Erinnerungen und Gedichten eingerichtet. Dort sind auch kleine illustrierte Geschichten die Anja Römer-Hahn an Verwandte und Freund schickte zu sehen.
Es werden viele persönliche Erinnerungsstücke sowie Fotografien und Kostüme der Tänzerin im [[Stadtmuseum Pforzheim|Alten Schulhaus]] in [[Brötzingen]] ausgestellt. Es ist auch eine Leseecke für die gedruckten Erinnerungen und Gedichte eingerichtet. Dort sind auch kleine illustrierte Geschichten, die Anja Römer-Hahn an Verwandte und Freund schickte, zu sehen.


Zur Eröffnung wurde von Historiker [[Olaf Schulze]] über das Leben der Pforzheimer Künstlerin eingeführt.
Zur Eröffnung wurde durch Historiker [[Olaf Schulze]] über das Leben der Pforzheimer Künstlerin eingeführt.


== Veröffentlichungen ==
== Veröffentlichungen ==
*Römer - Hahn, Anja: Zwischen Gras und Sternen Druckerei Klingel Verlag, Pforzheim, [[1985]]
*Römer - Hahn, Anja: Zwischen Gras und Sternen, Druckerei Klingel Verlag, Pforzheim, [[1985]]
*Römer-Hahn, Anja: Im Garten verwurzelt : Erinnerungen. Mit einem Nachw. von [[Christoph Timm]] Kieselbronn : Windrose-Verl., 1995. ISBN 398036125X
*Römer-Hahn, Anja: Im Garten verwurzelt : Erinnerungen. Mit einem Nachw. von [[Christoph Timm]], Kieselbronn : Windrose-Verl., 1995. ISBN 398036125X
*Römer-Hahn, Anja: Erinnerungen Pforzheim - Esslinger, 1997.
*Römer-Hahn, Anja: Erinnerungen, Pforzheim - Esslinger, 1997.

== Quellen ==
== Quellen ==
:PZ vom 13.11.1979
:PZ vom 13.11.1979

Version vom 15. November 2009, 20:52 Uhr

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Anja Römer-Hahn (geborene Dittler am 13. November 1904 in Pforzheim;       gestorben 15. September 1999) Pforzheimer Tänzerin und Tanzpädagogin.


Sie wurde als Anneliese Dittler, Tochter des Pforzheimer Fabrikanten Gustav Dittler geboren. Ihr Onkel war der Bildhauer Emil Dittler. Sie machte erst einen Abschluss an dem Pforzheimer Privatgymnasium für Höhere Töchter, bevor sie mit sechzehn nach München zog, um klassischen Tanz zu studieren und dann nach Berlin wechselte, um die Ausbildung abzuschließen. 1931 hatte sie ihr erstes großes Engagement in Mannhein als Solotänzerin. Dort bekam sie den Titel Ballettmeisterin. 1935 zog sie mit ihrem Ehemann Gustav Römer-Hahn, ein angesehener Schauspieler, nach Remscheid. Dann verschlug es sie nach Hamburg, wo sie an allen bedeutenden Bühnen tanzte und ihre ersten Choreographien verfasste. Ab September 1943 ist sie mit ihrem Mann für eine Weile bei ihren Eltern in Pforzheim an der Rossbrücke untergekommen, als Hamburg stark bombardiert wurde.

Nach dem Krieg fand das Ehepaar in den Städten Stuttgart, Esslingen, Heidelberg, Braunschweig und Gelsenkirchen jeweils gemeinsam berufliche Anstellungen. Bevor ihr schon erkrankter Ehemann 1960 starb, kehrten die beiden in ihre Geburtsstadt Pforzheim zurück. Hier begann sie vorerst als Leiterin einer musischen Gruppe des Jugendrotkreuzes, bevor sie an der Leopoldstraße eine private Gymnastik-und-Ballett-Schule eröffnete. Sie begann dann neben Ballettchoreographien auch Texte und Verse zu verfassen.

Sie pflegte eine enge Freundschaft mit dem Malerehepaar Bert und Vera Joho. Vom Maler Richard Ziegler gibt es von 1924 eine Reihe graphische Blätter mit dem Titel "Anja tanzt". Nach den Erzählungen von Anja Römer-Hahn entstanden die Bilder und Zeichnungen aus mehreren Treffen bei den Johos, die damals schon ein Grammophon besaßen. Anja tanzte dort viel zu Foxtrott-, Onestep-, Tango- und Slowfox-Platten, während die drei Maler zeichneten. 1975 malte Richard Ziegler in vielen Sitzungen in Calw ein Portrait der Tänzerin, das sie später der Pforzheim Galerie vermachte.

Mit Dr. Laura Perls war sie ebenfalls befreundet. Auch mit Gisela Bornhorst war sie lange Jahre eng befreundet.

Aktuell

Eine Ausstellung über die Tänzerin

  • 15.11.09 bis 13.12.09

Erinnerungen an eine Tänzerin - Anja Römer-Hahn

Es werden viele persönliche Erinnerungsstücke sowie Fotografien und Kostüme der Tänzerin im Alten Schulhaus in Brötzingen ausgestellt. Es ist auch eine Leseecke für die gedruckten Erinnerungen und Gedichte eingerichtet. Dort sind auch kleine illustrierte Geschichten, die Anja Römer-Hahn an Verwandte und Freund schickte, zu sehen.

Zur Eröffnung wurde durch Historiker Olaf Schulze über das Leben der Pforzheimer Künstlerin eingeführt.

Veröffentlichungen

  • Römer - Hahn, Anja: Zwischen Gras und Sternen, Druckerei Klingel Verlag, Pforzheim, 1985
  • Römer-Hahn, Anja: Im Garten verwurzelt : Erinnerungen. Mit einem Nachw. von Christoph Timm, Kieselbronn : Windrose-Verl., 1995. ISBN 398036125X
  • Römer-Hahn, Anja: Erinnerungen, Pforzheim - Esslinger, 1997.

Quellen

PZ vom 13.11.1979
PZ vom 24.07.1990
PZ vom 06.02.1993
PZ vom 13.11.2004