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KZ-Gedenkstätte Vaihingen an der Enz: Unterschied zwischen den Versionen
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Der [[1990]] gegründete Verein ''Initiative KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz e.V.'' hat sich zum Ziel gesetzt, den schwierigen Abschnitt der Heimatgeschichte aufzuarbeiten. Die KZ-Gedenkstätte wird vom Verein betrieben. |
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Version vom 5. August 2008, 20:40 Uhr
Die KZ-Gedenkstätte Vaihingen an der Enz ist in Vaihingen im ehemaligen Konzentrationslager Wiesengrund eingerichtet.
Der 1990 gegründete Verein Initiative KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, den schwierigen Abschnitt der Heimatgeschichte aufzuarbeiten. Die KZ-Gedenkstätte wird vom Verein betrieben.
Der Verein wollte eine Gedenkstätte am authentischen, historischen Ort errichten. Die Halle für die Medieninstallation wurde über den letzten noch vorhandenen Betonfundamenten der Bade- und Entlausungsbaracke des Lagers, die mit einem Steg überbrückt wurden, errichtet. Dieser zweite Bauabschnitt wurde am 6. April 2005 eingeweiht.
Mit Unterstützung der Stadt Vaihingen hat der Verein schon drei Mal Überlebende des Konzentrationslagers aus verschiedenen Staaten eingeladen. Ihre Augenzeugenberichte wurden ausführlich dokumentiert.
Im Verein gibt es auch eine aktive Jugendgruppe, die sich Histories nennt. Die Mitglieder sind zwischen 15 und 20 Jahre alt.
Die Geschichte des Lagers
Im Frühjahr 1944 wurde die Baustelle Stoffel zum Bau einer unterirdischen Flugzeugfabrik eingerichtet. die Organisation Todt war für diese Aufgabe im aufgelassenen Steinbruch der Firma Baresel zuständig.
Im Frühsommer wurde das Arbeitslagers als Außenkommando des KZ Natzweiler, um Zwangsarbeiter für das Projekt Stoffel aufzunehmen, errichtet.
Anfang August 1944 trafen die ersten 2188 als arbeitsfähig eingestuften Häftlinge ein.
Im Oktober 1944 wurden die Arbeiten am Projekt Stoffel eingestellt und das Lager in ein Kranken- und Sterbelager umgewandelt.
Vom Anfang November bis zum 11. März 1945 kamen etwa 20 Transporte mit 2944 kranken Gefangenen. Die ersten beiden mittellosen Ärzte kamen im Januar 1945 ins Lager.
Im Februar kam es zu einem Ausbruch einer Flecktyphus-Epidemie mit täglich bis zu dreisig Toten. Anfang April 1945 wurden die transportfähigen Häftlinge nach Dachau gebracht.
Am 7. April befreiten französische Truppen das Lager, in dem bis dahin etwa 1700 Häftlinge starben.
Publikationen der Gedenkstätte
- DVD
- Im Blick zurück - kein Vergessen
- Erinnerungen von Wendelgard von Staden an die Häftlinge des KZ Wiesengrund
- DVD-Videofilm 1, Farbe/SW, 19 Minuten, © 2005
- Die andere Reise
- Von Amsterdam nach Vaihingen/Enz. Der Leidensweg von Jules Schelvis. Juni 1943 bis April 1945
- Buch
- Das KZ vor der Haustüre - Augenzeugen berichten über das Lager Wiesengrund
Broschüre
- Das Konzentrationslager Wiesengrund - Vom Arbeitslager zum Sterbelager
Öffnungszeiten
- Sonntags von 14 bis 17 Uhr
- Gruppenführungen nach Vereinbarung per Mail.
- Da die schwierige Thematik nur so angemessen dargestellt werden kann, sind für Gruppenführungen mindestens 1,5 Stunden einzuplanen.
Adresse
- KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz
- Fuchsloch 2 (beim Bahnhof Vaihingen/Enz)
- 71665 Vaihingen
Postanschrift
- KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz e. V.
- Postfach 1180
- 71654 Vaihingen
Telefon: (0 70 42) 81 77 51
E-Mail: Gedenkstaette-Vaihingen![]()
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