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Karl Heinz Stocker: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Prof. Dr.-Ing. '''Karl Heinz Stocker''' (* [[1. März]] [[1920]] in [[Pforzheim]]) ist Architekt, Künstler und Autor.
Prof. Dr.-Ing. '''Karl Heinz Stocker''' (* [[1. März]] [[1920]] in [[Pforzheim]]) ist Architekt, Künstler und Autor.


Von ihm wurden unter anderem der [[Blumenhofbau]] (1955, Pforzheim), die Kleinsteinbacher Schule (1964) und das Wohn- und Geschäftshaus [[Tronser]] (1968, Pforzheim) entworfen.
Von ihm wurden unter anderem der [[Blumenhofbau]] ([[1955]], Pforzheim), die Kleinsteinbacher Schule ([[1964]]) und das Wohn- und Geschäftshaus [[Tronser]] ([[1968]], Pforzheim) entworfen.


== Vita ==
== Vita ==
Stocker nahm als junger Soldat am Afrikafeldzug unter General Rommel teil. Im Mai 1943 gerät er in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Stocker nahm als junger Soldat am Afrikafeldzug unter General Rommel teil. Im Mai [[1943]] gerät er in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Als Kriegsgefangener in Trinidad (Colorado, USA) immaktrikulierte er sich als Fernstudent an der Technischen Hochschule Graz und studierte zeitgleich an der amerikanischen Lagerhochschule Architektur und Bau-Ingenieurwesen. Das amerikanische Studium beinhaltete Zeichen, Malen, Modellieren und Aquarellieren.
Als Kriegsgefangener in Trinidad (Colorado, USA) immaktrikulierte er sich als Fernstudent an der Technischen Hochschule Graz und studierte zeitgleich an der amerikanischen Lagerhochschule Architektur und Bau-Ingenieurwesen. Das amerikanische Studium beinhaltete Zeichen, Malen, Modellieren und Aquarellieren.
Nach seiner Rückkehr 1946 setzte er das Architekturstudium an der Technischen Hochschule [[Stuttgart]] fort und beendete es dort 1949. Im gleichen Jahr wurde er erster Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Baukonstruktion. An den Technischen Hochschulen [[Karlsruhe]] und Stuttgart promovierte er 1959 über den ''[[Kelter]]bau im Stromgebiet des [[Neckar]]s'' zum Dr. Ing.
Nach seiner Rückkehr [[1946]] setzte er das Architekturstudium an der Technischen Hochschule [[Stuttgart]] fort und beendete es dort [[1949]]. Im gleichen Jahr wurde er erster Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Baukonstruktion. An den Technischen Hochschulen [[Karlsruhe]] und Stuttgart promovierte er [[1959]] über den ''[[Kelter]]bau im Stromgebiet des [[Neckar]]s'' zum Dr. Ing.


1977 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands.
[[1977]] erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands.


Er prägt als Architekt und Berater den Wiederaufbau der Stadt Pforzheim entscheidend mit. Ende der 1980er Jahre beklagt er, dass vom ursprünglichen städtbaulichen Grundkonzept des Wiederaufbaus nicht mehr viel übrig sei.
Er prägt als Architekt und Berater den Wiederaufbau der Stadt Pforzheim entscheidend mit. Ende der [[1980]]er Jahre beklagt er, dass vom ursprünglichen städtbaulichen Grundkonzept des Wiederaufbaus nicht mehr viel übrig sei.


Seit 2000 führt sein Sohn Florian Stocker (* [[2. Mai]] [[1967]] in [[Pforzheim]]) das Architekturbüro Stocker weiter.
Seit [[2000]] führt sein Sohn Florian Stocker (* [[2. Mai]] [[1967]] in [[Pforzheim]]) das Architekturbüro Stocker weiter.


Am 29. Februar 2008 übergibt er sein gesamtes künstlerisches Werk und eine über Jahrzehnte gesammelte, umfangreiche stadtgeschichtliche Dokumentation dem [[Stadtarchiv]] Pforzheim.
Am 29. Februar [[2008]] übergibt er sein gesamtes künstlerisches Werk und eine über Jahrzehnte gesammelte, umfangreiche stadtgeschichtliche Dokumentation dem [[Stadtarchiv]] Pforzheim.


== Weblink ==
== Weblink ==

Version vom 6. November 2009, 18:55 Uhr

Blumenhofbau von Karl Heinz Stocker
Tronser-Gebäude von Karl Heinz Stocker

Prof. Dr.-Ing. Karl Heinz Stocker (* 1. März 1920 in Pforzheim) ist Architekt, Künstler und Autor.

Von ihm wurden unter anderem der Blumenhofbau (1955, Pforzheim), die Kleinsteinbacher Schule (1964) und das Wohn- und Geschäftshaus Tronser (1968, Pforzheim) entworfen.

Vita

Stocker nahm als junger Soldat am Afrikafeldzug unter General Rommel teil. Im Mai 1943 gerät er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Als Kriegsgefangener in Trinidad (Colorado, USA) immaktrikulierte er sich als Fernstudent an der Technischen Hochschule Graz und studierte zeitgleich an der amerikanischen Lagerhochschule Architektur und Bau-Ingenieurwesen. Das amerikanische Studium beinhaltete Zeichen, Malen, Modellieren und Aquarellieren. Nach seiner Rückkehr 1946 setzte er das Architekturstudium an der Technischen Hochschule Stuttgart fort und beendete es dort 1949. Im gleichen Jahr wurde er erster Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Baukonstruktion. An den Technischen Hochschulen Karlsruhe und Stuttgart promovierte er 1959 über den Kelterbau im Stromgebiet des Neckars zum Dr. Ing.

1977 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands.

Er prägt als Architekt und Berater den Wiederaufbau der Stadt Pforzheim entscheidend mit. Ende der 1980er Jahre beklagt er, dass vom ursprünglichen städtbaulichen Grundkonzept des Wiederaufbaus nicht mehr viel übrig sei.

Seit 2000 führt sein Sohn Florian Stocker (* 2. Mai 1967 in Pforzheim) das Architekturbüro Stocker weiter.

Am 29. Februar 2008 übergibt er sein gesamtes künstlerisches Werk und eine über Jahrzehnte gesammelte, umfangreiche stadtgeschichtliche Dokumentation dem Stadtarchiv Pforzheim.

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